ÄUßERT
AUBESPINE
AUBESPINE
AUBIGNE 620
'€ 19
ÄUßERT (Petras), ein ^Ctus.gebohren 1642,9 Febr.ju Lyon, schrieb, als er in seinem 16 Jahre den Ro-man le voyage deF Isled’ Amour gelesen, /e retour deV hk d’Amour , trieb seine Studien zu Paris, undvertheidigte nach seiner Wiederkunfft zu Lyon einigeRechts-Händel, ließ aber diese Lebens-Art wegen sei-ner schwachen Gesundheit bald fahren. Er wurdedaraus Procureur du Roi dans la juridiction de laconservation des privilèges des foires de Lyon.1700 erwehlte ihn die Stadt Lyon zum Schoppen,und einige Zeit daraufward er Procureur du Roy dela Police und Juge de F Archevêché 8 c Comté deLyon. Er war einer von denen, welche zu Lyon dieacademischen Versammlungen zu halten anfiengen,die >725 durch ein Patent von Könige unter demNahmen der Académie des sciences & des belleslettres bestätiget wurden. An. 1728 kam sein Ditfio-mire de Ricbekt mit viel Zusätzen aus der Gramm«-tic, Historie, Critic und Jurisprudentz vermehrt, in3 Bänden in fol. woran er 15 Jahr gearbeitet hatte,und 18 Jahr vorher sein Recueil des sadnms in zweyQvart-Bänden heraus. Seine übrigen Schrifften
sind Differt. fiir lespleureuses à gage, que les Anciensmettaient dans les convois funebres,\x>ûd)t in bat Nou-velles literaires j Dijf.sur V usage des Etriers, welchetlt bit’Bibliothèque françoise zu finden. Er hattesich einen grossen Vorrath von Büchern gesammlet:und da er bey seinem hohen Alter befürchtete,es möch-te derselbe nach seinem Tode zerstreuet werden, truger solchen dem Schoppen-Collegio 17z i zum Kauffean, welches ihm 2000 Livres jährliche Einkünffte, solange er leben würde, und nach seinem Tode, dessennächsten Anverwandten 500 Rthlr. dergleichen jähr-liche Gelder zugestünde. Er behielt den freyen Ge-brauch der Bücher bis an das Ende seines Lebens,undstarb 17-33, i8 Febr. zu Lyon. Nie.
ÄUßERT (Renatus), siehe de Vertot.
AUBERTIN (Edm. ), siehe Albertinus (Edrnundus).
ÄUßERT (Johannes), einfrantzöstfcherMediciis,hat-te zu Montpellier studiret, practicirte zu Paris gegenAnfang des l7 Seculi, schrieb de restituenda & vin-dicanda medicin® dignitate apologedeum, gab auch/’ antidote d’amour heraus, und machte sich hierdurchso bekannt,daß man gedachte Piere zuDelfti66z,i2wieder auflegen lassen. Anci. Nie.
d’AUBESPINE, oder Albaspinasus, (Gabriel), einBischofs zu Orléans, war wegen seiner Wistenschafftin allen Stücken der geistlichen Antiquitäten, inglei-chen wegen der Anmcrckungen, so er über unterschie-dene aurores eecletiallicos, Über einige Canvues undConcilia, und sonderlich über den Optatum Milevita-num, gemacht hat, berühmt. Den Tractat, welchener wider R-galtmm über eine gewisse Stelle in demTertulliano geschrieben, hat er in der Absicht Cardi-nal zu werden verfertiget; es schlug ihm aber fehl.Seine übrigen Schrifften sind obscrvationes eccle-siastiae; de antiquis eccleli* ritibusi annoratioues
in canones concilii elibertini. An. 1619 machte ihnder König zum Commandeur seiner Orden; Weilersich aberdurch seine Verdienste bey einigen Ministernsehr verhaßt gemacht, so wurde er aus seinem Bi-schoffthum verjagt, und starb den 15 Aug. An. 1630zu'Grenoble. Sa.
d’ AUBESPINE (Magdalena), eine Frau zu Villeroyund Tochter Llaudii von Audespine, wurde 1546an den Staats - Secretarium Neufville vermahlet,ist wegen ihrer Schönheit und Verstandes sehr be-rühmt gewesen, und hat unterschiedene Schrifften ingebundener und ungebundener Rede, wie auch unter. andern eine Uebersetzung der Briefe des Ovidii ver-fertiget. Sie starb 1596 den 17 May. Cr.HL.d’A U B IG N A C, siehe Hedelin.d’ AUBIGNE (Theodorus Agrippa), kill Ritter,Herr von Surineau und Murray, Gouverneur vonMaillezais und Vice-Admiral in Poitou, war auf demSchlosse S. Maury, nicht weit vonPons in Lainton-ge, An. i;;c> den 8 Febr. gcbohren, übersetzte bereitsin feinem achten Jahre des Platoms dialogum, Critongenannt, aus der griechischen in die frantzösische Spra-che, weil ihm fein Vater versprochen, daß er dieseUebersetzung drucken lassen, und derselbigen sein Bild-niß voransetzen wolle, welches doch niemahls gesche-hen ist. In dem folgenden Jahre wurde er nach Pa-ris gebracht, und Match. Beroalds, einem Vetter desberühmten Oatadii, zur Unterweisung übergeben, mitdem er aber kurtz hernach in grosse Gefahr gerieth,im-massen sie bey der um diese Zeit vorgegangenen Ver-folgung der Protestanten ohnweit Milly in Gatinoisauf ihrer Retiradc gefangen genonlmen, und derJn-qvisition übergeben, auch von derselben zum Feuerverdammet worden: wiewohl ihnen die Nacht daraufselbst von dcm Gefangen-Bewahrer, die Flucht ange-rathen, auch die Gelegenheit dazu verschafft wurde.Als er hierauf zu Orléans die Pest überstanden, ß* frieth er nach seiner Genesung auf eine unanständigeLebens-Art, daher; ihn sein Vater, der ein Comman-do zu Orléans hatte, in einem groben und schlechtenKleide in der Stadt herum führen ließ, um sich eistHandwerck, das er lernen solte, zu wehlen; welchesSchimpf ihm aber so nah gieng, daß er aufs neue isteine schwere und tödtlicheKranckhcit fiel. Nicht lawgc hernach starb sein Vater an einer in der Belagsruug von Orléans empfangenen Wunde, bcß aber wviel Schulden hinter sich zurück, daß er auf dessenGüter und übrige Erbschafft zu renunciren gcnöth'gttwurde. Als man ihn hierauf in seinem iz Jahre namGenev geschickt, war er schon in seinen Studien Iweit gekommen, daß er nicht nur das Lateinische,G" 'chische undRabbinische ohne Puncten fertig lesen,»'auch ohne ein Buch vor sich zu haben, wiederum •klaren konte, sondern auch nach seinem eigenen *> 'richt in einem Tage so viel lateinische Verse mach"/ ^ein noch ziemlich fertiger Schreiber in foldicr c &schreiben können. Da er nun dem ohngeaclM »zwar aus keiner andern Ursache, als weil er