Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
1074
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Müllner

«r gergthen «ak, Mkt dem größten Eifer und BersZunurng fei,,,«chulstundest dllrch. Im I. 1739 bezog er die Fürstenschule'Pf-r-ta, wo sein Lieblinasstudium die Mathematik war. Sein Lehr«in dieser Wissenschaft, der noch lebende Schmidt, hielt auch Vor»träge für freiwillige Zuhörer über deutsch« Dichtkunst, worin nbesonder- Prosodie und Reimiehre entwickelte. Diese zogen Müll,nern vorzüglich an, und reizten ihn zum Lesen deutscher Dichrer,so wie zu eignen Bersuchen in deutscher Vekskunst, welches sei»!nbrigen Lehrer sehr mißbilligten. Daß ihn zu gleicher -Zeit dietrockne Mathematik und die Dichtkunst anzogen, bewies er dadurch,daß er (etwa im röten Jahre)'die Entstehung der ellHMchen Curv,(der Planetenbahn) aus der Kreislinie in gereimten Verstn besang.Während seiner Schuljahre war er mehrerer»«!« im Hause feie»Ältern zugleich mit'Bürger anwesend. Eistezi tiefen Eindruckmacht« eS auf ihn, als dieser bei einer freundschaftlichen Veranlas-sung seine Ballade Kenore mit dem ihm eignen Feuer-recitirte.

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geistig näher gebracht, und schrieb ihm über mehrere poetische Ltt-fucht^ die ihm Müllner nach Göttingen sendete, unter andern übereine Übersetzung der horazischen Öde an den hlandusischen Quell,nebst Anmerkungen. Hierdurch veranlaßt, äußerte' ihm Bürg»schriftlich : „Ich gestehe dir gern, daß ich in deinen Zähren so weilnoch nicht war ; aber ich glaube, wer in voller Jugendkraft so vielMüh« und Fleiß auf die Übersetzung eine- fremden GehichtS wen-den kann, der hat selten viel eigne Erfindung." Diese Außeriu-jWirkte entmuthigend auf den Schüler, und er gab von dieser Zeitan alle Versuche in der Dichtkunst, bis auf unbedeutende Gelege»-heitsverse, auf; nicht so die Lectüne von Schillers Dichterwerke»,die ihn am meisten befriedigten. Von 1793-1797 stufirte er inLeipzig die Rechte und lernte im Schauspielhaus«'Shakspeare-tWerke in Schröders Bearbeitungen kennen. Von 1797 arbeite!«er als überzähliger Aktuarius im Amte Delitzsch bei Leipzig,. Maber 1798 nach Weißenfels und begann dort als Advocat zu practi-cire». Jetzt wurde ihm die dramatische Kunst ganz aus den Lugengerückt. Er vcrhcirakhete sich 1802. Im I. 1803 schrieb er Er-innerungen über den eben im Druck erschienenen Entwurf einerneuen Gerichtsordnung für ChUrsachsen, unter dem Titel: Modastinus üo Gedanken über den Entwurf rc. (1804 bei Hennig >»Greitz gedruckt). Auch war er seitdem Mitarbeiter mehrerer lite-»arischen Institute im juristischen F -che. Im I. 1805 erwarb ersich durch Vertheidigung einer Dissertation, »3 L.I., 10 er 24. 0 .3 « pioenrat. in Wittenberg die Doktorwürde. Das für Nord^dcitt-chland verhLngnißovlle JahL'lgoü brachte ihn auf das Studi-um der französischen Sprachen -i« ihm bis dahin völlig fremd ü«-blieben war, und au- deren'Gsassikttn er' von nun irchhäufig über-setzte. Sobald «r sie ohne Wörterbuch verstand, zogen sie ihn .we-nig. mehr an. Gr -kiahm schon »808 wieder an der Rechtswissen-schaft lebhaften Antheil, und schrieb im Gefühle der ge-MMHanhwerksmZßigkeit, womit er dse Mtelsfabrikatiüm betrieben st»,die allgemeine Elementarlehre der richterlichen E».'sch «id-lingskun d<(Leipz. t8i2). — Das Hoftheoter von«rar, wrlches zur-Sommerzeit in Läuchstädt spielte, weckte in irmSie'Rbigusi'g zur Ausübung der Bühnenkunst, und ei» Privar-thectter, weiches-« im I. I8W in Weißenfels errichtete, wurde dir

Würger, der dies bemerkte, wurde dadurch seinem jungen Neffe»

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