Band 
Erster Theil A - C.
Seite
505-506
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jof ARCHELAUS ARCHIAS ARCMIBALDUS ARCHILOCHUS 506

2 lnaxagoras, von dem er in wenigen Stücken abgicn-ge, und Soceatis Lehrmeister. Er leitete alle mate-!rialifche Dinge aus denPartibussimi!aribusher,undhielt die Sitten der Menschen vor indifferent z gíaubíte auch, daß der Unterscheid des Rechten und Unrechtten nur von menschlichen Gesetzen herrühre,und schriebein physikalisch Merck oder eine Physiologie, inglci-chcn einige Elegien. Laer. B. Fa.

AR C HE LAUS, ein Bischoffzu Carrha in Mesopo-tamien, hat im 3 Seculo um 277 gelebet, und mitdem Ketzer Mancs, als er einen vornehmen Manndurch einen Brief verführen wollen, eine Disputationangetreten, welche in syrischer Sprache geschrieben,und ins Griechische,auch Lateinische übersetzet ist, wo-durch er denselben in grosse Confusion gesetzet. DieA&a feiner Disputation mit dem Manichäer oderManès stehen vollkommen in L. A. Zacagni collecta-neis. O.

ARCHELAUS, ein Poet, welcher aus Chersvnesus,oder Egypten bürtig gewest,schrieb ihatpu», s. czrmen depropria cujusque rei natura, dessen A»aevtlUs UNdAthcnaus gedencken. Laer. B.

ARCHELAUS, oder Asclepiades, ein griechischerPoet zu Alepandri Magni Zeiten oder bald hernach,hat unter andern ein Epigramma auf die Statue Ale-pandri Magni, die Lysippus gemacht, geschrieben,welches in der Anthologia Grxcorum stehet. Fa.Laert.

ARCHELAUS, ein gebohrner Egyptier, lebte zu denZeiten Ptolomar PhilaOelphi, und dedicirte diesemKönige sein Buch de Historia naturali, welches in ge-bundener Rede geschrieben, aber auch längst verloh-ren worden. Ob er mit demjenigen Archilao einePerson sey, dessen Arhenaus erwehnet hat, ist nichtausgemacht. Cle.

ARCHELAUS, ein Redner, hat eine Rhetorik hin-

terlassen. Laer.

Archelaus, aus Cypern, hat einige Sachen vonGtesichoeo pubkieirt. Pho.

ARCHEMACHUS, siehe Arcbimachns.Archen NUS, ein Historiens oder Grammaticus.Hend.

e ARCHEONIBUS, siehe Archionius.iRCHESTRATUS, ein Discipel des Tcrpsion,von Syracusa, oder von Geloe, hak eine Gastrono-wiam, wie mau sich in Essn und Trincken der Wol-lust recht ergeben könne, in Versen, und auch de tibi-cinibus geschrieben. Ar. Vo.

‘RCHETIMÜS, ein Syracusaner, hat im Anfangdes persischen Reichs zur Zeit der sieben Meisen inGriechenland gelebet, zuerst eine historiant philoso-kbicam aufgesetzet, auch des Thalctis und andererWeist,, llmgang mitCypselo beschrieben. Laer. Jon.RCHjas (Aulus Licinius), ein Poet von Antia-ren, hat sich zu Rom aufgehalten, und ist von Eice-vone, den er in der Poesie unterrichtvt, im letzten ,

Jahre der 179 Olympiade, oder im ersten Jahr deri8o Olympiade, als man ihm sein Bürger-Recht inHeraclea wolte disputirlich machen, defendirct wor-den: und hat ein Gedichte voiFdem Kriege wider dieCimbrer und einige Epigrammata verfertiget, von de-nen wir nur »och wenige in der Anthologia übrighaben. Daniel 2 llsworch hat dieselben zu Rom 1595besonders mir Notendrücken lassen- Cic. proArchia.Fa.

ARCHIBALDUS, siehe Sirnlbnins.

ARCHIBIUS, ein Grammaticus und Sohn desApollonil Dioscori, schrieb enarrationem epigramma-tum CalJimachi. S.

ARCHIBIUS, ein Sohn ptolcmäi von Akepandria,war ein Grammaticus, welcher zu Rom unter demKayser Hadriano gclehret, und Scholia in Homemmgeschrieben hat, welche verlohren gegangen. S.Fa.

ARCHIBIUS, ein Medicus, von welchem man wei-ter nichts weiß, als daß er nach Plinü Zeugniß einzur Physic gehörigesBuch, dem Anriocho, einem Kö-nige von Syrien, zugeschrieben habe. Galenus ge-dencket auch eines Archidii, es ist aber ungewiß, ob ermit diesem eine Pcrson,odcr ob er von selbigen: zu un-terscheiden sey. Piin. Ke.

ARCHIDAMUS, hat de infinitis bellorum suniti-bus geschrieben. Plu.

ARCPIIDEMUS, siehe Archedemus.

ARCHIDEMUS, ein alter Medicus, welcher de 7MI-lomedicina geschrieben, davon noch etliche Stückeübrig sind, und zu Basel 1537 unter den Scriptori-bus veterinarix- medickioe gedruckt worden.

ARCHIGENES, ein Medicus von Apamea ausSyrien gebürtig, hatte die Artzney - Kunst bey demAgaehinus erlernet, und pracncirte zu Rom zu Do-minant, rlervä und Trajani Zeiten, und soll im 6ztenJahre seines Alters verstorben seyn. In der demGalenus fälschlich beygelegten introduct-ione wird ervor den Urheber einer neuen medicinischen Secte aus-gegeben, welche EdeÄica genennet worden. Er hatsehr viele zur Medicin gehörige Bücher, z.E. de omi-tu capiilorum; de febribus; demusculis,' de mor-bis chronicis ; de balneis , davon ein Fragment INActii Amydeni Tetrab. stehet epistolas médicina-les &x. geschrieben, die aber längst verlohren sind,dochkan man bey demAerio unterschiedene fragmenta vonselbigen antreffe», wie denn auch Galenus selbst seineSchrifften ästimirct, und zumöfftern angeführet,auchsonderlich seine Geschicklichkeit in der Pharmacie vorandern gerühmt hat. Galenus. Cle. S. Fa.

ARCHILOCHUS, siehe Antilochus.

ARCHILOCHUS, einPocte vonParos, hat, wie-Herodotus und Lieero bezeugen, zu des Gygis Zeitenoder da Romulus regiert,um die > 5 Olympiade florirt,die jambischen Verse erfunden, und wider Lycambum,der ihm seine versprochene Tochter nicht gegeben, eineso scharffe Satyr geschrieben, daß sich solcher deswe-gen rrhencket, welches auch nach einiger Meinung des-Ji; stn