Band 
Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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1137
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Possessorium Pr'detecminiSinrs nzzr

(entgegengesetzt dem natürlichen oder Raturrcchte), positiveReligion (die auf eine äußert Offenbarung sich stützt), pos »tive Theologie, entgegengesetzt der natürlichen Theologie oderKeligionsphklosophke u. s. w.

Possessorium, P o ssessorien klag e, siehe den ArtikelPetitum.

Potasche heißt das feuerbeständige Gewächs - Laugensalz(Pflanzenalkalk — s. d. Art. Alkali), welches man durch Auslau-fen und Ealciniren aus Holz «der. gewissen Pflanzen erhält, diern besonders dazu eingerichteten Öfen oder Gruben durch dieAschenbrenncr oder Äscherer gebrannt worden sind. Das meisteSalz gibt die Asche von Birken, Roth- und Hainbuchen, Wei-den, Ellern, Eschen, Ahornbäumen und Rüster». Die gewon-nene und in der Aschenkainmcr aufbewahrte Asche wird erst in denAschern mit kaltem Wasser eingeweicht, darauf mit heißem Was-ser oder warmer Lauge ausgelauget. Die genugsam gesättigteLauge wird in großen eingemauerten eisernen Töpfen (pors, da-her der Rame Potasche), Kesseln, oder in seichten Pfannen hartgesotten, bis alles Wasser verdunstet ist; dann pon der rohenAsche in dem Calein irofen gereinigt, wobei durch Regierungdes Feuer« baS Verglasen des Salzes zu vermeiden ist. Die ausddm Kühlheerde erkaltete Potasche hat eine weißbläulichte Farbe.Soll sie ein ganz reines alkalisches Salz werden, so muß man. die feinste und beste Potasche noch verschiedenem«!« auflösen, wie-der verdunsten und anschießen lassen, und dann in wohlverwabrteGefäße (Töpfe, Pötte), weil sie die Feuchtigkeit aus der Luftan sich zieht, verschließen. Da« angegebene Verfahren beim Pot-aschbrennen ist das zweckmäßigste und in Deutschland gewöhnlichste.Die meiste Asche wird aus Ungarn, Mähren, Polen, Rußlandüber Danzig, Königsberg, Riga, Elbing u. s w. zum Handelgebracht. In Rußland ist sie Monopol.der Krone. Auf demHarze, zu Baruth, im Hessischen u. s. w. sind viele Potaschen-sttdereken.

Potier, komischer Schauspieler am Theater des Varietes inParis, der neben und mit Brunet schon seit mehreren Zahn» dasEntzücken Frankreichs und aller Fremden war, welche Paris be-suchten- Seine Vorstellungen werden, wie die des ehemals gleichberühmten Carlin, als Heilmittel gegen die Melancholie anempfoh-len. Potier war anfangs bestimmt, Brunet's Stelle zu -ersetzen,der die Jocriffen spielt, entwickelte aber bald ein- ganz eigeneManier, so daß die Dichter, welche für jenes Theat.r arbeite»,«ine eigene possirliche Rollcngattpng für ihn schufen, die sich kaumbeschreiben läßt. Es sind meistens linkische Neulinge, und nichtzur ganz gemeinen Elaste gehörige Dummköpfe, welche besonder»in alle Arten lächerlicher Verlegenheiten kommen, die er mit ver-schiedenen und eigenthümlichen Nuancen darstellt, Sein Spielzeichnet sich durch vollkommene Aneignung des EbarakterS undlebhaftes Herausheben aller Hauptmomente der Situationen) beimöglichster Einfachheit der äußern Geberden und Mannkchsaltig«krit in der Darstellung aus. Man hat eine Sammlung seinervorzüglichsten Ilanmors herausgegeben, da er gleich Brunet imJmprovisircn von Calembvurgs eine große Stärke hat.

P rä d e t er m i n ism us, die Lehre und Ansicht derer, wel-che behaupten, der Mensch s»y durch eine höhere Macht, ohn»kon». kex. (Luppl. !K0.) ^2