Band 
Erster Theil A - C.
Seite
203-204
JPEG-Download
 

ALBERTUS

ALBERTUS

204

203

in ermeldtem Jahr bett 27 Aug. und hinterließ Com-

mentarios in IV libros sententiarum ; Postillas inPlalmos; Epistolam encyclicam, welche itt Socgiianno Domin. Galt. und in Martern thés. aneedot, T.IV stehet. Ech. .

ALBERTUS, mit betn Zunahmen Bávet, ein Car-thäuscr- Mönch auf der Insel Regina cäli bey We-sel, von Arnhein: gebürtig, hat Reserendarium exem-

plorum, so aus 7 Abschnitten bestehet, geschrieben, undist 1444 gestorben. A.Sw.Fa,

ALBERTUS Krummendiçkius , oder Crummedy-ckiui,eitt Hollsteiner aus adelichem Geschlechte,ward,nachdem er Ich. vorher geraume Zeit an dem römi-schen Hofe aufgehalten, und Notarius in Rvta ge-west, aus einem Eanonico um 1468 der azte Bischofszu Lübeck, und von dem Könige in Dännemarck Chri-stians zu nuterschieblichen Gesandtschaften gebrau-chet. Er war ein sthr prächtiger und verschwenderi-scher Mann, machte grosse Schulden, starb 1489 >mZoten Jahr, und schrieb eine Chronicke von den Bi-schoffen zu Lübeck, von ihrem Ursprung bis auf dasJahr 1467, welche NIeibomius mit eines AnonymiContinuation bis auf das Jahr i;o; TomoII Sçri-ptorum rçmm germ. edirt. Möller, introd. ad CJier-son. Fa,

ALBERTUS Laudensis, ein Dominicaner von Lodi,daher er auch seinen Zunahmen erlanget, lebte um dieMitte des 14 Seculi, und war nicht nur ein guterTheologus, sondern auch ejn trefflicher Humaniste.Er soll l'upsr tota Biblia, ober nach einiger Meinungnur super ornnes Pauli epistolas tu 2 Folianten com-mentjrt, auch noch einige Sachen mehr geschriebenhaben. Ecb.

ALBERTUS, oder Olberns, von Lobes zugenannt,weil er einen Benedictiner allda abgegeben, war vonLedern, einem kleine» Dorfe in den Niederlanden ge-bürtig, uird studirte anfangs in demKloster St.Ger-main-des-Pre; zu Paris, hernach g Jahr lang zuLcoyes, ferner,zu Chartres unter demAdtFnlbcrto,und kehrte darauf nach Lobes zurück, da er um 2009Lurchardo zugegeben ward, um demselben in seitrcnSkttdicti forezuhelffcn. Er hatte also an dessenSammlung der decretorurn und cannnum grossenAntheil. Im Jahr 1012 ward er Abt zu Geniblours,und 1021 auch Abt zu St. Jacob inLüttich. Er schriebdie Historien des alt-und neuen Testaments; einigeLeben der Heiligen, wie auch andere Wercke an ge-^bnnd.ner und ungebundener Rede, und. starb 1048.Sig. A. Fa.

Alber tus magnus, oberGroms, so von ei-nigen vor den Geschlechts - Nahmen gehalten wird,ein gelehrter Philosophus und Theologus, gebohrenzu Laugiugen inSchwaben 1206 oder iryz, aus demGeschlechte der Grafen von Borstadt, hörte zu Paviaden berühmten Dominicaner Jordanum, und wurdebewogen, selbst diesenOrden 1222 anzunehmen; lehr-te darauf die Theologie und Philosophie zu Cvln, Hil-desheim, Freyburg, Straßburg, Regenspurg und Pa-

ris mit grossem Ruhm; kam wieder nach Cölln, undwurde 1254 Provincial seines Ordens. AlexanderlVberuffte ihn nach Rom, und nmchte ihn zum Magi-stro S. Palatii; Urban IV aber 1260 zum Bischofzu Regenspurg. Nach drey Jahren verließ er ausLiebe zur Einsamkeit sein Bißrhum, und lehrete wie-der auf Universitäten, neuste aber auf päbsilichen Be-fehl das Creutz in Deutschland und Böhmen predi-gen, auch 1274 dem Conciliv zu Lion beywohnen;worauf e-r zu Cöln 1280,1; Nov. gestorben. Er warvon Person sehr klein, aber in der Machest und Chy-mie ungemein erfahren, und soll rinterschiedene Ma-schinen, unter andern aber eine Statue in Gestalt ei-nes Menschen verfertiget haben, die sich bewegen undreden können, daran er zo Jahr gearbeitet, und wel-che Thomas Agvinas, in Meinung, daß es ein Ge-spenst sey, mit einenr Stäbe zerschlagen. Er wird füreinen grossen Hexenmeister gehalten, auch beschuldi-get, er habe zuweilen die Stelle einer Kinder-Muttervertreten, das Geschütz und den Lapidem Philosopho-rmn erfunden; wiewohl alle diese Diirge ohne Grundsind. Sonst hat er sehr viel Bücher, als: Commen-tarios über etliche Bücher der heiligen Schrift: deimmortaRtate animx ; de laudibus S. Mari® lib. III ;philosophiammoralem ; lib. Vdemeraliis; degram-matica &c. geschrieben, welche ein Dominicaner, Pe-trus Iammi i6;i zu Lion in âr Volum, in fol. her-aus gegeben. Die Bücher aber de rerum natura;de secretis muliebribus, de mirabilibus sind nach

einiger Meinung nicht aus seiner Feder geflossen. Hin-gegen sind noch sehr viele seiner Schriften bekannt,welche nicht mit in den erwehnten Voll. stehen, der-gleichen von den theologischen: Postilla super totamBibliam; Comment, super multos libros ÎJibli*;Postilla: super Job, superCantica, Isaiam, Jeremiam8c Ezechielem; Tuper omnes epistolas Pauli; sum-ma: théologie® pars 3 de Christo 8c virtutibus 8c 4de sacramenris 8c gloria resurrechionis ; de perfe-ctione vitx spiritualis; contra Guillelmistas impu-rgnantes religiöses ; de partu bominis 8c de formatio-ne hominis in utero ; liber multarum quxstionumdeterminarmis-; officium de corpore Christi ; superJibrum Dionylii de divinis no minibus ; de arte prx-dicandi; de reparatione hominis lapli ; multx profes. scqueiìtix : unter den philosophischen sind de lon-gitudine 8c breWtate vitx; de difierentia (piritus 8canimx; libri XV quxstionum contra Averroistas ;de unitate form®; de lapidibus 8c herbis': .die mora-lischen sind de monastica libri 5 8c de.oeconomica li-bri 4 ; super libros X Ethicorum; liUri 8 .Politico-rum.;. libri 2 Oeconomicorum ; libri 2 magnorummoralimn; in problemata Aristotelis ; in tres librosR.hecoricorum ; die mathematischen heissen summa descieutia arithmetica, mulicali, geometrix, perspesti-v® ttltb de astronomia ; Comm. in Bocthii aritbme-ricam, musicam, in Euclidis geometriam, Ptolemxialmagestuin, Alacenis s. Alcionis perspestivam ; desphxra mündig de imaginibus astrologorum ; sum-ma

\