Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
Seite
1121
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Oliva Oelsner 1121

ter Austin, einem kenntnißreichen irländischen Jesuiten, der auchals Kanzelredncr geschützt war, übertragen. Unter ihm machteO'keefe bedeutende Fortschritte iui Französischen und in der altenLiteratur. Auch für die Zerchenkunst, welche er bei der Akademiestudirte und übte, bewies er viel Geschmack und Talent. Aberdie Flüchtigkeit seiner Entwürfe und eine Schwäche des Gesichtshielt ihn von der Fortsetzung dieser Kunst zurück. Darauf gcricth«r in die Gesellschaft theatralischer Herumstreifer (Sxonreio), de-ren Umgang eine solche Wirkung auf ihn hervorbrachte, daß er(erst 15 Jahre alt) ein Schauspiel in fünf Aufzögen schrieb. Alser mit dem Schauspieler Moffoz bekannt geworden war, betrat erdie Bühne zu Dublin, wo er zwölf Jahre lang mit vielem Ruh-me blieb. Einige seiner dramatischen Pro.ducte machten solchesGlück, daß der Verfasser dadurch veranlaßt wurde, London zu be-suchen. Hier gefiel er als Schauspieler zwar wenig, desto mehraber als dramatischer Lieblingsschriftsteller. Im I. iMo wurdeer durch Blindheit und andre Unglücksfälle in die traurigste Lageversetzt. Er bekam deßhalb eine Benesizvorstellung auf dem Eo-vent-Garden-Theater, und hielt eine dichterische Anrede an dasPublicum, worin Humor und Pathos auf die glücklichste Weisegemischt waren. Seine vorzüglichsten Werke sind: l8onx I.ump-hin in lowii, Z. , I77Z ; Lon in I-aiv , Z-, 1779! Pi-o Viilss-ä->7, 8- - Oinai, 8-> »783; krisone-s »r !.»,§«,, 8- 1788?

stlee sl'oz-, 8- 1789 > Worlä in Ä villa^s Loinaei)-, 8 - 179z:

I.onston llerinit, 8-1793; Wiill Oars, 8 - 179Ü; triste Voga-ries, Ooineä. 8- 1795 ; tiisii IVIirnic, 1798: Akkiock, ->. 81?.in»,8. U. 0 .

Oliva, eine berühmte Cisterzienserabtci, nicht weit vonDanzig (s. Friedensschlüsse).

Oelsner (K. E.), geboren in Schlesien 17Ü4. Erwähltedie diplomatische Laufbahn, und war lange Zeit Agent der StadtFrankfurt zu Paris, zog sich aber unter Bonaparte nach undnach von aller Theilnahme an den Staatsgcschäften zurück.. Dasgroße Schauspiel der französischen Revolur.on, welches er mitAufmerksamkeit beobachten wollte, hatte ihn zu Anfange derselbennach Paris geführt, wo er bald in die interessantesten Verbin-dungen mit den vorzüglichsten Lenkern derselben (insbesondre mitSieyes, Dumourier «nd Danton) kam, und mehreres (z. B. fürdas Journal Minerva, die berühmten Briefe aus dem dumourier'-schen Feldlager von Grandprc, und für die huberschc» Zeitschrif-ten) schrieb. Bon ihm wären überhaupt Memoires über diefranzösische Revolution zu wünschen, und wenige möchten sie wieer, mit seinem scharfen, lebhaften und eigenthümlichen deutschenStyle, schreiben können. Treu seinem Vaterland« und seiner Ge-sinnung lehnte er sehr bedeutende und vortheilhafte Anträge, die>hm in Frankreich gemacht wurden, ab, und es ist eine nichts-würdige Lüge, daß er, wie in der geheimen Geschichte des HofeSvon St. Eloud und in dem schändlichen Roman les smouis se-crers 8e Donrixaita angeführt wird, ein Anhänge» oder Kund-schafter desselben gewesen sey. Vielmehr verließ er bei dessen Rück-kehr von Elba Frankreich, und erhielt von der preußischen Regic-kung, mit welcher er bereits längere Zeit in Verbindung stand,thrch Wilhelm von Humboldt, seinen Jugendfreund, veranlaßt,imstweilen eine Anstellung in dem Fache der auswärtigen Angele-S-nv. x,x. (Sexpk. Bd.). 7k