Band 
Erster Theil A - C.
Seite
361-362
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Z6r AMULON AMYNTAS

Venctianern in solches Ansehen/ daß sie ihn als Ab-gesandten an Kayscr Larolum V, König PhilippumII in Spanien, und den Pabst pium IV schickten.Dieser gab ihm das Bißthnm zu Verona, und An.i;;6 den Cardinals-Hut nebst dem Bißthnm zu Rie-ti, und dem Amt eines Bibliothecarii. Allein hier-durch ward die Republic gegen ihn sehr erzürnet, weil

r er wider ihre alte Gesetze, so den Ambassadeurs ver-bietet, von auswärtigen Printzen einige Gcschcnckeoder Bedienungen anzunehmen, gehandelt hatte, undmusten seine Freunde und Verwandte zu Venedig vieldarüber leiden. Doch dieses verringerte sein Ansehenam päbstlichcn Hofe gar nicht, und wäre er nach püIV Tode bey nahe zu seinem Nachfolger erwähletworden. Er starb als Decanus des heiligen Colle-giiAn. 1576,13 Martii zu Rom, und hinterließ initaliäuischer Sprache orationes ; in lateinischer unditaliänischer aber epistolas familiäres; tr. de subli-mi, genere dicendi, u. a. m. Ftt Padua hat er ein Col/legitim vor 12 junge venetianische Edelleute gestifftet,deren jeglichen man zum Unterhalt jährlich 60 Du-katen geben solte. Au. Ol. Gad. Pap.

AMULON, oder Amolon, oder Hamulus, ober Amu-lus, Amularius, oder Amolus, ein in der hebräischen

Sprache sehr erfahrner Ertz-Bischoffzu Lion, succedir-te dem Agobardo 841, l6 Jan. und schrieb äo ptx-

icientia, prxdestinatione divina, &c libero arbitrio ;collectionem sententiarum Augustini, welche Schrisst25 altt>ms mit Agobardi Wcrcken auflegen lassen.Trithemius legt ihm auch einen Tractat wider dieJuden bey, welchen Lhifletius unter dem NahmenRabani zu Dijon 1654 in 4 edirt, dabey er auch denVerfasser desselben vor einen Cisterci.nfer NahmensHrarganus, ausgegeben. Er starb 85z oder 854.Baluzitis in prxf. Sa. Fa.

AMULUS, siehe Amulon.

AMUNDISHAM, ein in der Theologie und andernWissenfchafften wohlcrfahrner engelländischer Benedi-ckiner Mönch, welcher um das Jahr 1450 im KlosterSt. Albani gelebet, und das Leben St. Frumcnrarü,des Abts zu St.Albanz eine Apologie vor denselbenUnter dem Titel clypeus ; epistolas und carmina ge-schrieben hat. Lei. Pit. Poslev. Fa.

AMUSCO ( so.) siehe Valverde.

AMWALDUS (Georgius), siehe an und von Wald.

AMy GLAS, ein pythagorischerPhilosophus, welchersich auf die Geometrie fleißig geleget hat. Jamblich.v ‘r. Pythag.

AM Y DEN U S, oder Amidenus (Theod.) von Hertz 0-stknbusch, rcisrtc mit dem Cardinal Andrea 2 lustriacouls Page nach Italien, kam nach seinem Tode wiederîu Deutschland und Holland, gieng so dann nochmahls"ach Rom ins deutsche Seminarium da er Advoca-«rs in ria romana wurde, und 162; de pierarekomana, it. de okstcio L» jurisdictione Datarii & deDatarix schrieb. A.

AMYNTAS, hat manstones gcfchrstben. Alianus.

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AMYNTIANUS, eilt griechischer Historiens, hatunter dem Kayser Anronino philosopho gelebt, »nddas Leben der Könige in Macédonien, Philipp und Ale-xander des Grossen, des Kaysers Augusti uitd Olym-piä der Mutter Alexandri, beschrieben, auch eincVcr-gleichung des Lebens Dionyiii und Domitiani herausgegeben. Ob er aber mit dem Amyntiano einerleysey, dessen der Scholiastes Pindarl gedenckct, lind dertXfQjinm geschrieben, ist noch zäveiffelhafft. Pbo.Fa.

AMYOT, siehe Amlor.

AMYRALDUS, oder Amyraut, (Moses), ein refor-mirter Theologus, zu Bourgevil in Touraine An. 1596gebohrcn, legte sich zu Poitiers auf die Rechte, underhielte An. 1616 den Gradum eines Licentiati, ergriffaber hernach die Theologie, gieng nach Saumur, undhörre Lameronem, wurde hie» auf Prediger zu SchAignair in der Landschafft d.u Maine, und bald daraufzu Saumur, allwo er auch An. 1633 die theologischeProfeßion bekam. Zwey Jahr vorher wohnte er demSynodo zu Charenton bey, und wurde von demsel-ben abgeschickt, der Reformirtcn Beschwerung demKönige vorzutragen. Einige Zeit hernach gab er eineSchrisst heraus, darinnc er die Lehre von der Gna-denwahl nach des Lamcronis Sätzen vortrug, unddadurch zu einem hcfftigen Streit Anlaß gab. DennMolinäun, Gpanhem, und andere beschuldigten ihn,daß er wider die Schlüsse des dordrechtischcn Synodigehandelt hätte, und es mit den Armimancrn hielte.Endlich wurde auf dem Synodo zu Alcncon beydenParteyen ein Stillschweigen auferleget, und da mandieses wenig beobachtet, An. 1645 auf dem Synodozu Charenton unter ihnen ein völliger Friede gestiff<tet. Eben dieser Synodiis erlaubte Amyralvo eine'Antwort auf Spanhenni exercitationes de grariaumversali heraus zu geben, welches aber viele Strei-tigkeiten verursachte. Sonst war er bey den großenLeuten sehr beliebt, und gegen die Arme ungemeinfreygebig; wie er denn die letzten 10 Jahre seines Le-bens die Einkünffte seiner Pfarre unter dieselben aus-getheilet hat. Er starb An. 1664 den 8 Jan. und hin-terließ, ausser einen einigen Sohn, welcher Parlaments-Advocat zu Paris gewesen, und nach Wiederruffungdes Edicts von Nantes sein Leben in Holland beschlos-sen, iinterfchiedliche Schrifften, welche, find declaratiofidei circa errores Arminianoruni ; defentio doctrinxCalvim de abfoluro decreto reprobanonis ; de my-sterio trinitatis ; exerciratio in ’orationein domini-cain; paraphralis inPialmos; irenicon, feu de pacereligionis ; difcursus de statu fidelium post mortem;dist’ertationes théologie® ; traité des relisions ; desélévation de la foi /’abaijjement de la raison; de lavocation des pasteurs; de l état des fideles apres lamort; Tabernacle, ou cinq Sermons fur V Epître auxHébreux chapitre IX vers Paraphrase aux Co-

loJfesfjTbeflaloniens ; de la souveraineté des Pois; duregne de mille ans; la vie de François de la Noué, ditBras de fer; bries Traité de la Prédestination ; stx, J 3 fermons