397 ANDREAS
ANDREAS, oder Andres, (Joseph), ei» Jefuite undProfessor Thcologiä zu Saragossa, aus Arragonicnbürtig, hat im 17 Seculo gelebt, und decorem Car-meli,iive inclyti ordinis carmelitani prœrogativas insynopiin redactas, heraus gegeben. Ant. AI.
ANDREAS, oder Andrews, ( Lancellotus ), ein cn-gelländiscker Theologus und Bischoff, war An. 1555zu Lvnden aus einem guten Haust gebohren. Er siu-dirte zu Cambridge, woselbst er auch Magister wur-de. Nachdem er anfangs bey Heinrich, Grafen vonHuntingron, und hernach an andern Orten einen Pre-diger abgegeben, trug man ihm ohne sein Anwerbendie Ober Aufsicht von Pembrockshall und das De-kanat zu Wesimnnster auf. Nach einiger Zeitwurden ihm die Bißthümer zu Ely und Salis-buri) angeboten, welche er aber ausfchlug; dochendlich das zu Chichester, darauf das zu Ely, und end-lich das zu Winchester annahm, welches er bis ansein Ende, so An. 1626 den 25 Sept. erfolget, behal-ten. Sonst war er auch bey den Königen Jacobsund Larolo I Allmoftnier und gchcimdcr Rath. Er-penium trachtete er aiif cigcncKosieii nach Engcllandzu bringen, daß er daselbst die iliorgcntändi,che Spra-chen lehren solle. Er soll 15 Sprachen verstanden,und sich durch feine Beredsamkeit in so grosses Anse-hen gcsetzct haben, daß Kömg Larl dessen Predigtennach feinem Tode zu sammeln, und an das Licht zustellen befohlen; wiewohl sie heut zu Lage wenig ge-achtet werden. Er paßirtc auch für einen der bestenCasuisten seiner Zeit, rmd brachte es einsmahlö da-hin, daß der Ertz-Bischoff zu Canterbury, George2 lbbot, welcher wegen eines aus Versehen auf derJagd begangenen Mords angeklagt ward, losge-sprochen und bey feinem Amte gelassen wurde. SeineEchrissten sind: concionesde ufurisSc decimis ; re-sponsio ad epistolas Molinœi ; a fpecch against twoJtidaical opinions of Mr. Trask , concerning Vüws;Anstoer to Card, Perron ; confutation of Beilarmin ;exposition of tbe decalogue; fermons upon Lords Prayer&c. Baker chronic. W, d.
ANDREAS (Martin.), ein spanischer Rechtsgclehrtervon Arragonicn, lebte im 17 Seculo, und schrieb de-ciíiones Rotœ roman®. Hendr.
Andreas (Vaierius), ein JCtus, gebohren zuDes-sel in Brabant, daher er sich Deffclium und Laxan-drum nennet, 1588 den >7 Nov. studirte zu Ant-werpen , aklwv er drey Jahr Anvreä Schott: Ama-ynensis war, und zu Douay,ward 1612 zu Laven Pro-wssvr der hebräischen Sprache, hernach 1Ü21 daselbstDocror Juris, 1628 Professor Jnstitutionnm, und*636 Bibliothecanus der Académie. Einige wol-len, daß er um das Jahr 164; gestorben. Huetiusüber meldet in commentât, de rebus ad eum perti-nentibui, daß er ihn noch an. 1652 zu Lövcn gespro-ßt», und Freundschaft mit ihm gemacht. SeineEchrissten sind : Petri Nannii in artem poëticam"oratiî commentarius posthumus cum supplémen-ts» weicher tu Lorrmrü Auflage vvm Horatio bc-
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findlich ; catalogus clarorum Hispanix scriptorurn;orthographia ab Aldo Manutio collecta cum libelle»de ratione interpungendi & distinctionum notis; vi-ra Petri Opmeeri , welche für dieses opere Chrono-graphie«) orbis- universi stehet ; imagines doctorumvirorum e variis gentibus , elogiis brevibus illu-strât®; collegii trilinguisbuslidiani inacademia !o-vaniensi exordia & progreliias ; de Toga ik Sago li-ve litterata armaraque militia disserratio; de linguoshebratc® laudibus, antiquitate, dignitate, neeeflita-te ; notationes ad Ovidii poënvarion Ibin , welchesMit Pontani selectis in Ovidii metamorphoiin ge-druckt worden; Erycii Puteani bruma cum notis;Bibliotheca belgica ; Henrici Kinfcbotti reiponla,ejus curaedita; fasti academici studii generalis lo-vanieniis; oratio aufpicalis pro bibliotheca iovani-enli; Job. Rand commeatarii methodici. ad régulasjuris utriusque'ejus cura editi ; llenr.Zcefii cora-mentar. in de-cretales cum erotematibus juris cano-nici. Sw. A. Nie. Hend.
de ANDREAS IIS (Osanna) , eine gelehrte Dominica-nerin von Mankna, 17 Jan. 1449 gebohren, war inihrem 14 Jahr in solchen Orden, leistete aber erst inihrem 50 Jahr Proseß, und starb 18 Jun. izo; imGerüche der Heiligkeit. Sie hat ein Buch von ih-rem eigenen Leben und 4; geistliche Briefe geschrie-ben, beydes aber hat Hieronymus von Mantua, derauch ihr Leben in italiänischer Sprache verfertiget,herausgegeben. Ech.
A N D R E A T I U S, stehe Andreas, ein Prediger-Mönch.
ANDREGHETTIUS (Andreghettus), siehe de Al-drighettis.
ANDREINI (Franciscus), ein italiänischer Comö-diant, aus der Bande, die sich Gelost nannte, lebteam Ende des 16 und Anfange des 17 Seculi, undschrieb einen dialogum unter dem Titel fo-avure del.Capitano Spavento. B.
ANDREINI (Joh. Bapt.) hat eine Tragödie laFk-rlà genannt, verfertiget, welche 1Ü06 zu Mcylandgedruckt ist. B.
ANREINI (Iiabella), eine in der Philosophie nicht»»erfahrne Comödiaimn in Italien, zu Ende des i6mtd Anfang des 17 Seculi, des fü rh ergehende n $ ran-cisti Ansrcini Eheweib, hat sehr schöne Verse ge-macht, die spanische und ftantzösische Sprache, wieauch die Music wohl verstanden, und ist in die Aca-démie de' Intente z» Pavia aufgenommen worden.Sie starb an einer unzeitigen Geburt 1604, 10 Jun.Ihre Briefe sind 1610 zu Venedig, und ihre Gedichte1605 zu Meyland gedruckt worden. B.
ANDRELÍNUS (Publius Faustus), ein gecröntrrund königlicher Poete in Franckrcich, von Forst inItalien bürtig, hat zu Paris über 30 Jahr die Poesie,Rhetoric und Sphäric dociret, auch die PsalmenDavids erkläret, uüd ist 1317 gestorben. Seine ta-teiuifchen Verse, welche wenig ästimiret werde», sindin den deliciis poëtarum itànrn zu finden, und von
Stephan»