Band 
Erster Theil A - C.
Seite
463-464
JPEG-Download
 

APER

463 APELDORN APELLICON

ment erwiese, weitläufftig aus. Allein der Bischoffließ ihn in Verhafft nehmen, und nicht eher wiederlos, bis er von dem kayserlichen Regiment, so sich darmahlen in Nürnberg befand,und von des ApclsFrcund-schafft war, auch den Bischoff zum öfftern um Vcrfü-gung wegen seiner Loslaffmig angegangen hatte, einPœnal-Mandar erhielt, worauf Apel innerhalb 8 Ta-ge», nachdem ihm seine Aemter genommen worden,das Land räumen muffe; da er sich dann nach Wit-tenberg begab, darauf aber bey denen von NürnbergConsulent wurde. Er hat Iiagogen in IV iibros In-stiturionum ; tyrocinia juris, und methodicam diale-ct-ices rationem ad jurispruiienriam accommodatamgeschrieben. K. Hend.

APELDORN (Herm.), ein Carthäuser-Mönch,warPrior zu Colin, schrieb fermones dominieales ; depaiEone Dornini; de inllirurione novitioram, undstarb zu Coblentz 1472 den 17 Sept. Sw.APELLAS, ein Geographus von Cyrene, dessinSchrifft ds revus Delphicis, Clemens Alex. tut Pro-treptico anführet. Vielleicht ist dieser Apellas undder Apollas, deffen Buch von peloponuesischcn Städ-ten Athcnäus l. 9 anführet, ein Manir. Vo.APELLE8, ein^,vortrefflicher -Mahler aus der InselCous, lebte 422 Jahr nach Erbauung der StadtRom. Alexander der Grosse ließ sich allein von ihmmahlen, und seine Bilder sind den Originalen so ähn-lich gcweff, daß man einigen Personen aus der Be-trachtung ihres Contrefaits,, zukünfftige Dinge fürhcrsagen können. Ein Pferd hat er so natürlich gemahlt,daß die Stuten, als sie fnrbcy geführet worden, zuwiehern angefangen. Dasjenige, was er von derMahler-Kunst geschrieben, ist veriohren gangen. B.Plin.

A PELL ES, ein Ketzer, des Marcions Lehr-Jünger,hielt dafür, daß 2 Götter wären, ein guter und einböser, von denen dieser die Welt geschaffen, und dasGesetz gegeben habe; jener aber der Urheber desEvan-gelii und Erlöser der Welt sey. Diese Irrthümer hat-te er mit seinem Lehrmeister Marcion gemein, bis eraus dessen Versammlung verstossen worden, und dar-auf eine neue absonderliche Lehre angefangen, weicheer von einer jungen Wcibs-Pcrson, philumcncn, von' der er vorgab, daß sie von dem Heil. Geiste getriebenwäre, gefastet gehabt. Er glaubte diesem nach zwar2 Götter, darunter er iedoch nur einen vor den vor-nehmsten ausgab, von dem auch der andere böse ge-macht worden wäre, welcher die Welt erschaffen ; ver-karst das Gesetz und die Propheten, eignete Christoeinen aus der Lnfft gebildeten Leib zu, den er bey sei-ner Himmelfahrt wieder in die Elementen vertheiletund abgelegt hätte, leugnete auch die Auferstehung derLeiber. Epiphanius. Eu.

APELLES (Marthias), siehe vonEövenstein.APELLICON Tejus, ein Bürger zu Athen, hat zuden Zeiten des grossen Königs MichrivatisumsJahrbor Stadt Rom 638 gelebt, und nicht so wohl aus

APHTHONIUS 464

Liebe zur Gelahrhcit, als eine ansehnliche Bibliothekzu besitzen, viele Bücher, auch unter andern den Ari-stotclem um einen hohen Preis crkaufft, und vonder Frenndschafft Aristokclis mit Hermia, einem Ty-rannen der Atarnenser,geschrieben. Seine weitläuf-tigc Bibliothek ist, als 'Athen in dem 3 Jahr der 173Olympiade vom Sylla erobert worden, nach Romgekommen. Ea. L. Jan. Strabo.

APER (Marcus), ein berühmter Grammaticus, ausGallien gebürtig, that in der Jugend ansehnliche Rei-sen, besuchte auch unrer andern Britannien oder Engel-land, und verfügte sich sodann nach Rom, woselbst ernicht allein, nachdem er das Bürger-Recht erlanget,verschiedene Ehrcn-Stellen erhalten, und bis zu derWürde eines Prätoris gestiegen, sondern auch durchseine ausnehmende Beredsamkeit vor Gericht sich ei-nen grossen Nahmen gemacht; Erbesaß eben keinegroße Gelehrsamkeit, seine natürlichen Gaben aberwurden vor unvergleichlich gehalten; daher auch sei-ne Feinde, die ihn wegen des ersten getadelt, seinemRuhm keinen sonderlichen Abbnrch zu thun vermögendgewest. Er starb, wie man wahrscheinlich muthmastset, um das Jahr Christi 83. In dem dialogode cauiis eloquenriac corruptse, der von einigen Ta-cils, von andern aber (Lvíntíliano beygeleget, undmit deren Werckcn zum öfftern aufgeleget worden,wird seiner gedacht, und er nebst andern redend ein-geführet, welches vermuthlich die Bencdictincr von derCongrégation S. Mauri veranlasset, daß sie diesenAprum selbst vor den eigentlichen Verfasser diesesDialogi ausgegeben, in der histoire lit. de la Francer. I. ÍÍL.

APERBACH (Gortschalck), ein Makhematicus zuErfurt, hat edipseos lunarisanno 1573 furuta? epi-logiiinmn & typutn heraus gegeben.

APHAREÜS, ein Sticff-Sohn des Jsocrariü vonAthen bürtig, hat in der 92 und »och in der 109 P*lympiade gelehrt, und ausser verschiedenen Orationen37 Tragödien geschrieben. 8. Pw. Ea.

APHERDIANUS (Petrus), aus Geldern, Reetotin Harderwick und hernach zu Amsterdam, florirteuMi;6o, und schrieb carmina,. epigrammara moral iàltirocinium linguœ latinœ; inlliturionem pueroi'U 111und methodum legendi Lc dileendi formulas latin*linguaE. A. Sw.

APHRODIS 2 EUS (Alex.), siehe Alexander Ap^'diiiensis.

APHRODISIANUS, ein persischer Historiens,in griechischer Sprache Orientem beschrieben, bavoin der kayserlichen Bibliothek zu Wien ein Excerpt"im M8. befindlich. Es ist unbekannt, wenn erbet. Hippolptus Thebanus gedencket dessen in >

Nem Llironico. Ea.

APHTHERIUS, hat das Leben Christi inelegüM"Versen beschrieben. K.

A P H T 11 0 N I U S, siehe Jehannes.