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Supplementbald zum Conversations-Lexicon.
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l r 40 Priscianus Ptolemäer

nem theokratischen Principe große Gewalt in ihre Hände legte(vergl. den Art. H0 herpriest« r), das Amt des Geistes aberdoch den Propheten vorbehielt. Aarons Nachkommenschaft/ in derdie Priesterwürde erblich war, sank daher unter täglich wieder»kehrenden Geschälten des Rituals in einen Mechanismus, aus demder Geist seiner Formen bald gewichen war. Nicht besser ging esder römischen Klerisey, als sie die Strenge und Förmlichkeit desjüdischen Priesterthums annahm, um demselben auch in den Bor-rechten seiner Würbe zu folgen, und von den christlichen Laienähnliche Einkünfte (z. B. den Zehnten) zu ziehen, wie einst derStamm Levl von den übrigen Stämmen genoß. Dem Stifter deSChristenthums und seinen Aposteln war vieles Bestreben ganzfremd. Die ersten christlichen Gemeinden hatten Lehrer, die wohlAusleger der Geheimnisse Gottes und väterliche Freunde ihrerSchüler seyn, aber weder bei einem gottesdienstlichen Gepränge«giren, noch die Gewissen beherrschen wollten. Einige dieser Leh-rer hießen Presbyter, woraus das Wort Priester entstan-den ist (vergl. d. Art. Presbyter); die Würde und Lmtsver-richiung dieser Ältesten erlaubt jedoch nicht, sie in dem jetzt ge'»wöhnlichen Sinne Priester zu nennen. Auch ist der Name Prie-ster jetzt nur den Geistlichen derjenigen Kirchen angemessen, diedas Göttliche in sinnlich anzuschauende Symbole und andere Bil-der kleiden und dafür halten, der Geistliche sey noch auf ein« an-dere Weise, als dur* schriftmäßige Lehre und heiligen Wandel, einVermittler der Menschen mit Gott. In dieser Bedeutung nenntdie katholische Kirche diejenigen Kleriker Priester, welche dasheilige Amt der Messe verwalten cs. d. Art. Ordination),und hat ganz consequent auf den höhern Charakter ihres Prie-sterthumS die Ansprüche ihrer Hierarchie gebauet. Und hierinstimmt sie mit den lamaischen und mahomedanischen Religionenüberei», welche i» der Person des Dalai - Lama und des KhalifenPriesterreiche begründeten, die in wesentlichen Punkten dem Papst-thums vergleichbar sind. Das Priesterthum aber, das allein demCharakter unserer Zeit und unserer Bölker angemessen scheint, istdie Würde und Macht über die Geister, die die Religion undWissenschaft ihren Eingeweihten und Pflegern gibt. Bergl. dieArt. Hierarchie, Geistlichkeit, Prediger. L.

Priscianus, aus Cäsarea, ein lateinischer Grammatiker,-er wahrscheinlich im 6ten Jahrhundert nach Ehr. Geb. zu Con-stantinopcl lebte, und von welchem wir eine ausführliche lateini-sche Grammatik in achtzehn Büchern und mehrere grvmmatkcalischeAufsätze besitzen. Sprichwörtlich sagt man daher; dem Priscia»eine Ohrfeige geben, d. i. Sprachschnitzer machen.

Prudhon, einer der vorzüglichsten und berühmtesten Mah-ler der neuern französischen Schule. Die Franzosen nennen ihnden Mahler der Grazie». Mehrere allegorische Gemählde vonihm führt Fiorillo in seiner Geschichte der zeichnenden Künste,III. Bd., S. 506 u. f. auf. Er hat sich durch einen Aufenthaltin Italien und durch eigenes Nachdenken gebildet.

Ptolemäer, der gemeinschaftliche Name der ägyptischenKönige von der griechischen Dynastie, welche nach AlexandersTode bis auf die Zeit, wo Ägypten eine römische Provinz ward(ungefähr 2yc> Jahre), herrschten. Sie heißen auch richtiger (weilsie nicht alle den Namen PtolemäuS^ führten) Lagiden, v»a