Band 
Erster Theil A - C.
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401-402
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40i ANDRON ANDRONICUS

ANDRON, ein alter griechischer Medicus, von wel-chem man aber nicht weiß, wenn er eigentlich ge!c-bet, doch hat I). Schulyo aus einer S telle des Gale-ni so viel dargethan, daß er vor dem Erasisirarusfloriret, weswegen sich denn diejenigen irren, die a -sdem Andron und 2 indreao eine Person machen. Ermuß unterschiedene Medikamente erfunden haben;wiedenn Galcnug, Lelsiis, Scriboniuü Largus, Mriba-siuu :c. allerhand compolltiones -es 2inöronis ihrenSchrifften einverleibet haben. Rest.

ANDRON, ausEphesus, lebte in der 124 Olympia-de, hat von den sieben griechischen Weisen unter demTitel Tf/xoíjt , wie auch Svirlav p/A;»*-«»;de mago quodam Zoroastre fapientia; inventore, ge-schrieben , und ist der erste, der eine philosophische Hi-storie verfertiget. Es ist von seinen Schrifften nichtsmehr vorhanden. Jon.

ANDRON, aus Halicarnassus, hat eine eplromencognatioiuim verfertiget. K.

ANDRON, von Tejus,hat periplum geschrieben.Vo.ANDRONICIANUS’, ein christlicherPhilosophus,

. hat zwey Bücher wider die Eunomianer geschrieben-Pho.

ANDRONICUS I Comnenus , ein constantinopo-litanischer Kayscr, wurde n 85 in einem Aufruhr er-mordet, und schrieb dialogum contra Judseos, welchesgriechisch in Manufcript in der kayscelichcn Biblio-thcek zu Wien liegt, lateinisch aber in Canlfii lectio-nibus anriquis gedruckt worden. Lam. O.ANDRONICUS Pakeologussenior, ein griechischerKayser, wmdc 128 z zu Constantinopel Kayser imagtcn Jahre, war ein Feind der lateinischen Kircheund ihrer kehre von dem Ausgange des Heiligen Gei-stes, und schrieb expoiitionem quein ordinem tunctenuerint Metropoles patriarchali throno cpnstan-tinopolitano sudjeKa: , welche in Iacobi Goar ap-pendice ad Georg. Codini librum de officiis aulse 8ceccleiste constantinopolitans griechisch und lateinischstehet; scriptum contra Joanncm Veccum , und starb1332,12 Febr. nachdem er vorher blind und ein Mönchworden war. Eam. O.

ANDRONICUS, ein peripatetischer Philosophus,

. aus der Insel Rhodus , hat zu Ciceroni« Zeiten zuRom des Ariststelis Schrifften erhandelt, corrigiret,in bessere Ordnung gebräche und zu Rom am erstengemein gemacht. Er soll nach einiger Meinung dieParaphrasin über die Moral des Aristotelis, WelcheHemsius 1607 heraus gegeben, ingleichen den Tra-ktat î-xì welchen ^Höschelius drucken lassen,

Und paraphrasin in categorias, it. in physica Aristo-telis nebst andern Dingen geschrieben haben. Erstatuirte, wie Socrates, plato und andere mehr, daßdie Seele nichts körperliches, und an keinen Ort ge-bunden sey, noch zertheilet werden könne. L. Fa.Potpbyrius in vira Plotini.

ANDRONICUS Calliftus, ein Grieche von Thessa-lonich, war mit unter den Gelehrten, welche nach Ero-Gelehrc. Lexic. T. I

ANDRONICUS ANDROTION 40 r

tcrung der Stadt Constantinopel An. 1433 von denTnrcken vertrieben worden, und war in der Philoso-phie des 2irt!lott’üa wohl erfahren. Er lehrte zuRom, und lebte in dem Hause des Cardinals Lessa-rio» ; hatte aber so wenig Besold, baß er sich vonRom hinweg begeben muste, und nach Florentz gieng,woselbst er lauge Zeit Professor war, und einHgrosseMenge Zuhörer harte. In Hoffnnng aber in Franck-reich besser Glück zu finden, begab er sich zu den Zei-ten Ludewigu XI „ach Paris, und starb in sehr hohemAlter. Er mischte sich in keine andere Dinge, als dieseine Etudia angicngcn, und verstand die griechischeund lateinischo Sprache sehr wohl, pronuncirtc abernicht gut. Er hat de phystca lcientia 0 c fortuna u. «.m. geschrieben! B.

ANDRONICUS, mit dem Zunahmen Camaterus,ein Grieche in der Mitte des raten Seculi, lebte an desKaysers Manuclis Lomneni Hofe, dessen Verwand-ter er war, auch bey ihm die Stelle eines Wachtmei-sters oder Drungarii bediente, und schrieb hoplothe-

cam sacram & libellos antirrhericos contra latinos,welche in Allati 1 Gracia orrhodoxa stehen; difp. subManuelis Imp. nomine cum Doctore ArmeniorumPecro, de duabus in Christo naturis , welche in der

bayerischen Bibliorheck noch im MS. liegt. AiiatCon. Fa.

ANDRONICUS, von Constantinopel, lebte zu glei-cher Zeit mit demvorhergcbachten,und lehrte die grie-chische Sprache zu Bonouien. L.

ANDRONICUS (Alypius), sieheAlypius.

ANDRONICUS (Angeius), aus Venedig bürtl'g,warProfesser Theologia zu Padua, und starb daselbst 1629,

25N0V. st'oin.

ANDRONICUS ( Marens Livius), siehe Livius.

ANDRO N ICUS (Marens Pompiiius) , ein Syrer,hat zur Zeit Ciceroni« die Grammatie zu Rom geleh-ret, und sich sehr auf die Philosophie des Epicuri ge>lcget. Weil ihm wegen Nachlaßigkeit in seiner Pro-fession andere vorgezogen worden, hat er sich aufs Bü-cher-Schreiben applicirt, allein dabey wegen Armut,sein bestes Wcrck, nemlich annalrum Fnnii elenchos,unreinen schlechten Preis verkauffen müssen. Sve. L.

ANDRONICUS (Tranquillus Parrhenius), ausDalmatien, zu Ende des 15 Seculi gebohren, hatzurZeit Hetri MoseUani um izac auf der Universität zuLeipzig gelehret, eine orationem exhortatoriam con-tra Turcas, wie auch de laudibus eloquentste, nebsteinigen lateinischen Versen einet, worauf er sich nachLöv n zum Erasme begeben. 3 . Fa.

ANDRO STHEN ES Thasius, ein Historicus, hatzu des Alexandrin?. Zeiten gelebt, dessen Hauptmanner geweff und eine Beschreibung der Welt nebst andernSchrifften verfertiget. Vo.

ANDROTION,^ ein Akhenienser, der sich, nachdemer aus seinem Vaterlande vertrieben worden, zuMegara aufgehalten, und verschiedene Schrifften all-da verfertiget hat, darunter Attlda und vermuthlichC e auch