Band 
Erster Theil A - C.
Seite
359-360
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AMSEL

Z 59

AMTHOR

AMUL ARTUS AMULIO z6o

Hand wahren ; de causis inappellabilibus ; de con-8 c difconvenientiajuris civilis ac lubeceniis circa ha:-rediratem quac ab intestato defertur; de l'ucccílìonecollateralium íecundum jus culmense ; de quaestione :an 8 c quare duplum 8 c quadruplum adhuc hodie injudiciis peti iremque in lententiis imponi postât autdebeat? de homine innocente non occidendo ; decaiibus quibusdam extantioribus jureromano expressedecilis, prntenico vero omislìs ; de exceptione : nonsum h.rres; de actibus juratís; de (ïngularibus jurismaritimi ; de scriptura iine die 8 c consule. Arnold.

AMSEL (Pancratius), ein Poet un d geschickter Musi-rus und Vater Andre» Amsclii, gebohren 22 Octobr.159? zu Rostock, studirte zu Rostock, Lübeck, Lüne-bürg und Wittenberg, ward 1614 Coüega an derSchule zu Gnoje, dancktc aber 1616 wieder ab undwurde den 5 Febr. 1617 von Reimaro Geltrecht J.V. I). und (Jörn. Palat. zu Wolgast zum Poeten ge-krönt, auch in selbigem Jahre Rector an der Schulezu Lugde in Wrstphalen, bey welchem Amte er dieMittags-Predigten an den Sonntagen mit verrichtenmuste,woraufer 1622 zum Cantore in seiner Geburts-Stadt beruffen worden, auch 162g in Magisirumpromoviret, und endlich den r; May 1654 daselbststarb. Seel.

AM SING, stehe Ampsing.

AMSTELRODAMUS, ftefji Alardus.

van AMSWEER (D.), ein holländischer Theologus,gab 1612 gedenckweerdige Asta memom, nopen-de de Reformation van de Oomlandsche Propositu-ren zu Franecker in 4 heraus.

AMTHOR (Caspar), ein Medicus aus Schleusingengebürtig, lebte in der ersten Helsste des 17 Seculi alsein Practicirs zu Jena, schrieb memoiabilia rnedica;chrysoscopion, s Aurilogium, gab in deutscher Spra-che eine Exercitattonern antiloirnicarn heraus, stellteauch einen Tract, von den Kinder -Kranckheiten andas Licht, wird aber wegen dieses letztern des plagiibeschuldiget. Li. Kest.

AMTHOR (Christoph. Henr.), ein JCms, gebohrenzu Skollberg in Thüringen um 1678, wurde zuRendsburg von seines Vaters Bruder erzogen, undlehrte r-04 die Rechte und Staats-Kunst zu Kielmit grossem Ruhm, machte sich aber durch etlicheLobgedichte auf die dänischen Ministres dem holl-steiwgottorffischen Hofe so gehäßig, daß er 1713 .indänische Dienste trat, und 1714 königlicher Historio-graphus, schkeßwig-hollsteinischerCantzley-Rarh, Prä-sident von Rendsburg und des benachbarten AmtsVerweser ward. Er solte, nachdem er auf königlichenBefehl viele Staats-Schrifften in den Stkeit-Han-dekn mit Schweden und Gottorff verfertiget, i 7 I Snach Coppenhagen kommen, und mit noch grossemDigiritätcn versehen werden; schlug es aber, weiler mit der Gicht starck bchafftct warf anfänglich aus,kam doch endlich als Justitz-Rath 1719 dahin, underhielt seine Wohnung auf dem königlichen Rosenbur-

ger Schloß, wo er aber bald den 21 Febr. 1721 mitTode abgicug. Seine Schrifften sind meditationesphilosophiere de justitia divina & materiis cum eaconnexis ; tr. de obstagio ; Collegium homilet. dedecoro ; Collegium philofophix moralis feu doctri-na de honesto ; Collegium de jitsto feu doctxina ju-sti > Gedancken von der bcqvcmsten Methode, derenjlch ein academischcr Lehrer sowohl überhaupt,ab, bey Erklärung des Natur-und Volcker-Kechtesinsonderheit bedienen kan, welche vier letzten Schriff-tcn nach feinem Tode unter dem Titel Plulosophiamoralis f doctrina de justo, honesto 8 c decoro, 1738zu Coppenhagen in 8 zusammen heraus gegeben wor-den; Einleitung zur Staars-und Sittcn-Bunst; derin allen seinen Zweigen verherrlichte königliche ol-denburgischc Gcammbaum, in Versen; der trium-phircnden Reinholdsburg frohlockender Äuruff anB-önigFrieoerich IV; poetischer Versuch einigerdeutjchen Gedichte und Ueberscyungen; kurye Un-tersuchung des von einem ungenannten Gorrorpecwiederholten Abdrucks einiger 1683 und 1700 pu;blicirter fürstlich - hsllsteinijchen Schrifften, die erahne Vorfetziulg feines Nahmens heraus gegeben;der herrlich grünende Gelzweig Aönigs Friderici

1 V, oder Gedichte auf den Frieden mit Schweden ;revidirkc rendsburgische Stadt - und Holiccy-Ver-ordnung; verschiedene auf königlichen Befehl verfer-tigte den nordischen Krieg betreffende Staats-Schriff-ten, als: i historischer Bericht von dem vormah-ligen und gegenwärtigen 'Zustande der schlcsiwig-hoUsteinisthcn Ritterschafft und ihrer Privilegien;

2 Untersuchung der Ursache», durch welche diezwischen Dannemarck und Schweden von etwa ioc>Jahren her vorgefallene Streitigkeiten und Bcfch-dungen sich entsponnen; z aufgedeckte Schairde derunsinnigen schwedischen Proceduren; 4 in Jure Lcfactro gegründeter Beweis der vielfältigen Treulo-sigkeiten, so das königlich-dänische-Haus von demfürstlichen hollstein-gottorpischen bisher erlitten;5 Anzeige der Ursachen, welche den Ivönig inDä-nemarck genöthiget, wider den gefangenen GrafenSteenbock solcher gestalt, als bishcro geschehen, zuVerfahren; Dispurariones ; Programmata ; epistolaad A. R. qua catecherae cujusdam rostochienlis alio-rumque fuperstitionis patronorum inepti* iumma-tim recenlentur ac latiori discussions indignx de-monslrantur. , Er hat auch historiant Christiani Vrégis Danicc ; tabulas in univerfam philofophiam pra-cticam, ttllb poemata germanica-facra, moral ia, dra-matica See. heraus zu geben versprochen. Mol.

AMUL ARTUS, siehe Amalarius und Amidon.

AMULIO, Ober da Mula, ober Amuleus, (Marcus.Antonios) , zu Venedig aus einem vornehmen ado-lichen Geschlechte An. 1505 gebohren, studirte zudua, wurde in beyden Rechten Doctor, verwaltenuachgehends die ansehnlichsten Ehrcn-Stel'en zu ì'Tdua, war auch einer von den Triumviris. Durchseine Beredsamkeit setzte er sich insonderheit bey den