;sz ARCHAGATHUS ARCHANGELUS
nannte mittlere Académie, war sehr freygebig, hieltdavor, daß man in keinem Dinge eine rechte Gewiß-heit habe, das Wahrhafftigevon dem Falschen zu un-terscheiden; und schrieb Epigrammata und Episteln,von welchen plutwchus einige anführet. Endlichstarb er in dem 4 Jahr der 134 Olympiade truncke-ner Weise unverheyrathet ; ohngeachtet er ein grosserLiebhaber von Frauenzimmer war. Sonst hat nochein Arcestlaus Comödien, und ein anderer Elegien ge-schrieben. Laer. 8 . Scan.
ARCHAGATHUS, ein Sohn des Lysanias vonPeloponnesus gebürtig, soll nach Plimi Bericht unterallen griechischen Aertzten der erste gewesen seyn, dersich nach Erbauung der Stadt Rom An. 33 5 daselbstniedergelassen. Ob man ihm nun gleich zu Anfangeda s Bürgerrecht ertheilet, auch auf gemeine Kosteneine eigene Bude gekaufft. und sonst allerhand Gewo-genheit erwiesen hat, so wurde er doch wegen seinerdurch Schneiden und Brennen vorgenommenenchirurgischen Operationen so verhaßt, daß er nach-mahls den Beynahmen eiues Scharffrichters davongetragen. Bey dem Lclso und Löl. Aureliano wirdein Pstaster dieses Archagathi angeführet. Cle. Plin.Ke.
ARCHAIMBAUD (Benediftus), ein Mitglied vonder Congrégation des Oratorii, gebühren zu Lyonden n Jul. An. 164g, studirte erstlich in seiner Vater-Stadt bey den Jesuiten, da er den nachmahligen kö-niglichen Beichtvater ve la Lhaise zum Lehrmeisterhatte, nach diesen aber zu Mans, Saumur, und Pa-ris, worauf er sich An. 1663 zum Priester weihenließ. Als er hierauf an verschiedenen Orten die Phi-losophie, ingleichen die Theologie gelehret, ward erbey dem Könige angegeben, als ob er die bekanntefünss Propositiones nicht nur billige, sondern auch ineiner Disputation vertheidigt habe, daher er in einHaus ohuweit Paris verwiesen, und ihm das Lehrenin dem gantzen Königreich verboten wurde. Alleinso bald der König anders von der Sache unterrichtet,worden, bekam er seine Freyheit wieder, lehrte auchaufs neue die Theologie, und wurde bald hernach inVienne zum Superior erwehlet. An. 1685 ließ er sichzu den berühmten Mißionen in der Diöces von Mont-pellier gebrauchen, und ward sodann r686 Superiorin seiner Vater-Stadt, woselbst er auch den 2; Aug.1688 mit Tode abgieng. Man hat von ihm : abrégébißorique du droit canon , contenant des remarques furle decret de Gratien, avec des dissertations. HL.
ARCHANGELUS, schrieb 164g zu Rom von denSchwachheiten des menschlichen Lebens. K.
ARCHANGELUS de Alarcon, stehe de Alarcon.
ARCHANGE LUS, ein Mönch zu Monte Caßino,vonLonato gebürtig, hat 1585 zu Venedig Heras cantio-nes, welche auf Weyhnachten und in der Marter-Woche zu gebrauchen sind, heraus gegeben. Wion.lign. vir. Hend.
ARCHANGELUS, ein Neapolitaner, war aus demOrden der heil. Dreyfaltigkeit, und hielt sich im Klo-
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ster zu Cava auf, besten Historie er auch beschriebenhat, welche, wie Wion Jign. vire gedencket, zu Vene-dig 159; in 4 gedruckt worden. Fa.
ARCHANGELUS Romanus, ein Prior derer Eö-lestiner und Parochianus zu Rom, in der Kirche drG. Maria vcll' el)rso, gab 164 p drey Bücher her-aus, de privilegiis religiosorum Lc non religiolb-rum. To.
ARCH ARDUS, siehe Achardus.
ARCH ARDUS, ein Cistercienser-Mönch, lebte umdie Mitte des 12 Seculi, war ein guter Philosophasund Theologus, und Magister Novitivrum zu Clair-vaup zu des heiligen Bernharde Zeiten. Er schriebdas Leben des heiligen Gczelini, weiches Arn. Ra>-slus ebiret hat, und einiger Vorgeben nach, etlichekurtze Reden zum Nutzen und Gebrauch seiner Novi-tiorum. ?in. C.
ARCHEBULUS, ein lyrischer Poet, aus Theben,storirte in der 120 Olympiade, und erfand ein genuscarminum, so nach seinem Nahmen Archebulium ge-
. nennet wird; seine Schrifften sind nicht mehr vor-handen. Fa.
ARCHDECKIN (Richard), ein irrländischer Jesuite,gebühren 16 iy, lehrte zu Löven und Antwerpen mitgrossem Ruhm, starb in hohem Alter, und hinterließ
mât. de Miraculis; theologiam polem. practicamsacram ; theologiamapostolicam; epitomen vire &miraculorum S. Patritii Hiberniae apostoli See. AI.
ARCHEDEMUS, ein Diakeetieus, welchen Ciceroin CuLullo anführet. H.
A R C H E D E M U S, oder Archidemus, ein stoischer Phi-losophus von Tarsts, schrieb <pm>is und »**»' -----%tim, uttb wird von Menagio mit dem fürhergehen-den für (im Person gehalten. Laer.
ARCHEDEMUS, ein stoischer Philosophus von A-the», gieng nach Parthen,um die Lehren dasiger Wei-sen zu lernen. ' Einige halten ihn mit dem vorher-stehenden vor einerley, wie denn auch Menagius beymLaertio an stat Känvaio: beym Srrabone âuganvò*liefet. Plu. Fa.
ARCHEDICUS, einPoeteundEomödien-Schreiber,dessen Polpbius gedencket, hat unter Alexandro undprolomao I gelebet. Von seinen theatralischendichten werden etliche als íixy.«gráì/uv undangeführet. At. S. Fa.
ARCHEDUNUS, siehe Aschedunus.
ARCHELAUS, ein König inCappadoeien, lebte znden Zeiten Auguste, hielt es anfangs mit Antonio,wurde aber hernach mit Augusto ausgesöhnet, »nbbekam von demselben nebst seinem Königreich ^nen Theil von Cilieien und klein Armenien, fiel aberhernach bey Tiberio in Ungnade. Er hat mgl -und de agriculrura geschrieben,welcher Bücher plinivound plmarrhus gedencken. 8.
A R C H E L A U S, ein griechischer Philosophus zu Athen,von Mileto bürkig, so 444 Jahr vor Christi ©«>**.in der 84 Olympiade gelehrt, war ein Discip^^,