Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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S

Oboe

Frucht des Muscatnußbaumcs, lVIviieclo»! Pumpernüffe, iilFruchte der Zl-lxliyle-,, eines Strauches, der als Zierpflanzen

unsern Gärten, wächst.

-j- O, ;n dem griechischen Alphabete der letzte Buchstabe (Omegas

bedeutet daher das Ende, wie der Buchstabe A den Anfana—la-ben die Redensart das A und O. — In lateinischen Titeln u,i>Aufschriften abbrevirt man durch O die Worte oxliinu», o-To,orssiiisiius, oppissmn, opiis, opena elo.

Oase. Oasen (al Bahat) nannte man nach Einigen zw'i(nämlich die große jenseits AbyduS und die kleine am See Möruinach Andern drei fruchtbare Landschaften Ober-Ägyptens (die bettnbei dem Orakel des Ammon), welche aber mit Wüsteneien ring»mmgebcn waren.

O b a d j a,' ObadiaS, der vierte unter den sogenannten klei-nen Propheten (s. d. Art.), von' dessen Weissagungen oder Re-isen uns in der Bibel wahrscheinlich nur ein Fragment aufbehal-ten ist, welches sich auf die Schicksale des Landes Jdumäa be-zieht, daher ihn Einige auch zu einem JdumLer haben mache»wollen. Er trat wahrscheinlich zwischen 586 und 581 vor ChrGeb. auf.

Objectivglas heißt in einem Fern - oder WergrößerungS-glase dasjenige, welches dem Gegenstände zugekehrt ist.

Oboe (ital. Oboe), oder Hobve (stanz, Ikswcbois), eine!der bekanntesten Blasinstrumente, welches aus einer geraden, au«mehreren Stücken zusammengesetzten, gemeiniglich aus Buxbaum-bolz gearbeiteten und mit Löchern versehenen Röhre besteht, diestch unten in einem kleinen Trichter endigt, und durch ein obe»aufgesetztes enges Mundstück von Rohr geblasen wird. Es hat ei-nen hellen scharfen Ton, und reicht vom tiefen oder einmal ge-strichenen I) (auch 0) bis ins dreimal gestrichene <! (höchstens t).-üaher ist die Oboe als durchdringendes Discantinstrumcnt, vor-züglich bei der Feldmusik gebraucht worden, so daß man von dem-selben, als Hauptinstrument, auch das ganze Corps der Feldw»-siker Hautboisten genannt hat. In "der neuesten Zeit hat ouClarinette ihr großen'Eintrag gethan, wozu vielleicht vieles bei-tragt, daß die Güte und Reinheit des Tons der Hoboe gar sehrvon der Güte des Mundstücks abhängt, und eine -sehr delika-eBehandlung des Instruments verlangt wird, wenn der Ton magschreiend und kreischend seyn, und in der Tiefe »was Gänsemaft-gcs haben soll. Besonders ist das s. g. Überschnappen auf diesemInstrumente unerträglich, und bringt fast immer Lachen hervor,obgleich eS kaum von den besten Spielern immer zu vermeiden ill-GS gibt daher jetzt bei weitem mehrere gute Elarinettenspieler,als Hauthoisten, und nur sehr wenige Concertspieler auf der Ho-ioe, so wie auch wenig Concertcompositioncn für dieses Instru-ment. Letzteres ist wohl auch daher zu erklären, daß der Charar-»er feines Tons zu fest und unveränderlich bestimmt ist» um ei»