6rz AUDA AUD&ÜS
AUDA (Domin.), ein Franciscaner von Lantusca mder Graftchasit Nizza, war ein Priester und anfangsin dem Kloster St. Francisci ad Ripam zu Rom, her-nach in dem Hospital St. Spiritus in Saxia Aroma-karius, floriere in der andern Heifftc des 16 Seculi,und schrieb Compendium secretorum in 4 Theilen;Praxm piiarmacbe. Ol.
AUDEBERT (Ambros.), flehe Autpertus.
AUDEBERT (Germanus), ein berühmter Rechtsgk-lehrterund vortreflicher Poete von Orléans, studirtezu-Bononien unter Alciaeo, und schrieb unter andernSchrifften Lob Sprüche der Städte, Rom, VenedigUNd Neapolis, welche in den deliciis poerarum Gal-lorum stehen. Er wurde unter die Zahl der Rittervon St. Marcus zu Venedig aufgenommen, und zumAufseher in der Steuer-Kammer »uOrleans gemacht.Der Pabst Gregorius XIII belohnte ihn wegen fei-nes Gedichts von der Stadt Rom auf eine gleicheArt wie der Rath zn Venedig, indem er ihm gleich-falls die Würde einesRitters beygeleget. Er begnüg-te sich in seiner Vater-Stadt mit der Charge eines sogenannten Elu, die er 52 Jahr mit grossem Ruhmverwaltete; wiewohl der König, als er mitlerweilebey »der Election in Franckreich einen Präsidentenund Lieutenant bestekete, aus einer sonderbaren Hoch-achtung gegen ihn ausdrücklich verordnete, daß er vordiesen beyden Zeit seines Lebens den Rang und Vor-sitz haben solte. Er starb den 24 Dec. 1598. L.i>am.
AUDEBËRT (Matth*UJ), hat flores D. Bernhardigeschrieben. H.
AUDEBERT (Stepb.), eiltfrantzösischcr Jesuit vonBellay in der Diöces Limoges, gebohren 1592, ist zuPalo den zoJul. 1647 gestorben, und hat oputcula
varia contra hireticos ; rr. de angelo custode ; ex-plicariones quorundam locorum S. Augustini circaeucharistiam; Theodoretum explicatum & Gelafiilib. de duabus nararis; rriumphos veriratis de trans-substantiarione & purgatorio, wie auch deelaratio-nem decreti constantienfis hinterlassen. AI.
AUDE JAN TIU S (Hubert.), ein Doctor Theologia,aus Brügge, Canonicus und Pönitentiarius daselbst,hat Noten über den Prudentium, nebst einigen Car-minibus gemacht, und ist 1615, Octobr. im 41 Jahrgestorben. W, d. A.
AUDELAUS, ein italiänischer Presbyter, lebte umsJahr 700, und schrieb das Leben 8. Eortunati, wel-ches in den Actis SS. Tom. I im Junio stehet. Ea.
AUDENTIUS, ein spanischer Bischoff,im 5 Seculo,hat wider die Manichäer, Sabellianer, Arianer undPhotinianer geschrieben. Gen. Ea.
AUDEON, siehe Dado.
AUDEUS, ein Ketzer aus Mesopotamien, lebteums Jahr342 unter demKayser Lonftantio, und lehrrte,GOtthabe eine menschliche Gestalt, und nach derselben denMenschen erschaffen; hielt das Osterfest auf jüdischeWeise, und glaubte,-dir Finsterniß und das FeuerGelehrt. Lexic. T1.
AUDICANA AUDIGUIER 6:6
hätten keinen Anfang rc. Seine Anhänger wurdendaher Audeaner genannt, oder Anthropomophitru.Er war sonst exemplarisch, gelehrt, und wohl belesen,aber dabey lehr eigensinnig; er predigte scharff widerdie Laster der Geistlichkeit, welches ihm auch so groffeVerfolgung erweckte, deß er von dem Kayscr <loivstankio bis m Scythien ins Elend verwiesen ward,von dar er unter die Gothen gegangen, und viele ;mnchristlichen Glauben bekehret hat. Epiphanius, Tsteo-dorecus.
AUDICANÄ (Ant.), ein spanischer Franciscaner-Mönch aus dem Anfange des 17 Seculi, hat zuPampelona Gonciones quaäragestmales heraus gege-ben. Ant.
AUDIEERET (Hercules), ein General von der Con-grégation der christlichen Lehre, war einer der berühm-testen Redner seiner Zeit, gebohren zu Carpentras, 15May t6o;, schrieb Ouvrages de pieté in 3 Tomis,Lelch-Reden, und starb 16 April i6;h. Mem.
aUDIFFRET, (Jo. 8aptista),ein gelehrter Frantzo-se, war in Provence aus einem adelichen Geschlechtgebohren, und wurde An. 1698 von seinem Königeals Extraordinair-Envoye nach Mantua, Parma undModena, nachher» aber 1702 mit eben diesem Cha-racter an den lothringischen Hof abgeschickt, von ban-nen er erst An. 1732 wiederum zurück gekommen. Erstarb zu Nanci den 9 Jul. 1739, ohngefchr im 76Jahre seines Alters, und hinterließ eine Geographieancienne , moderne historique, welche in Parts zu
unterschiedenen mahlen in 3 Voll. heraus gekommen,ob er gleich dieselbige nicht völlig zustande gebracht,immassen annoch Spanien, Italien, und ein Theil derTürckey dazu komme» sollen. HE.
d' AUDIGUIER, ein Frantzose, hieß mit seinem Vor-nahmen Vitalis, und war in der Diöces von Rhodes,oder wie andere wollen, zu Naiac, ohnweit Villefran-che in Rovergve aus einem adelichen Geschlecht ge-bvhren, diente sehr lange unter der königlichen fran-zösischen Armee, und wurde endlich um das Jahr1630 umgebracht. Er schrieb le vray stf ancien li-stage des Duels; phi/ostophie Soldate ; amours de Ly-Jandre & de CalUfte ; amours d' Aristandre deCleonjce; la Flavie; la Minerve, welches meist Roma-nen in Versen sind. Von seinen Poesien siehet eingrosser Theil in dem Nouveau Recueil des plus beauxvers de ce tems, die zu Paris An. 1609 heraus gekom-men ; andere aber sind unter dem Titel: les œuvrespoétiques du Sieur d' Audiguier, An. 1613 und 16x4in 2 Voll. zusammen gedruckt. Solisten hat er auchdie relations de Marc d’Obreyon; illgleichen die Nou-velles des Miguel Cervantes, n. a. m. aus dem Spa-nischen ins Frantzösische übersetzt, ob er aber auch,wie einige vorgeben, der« Traccat des spanischen Jesui-ten ve Rovrigues, von der christlichen Vollkommen-heit, ins Frantzösische gebracht, das wird annoch voneinigen in Zweifel gezogen. Sein Vetter, dessen Vor-nahmen nur nach den Anfangs-Buchstabrn P. D. be-R r kannt,