Band 
Erster Theil A - C.
Seite
209-210
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ALBERTUS

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Patrum; vitam Pauli Mari® Je Jesu CenturioneCarmsUr®; historiam panegyricam; oracionem adJoh. Baptist. Lercarium; Eneadem; impietatem fla-gellaram a S. zelo Eli®, und starb 1657, 4 Jul. Ütt46 Jahre. W, d. AI.

ALBERTUS,, ober de Albertis (Ludovicus), etttEremite Augustiner - OrdenS, aus Padua, warAegi-dil Romani Schüler, lehrte zu Paris die Philosophieund Metaphysic, zuletzt auch die Theologie mit gros-sem Beyfall viele Jahre, wurde darauf von demPabst Lonifacio VIII „ach Rom beruffen, um dieverfallene Kirchen-Disciplin wieder herstellen zu hel-fen, kam aber nach dessen Tode nach Franckreich zu-rück, und starb zu Paris den 4 April 1323 in seinem46 Jahr. Er schrieb interpretationem cum expoii-tione inligni in pentareuchum ; in Evangelium Chri-sti, in Epistolas Pauli & in divinas SS. Patrum sen-tentias; Comment, de paradiso terrestri.; libros depr®destinatione & reprobatione ; vitam Nicolai deTolentino; vitam B. Clar® de Montefalco; sermo-nes de tempore, de sanstis & quadragesimales : an-derer zn geschweige», die noch zu Paris in MSc. lie-gen, darunter auch einige den comment, de paradisoterrestri, ingleichen das Buch de pr.edestinarione Lcreprobatione rechnen. Man hat ihm zu Padua ausbesonderer Hochachtung eine marmorstemcrne Statue

• gesetzet. C. T. Fab. Pap. Cur. Mo.

ALBERTUS (Petrus), ein Eanonicus zu Barcelo-na, aus Catalonien bürtig, hat im 16 Seculo gelebt,Nitd Cornmemorationes iive oonluetudines inter do-minos Lr va!alias geschrieben. Ant.

ALBERTUS (Phil.), von Perugia, ein netter Poet,und Freund des Lasso, der ihm seine Poesien, ehe siezum Druck gegeben wurden, zur Revision überschickte,schrieb Comment. rctrnn perulinarum; il Ceßio Mu-cedmiico, eine Tragödie; Helenam inveteratam per-fonam ßc dictionem super cicadam, samt andern Poe-sien mehr, welche zn Venedig 1602 sq. gedruckt wor-den, und starb 1612, im 64 Jahre. Ja. Ol.

ALBERT, ober Alberti, (Philipp.), ein deutscherCarmeliter-Mönch, von Neust in dem Ertzstift Colingelegen, lebte um 149;, lehrte die Theologie zu Parisund Colin, und ward Provincial in den Niederlan-den. Er schrieb über das hohe Lied Salomonis; inMagistrum Jeritentiamm ; Predigten ; pro purifsimaconceptione B. Virginis; epistolas ad diversos. Pos-sev. Ale. Sw.

ALBERTUS (Pius), siehe Pius.

ALBERTUS (Raymund.), ein spanischer Generaldes Ordens de la Mercede von Barcelona, wardvon Johanne XXII zum Cardinal gemacht, schriebbreviarium; mistale; ceremoniale ; constitutiones;acclamationes carholrcas pro eccleiiasticis honorihusf adinonitionem pro immunitare bonoruin eccleiia-sticorum; Je resignatione propn® voluntatis ; deobedientia See. und starb 1330. Ant. Ol. Fa.

ALBERT (Salomon), ein Philosophus und Me-istens von Nürnberg bürtig, lehrte zu Ausgange desGelehrt. Lexic. T i.

1 6 und zu Anfange des 17 Seculi als Professor Me-diciuä zu Wittenberg, ward auch churfürstiicher Leib-Medicus zu Drcßden, suchte sonderlich die Zerglicdc-rungsknnst zu befördern, entdeckte auch nach einigerMeinung zuerst die valvulam coli, übersetzte dasdem Galeno fälschlich beygelegte Buch de urinis ausdem Griechischen ins Lateinische, schrieb historiât»scorbuti ; Consilia medica ; gab unterschiedene oratio-nes medicas, ingleichen tractationem formularummedicarum unter dem Nahmen Lubertur; Esthiusheraus, machte sich aber durch seine historiam plera-rurnque corporis huntani partium, und. durch seineobservation« anatomicas am berühmtesten, hinter-ließ auch viele Wercke in MSt. worunter seine praxismedica und sein Tractat de sirnpliciuin medicarnen-îtorum sacultatibus dem Hofrath Wedel so lesenLwür-dig geschienen, daß er sie durch den Druck bekannt zumachen, ehemals versprochen, welches aber hernachunterblieben ist. Li. Rest.

ALBERUS (Erasmus), ein in der gkist-nnd weltli-cheil Poesie berühmter Mann, aus der Wektcrau,oder nach einiger Meinung, von Sprendingen beyFranckfnrt, studirte unter Luthers zu Wittenberglind anderer Orten dir Theologie, und wurde vonD. Larlstadtm vergeblich zu deren Wicderverlaffungangereitzct. Nachdem er an verschiedene!! Orten, alszu Dreycichen, Sprendingen, Götzenhein, Babcuhau-sen im Hanauischen:c. Prediger gewesen und 7 malins Exilium verjagt wordeil, ward er bey dem Chur-fürsten Joachim zu Brandenburg Hofprcdigcr; fer-ner zu Rotenburg an der Tauber, und denn zu Mag-deburg Prediger. Er war ein heftiger Feind derJn-kerimisteu, Adiaphoristen, Grickelisten, d i. I. 2tgrito-la und seines Anhanges, wurde endlich zu Gnstrauim Mecklenburgisthen General-Superintendens, auchDoctor Theologiä, und starb 1553 den ;ten Mayz»Neu-Brandenburg. Er schrieb' harmoniam evan-gelistarum; judicium de spongia Erastni Roteroda-mi ; pr®cepta vir® oc moruin ; dictionarium latino-germanicum, fo mit dem novo distionarii genere voreinerley gehalten wird: Gespräch zwischen Gott,Adam, Eva, Abel und CEßi« von der SchlangenVerführung und Gnade Christi; neue Zerrungenvon ?\oin, woher dar; ÎTÍoríbiTmien femme rc. :Der Larfüsser- N 7 onche aLulenspiegel und 2 Ucoran;Predigt vom Ehestände; dialogurn Wider das In-terim, welchen, weil er so heftig gewest, niemand dru-cken wollen; Bcdeutunsfder -Heiligen-Drcyfaltig-kcirs-Llume; wider dar; L ästet buch Gsiandri;' verkehrte Lehre der Larlstadrer; von der Ainder-Taufe; vom 2 basil:r-ken zu Magdeburg, ingleichenvom Hahnen - Ey uild Beschreibung der Wcrterau;Predigt vorn Vd inter - Vogel Haleyon ; Jcsu«-E>üch,lein oder 10 gottslige Gespräche vor die Kinder;49 Fabeln meist aiis Esopo; lustiger; Gespräch zwi-schen zwey Frauen in „iederjachsischcr Sprache;Sendschreiben, dasi nicht nur die gemeinen Leute,sondern auch die vornehmen und grossen -HerrenO ihrer