HZ6 Portrait Positiv
tionSsecretair in Berlin, ging 1804 Äs bevollmächtigter MinisterFrankreichs nach Rcgcnsburg, und erhielt bei seiner Zurückkunftnach Paris 1805 die Stelle eines GeneralsecretairS beim Ministerdes Gottesdienstes. Dann wurde er nach einander iVIsirre ckes , e-qnätes, Staatsrath, Mitglied des Raths des Titelwappens ( 6 on-soii l!n Scesn äes ritres) und Generaldirector der Buchdruckernirnd Buchhandlung. Er war der Erste in diesem schwierigen Po-sten, und bekleidete ihn bis 1310, wo ihn Napoleon im StaakS-rathe hestig anließ und absetzte, weil er den Druck der päpstlichenBulle gegen die Ernennung des Kardinals Maury zum Erzbischofevon Paris, ohne Autorisation des Gouvernements oder ohne seineBsrkeuntniß, hatte geschehen lassen. Ludwig XVIII. hatte ihn,t 8 i 4 zu seine» Staatsrath genommen und zum ersten Präsidentendes kLnigl. Obergerichts zu AngerS ernannt, und nach seiner Rück-kehr 1315 wieder beim GesandtschastS-Ausschuß als ditststthucndrnEtaatsrath angestellt.
Portrait, die Abbildung eines wirklichen Menschen odereiner historischen Person, findet sowol in plastischen Werken (Pvr-traitstatuen oder ikonische Statuen), als in Gemählden Statt.Diese heißen bei uns wegen des häufigern Gebrauchs Portraitsim eigentlichen Sinne, und der Berfcrtiger derselben Portrai-tist oder Portrai tmah ler. Die Portraitmahlcrei isteine eigene Gattung der Mahlerei (s. d. Art. Mahlerei). Auchdas Portrait, sagt Schreiber in seiner Ästhetik, muß Charakter-bild seyn, wenn es sich nicht aus der Reihe ästhetischer Productio-nen ausgeschlossen sehen will. Sklavische Annäherung an Las Ur-bild ist nur Treue für den Augenblick, denn jeder Tag ändert andem Zufälligen der menschlichen Gestalt. Darum hat der Künstlerblos die bleibenden Hauptzüge aufzufassen, und den physiognomi-schen Ausdruck, der jedem Zuge seine Bedeutung gibt. Wo derMahlers» unglücklich ist, nur das Gemeine nachbilden zu müsse»,da mag er sich mit dem baaren Verdienste trösten, und etwa mitdem Lobe, welches seiner Zeichnung und seinem Colorit zu Theilwird. Die größten Mahler der italienischen Schule zeigten auSdiesem Grunde keine Neigung zum Portraitiren. Rubens und seineSchüler hatten eS noch mit einem kräftigen, noch nicht durch Con-venienz verflochtenen Menschengeschlechte zu thun (S. niederländi-sche Schule). In der neuern Zeit sind Portraits selten, welchedie Naturwahrheit mit mahlerischer Bedeutsamkeit vereinigen. Zuden Portraits gehöre» auch die Konversationsstücke, welche in derRegel eben so unpoetisch sind, als die historischen Gemählde steif,welche man aus Portraits zusammensetzt.
Posener Friede, s. Sachsen.
Positiv, bestimmt, das, wodurch etwas Bestimmtes gesagtwird, bejahend, entgegengesetzt dem Negativen (s. d. Art.),z. B. ein positiver Begriff, (Licht), ein positives Urtheil, positiveElektricität (s. Elektricität), positiver Pol (s. Magnet), pos>-live Größen in der Größenlehre, wirkliche Großen, welcheman durch -j-bezeichnet. Auch wird das Positive dem Na tür-lichen und durch die bloße Bernunst Gegebenen als das Ange-wandt«, oder durch Willkür oder eine von der bloßen Vernunftverschiedene Autorität Festgesetzte entgegengestellt, z. B.t!i v e Gesetze sind Vorschriften, die durch eine äußere Aulon-r»t festgesetzt sind, positive» Recht der Inbegriff dcrielvc