Band 
Erster Theil A - C.
Seite
633-634
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6 z z AVERANI AVERARIUS

Rom, ingleichen auf die Académie zu Padua beruf-fen, allwo er mit Versprechung einer grossen PensionMeravio Ferraris fuccediren solte. Er schlug aber,aus Liede zu seinem Vaterlande, alles ab. Von demFrauenzimmer war er kein Freund, sondern flöhe denUmgang mit demselben, und starb 1707,28 Decemb.an einem Schlagflusse. Er hatte eine besondere Hoch-achtung vor den Platonem, welchen er allen Philoso-phis vorzog, und war ein Mitglied der Académie dellaCrusca, wie auch de gli Arcadi zu Rom. SeineSchrissten sind orationes latin® XXX; Dissertatio-ses in Anthologiam LXXVI ; Dislertationes in Thu-cydidem LVIII z Dislertationes in Euripidem XXVI ;Dislertationes in Livium XXXI ; Dislertationes inVirgilium XL V ; Dislertationes in Ciceronem XCII ;Epistol* familiäres ; carmina latina & graeca, wel-che lateinische Wercke 1717 nebst des, Verfassers Le-bens-Befchreibung zu Florentz in 3 Voll. in folio zu-sammen gedruckt worden. Ausser denselben hat mannoch vou ihm zehn Dissertationes in italiänischer Spra-che, über das vierte Sonnet des Petrarchä, à.Nie. Lami.

AVERANI (Joseph), ein JCtus, gebohren 1662 den20 May zu Florentz, war Lcncvicti Averani Sohn,studirte in seiner Vaterstadt, und ward bey noch jun-gen Jahren Professor Juris zu Pisa. Der Großher-zig Cosinus trug ihm die Stelle eines Richters inder Rota florentin« auf, ob es schon wider die alteGewohnheit war, einen Einheimischen zu dieser Wür-de zu erheben. Der König Victor Amadeus vonSardinien, ruffte ihn nach Turin, die Rechte daselbstzu lehren, welches er aber aus Liebe zu seinem Vater-lande ausschlug. Er war nebst der Jurisprudentzauch in andern Wissenschafften wohl erfahren; wietr denn verschiedene geometrische und astronomischeAnmerckungen, so zum Theil gedruckt worden, aufge-setzet; ingleichen vielfältige Proben von seiner grossenErfahrung in der griechischen und lateinischen Dicht-Kunst abgeleget, die Alterthümer erläutert, zu derneuen Ausgabe des Wörter-Buchs der Académie dellaErufta verschiedenes beygetragen und selbst zu Pisaeine neue philosophische GescllschafftdegliOppreslige-»ifftet. Erstarb zu Florentz 1738 den 24 Augusti.Man hat von ihm Inrerprerationes juris; IX Lezio-sopra la paßione di N. S. Gießt Cbrißo ; er edirteö Ud) seines Bruders Nicolai Averani Commentar. demenlibus xgypriacis. Nach dessen Tode kamen Lezio-n J toscane deU' Auvocato Giuseppe Averani, accademico

wüa Crusca, heraus, von denen der erste Theil 1744iu florentz gedruckt worden. Der Marchese Nicoli-' gab 1746 zu Rom heraus: Delle Lodi di Giusep-* P e Averani orazione reettata s anno 17-4 s nella pubti-adunanza deü' Accademia della Crusca, in morte"" n ‘edefimo. AE.

*VERARIA (Anton), siehtAverarius. •

R ARIUS, oder deAveraria, (Anton), ein Ear-'kieiiter.Mönch aus Mayland, ist Bapt. Mantuani

AUERKAO» AVERROE8 6;4

Schüler gewesen, und 1509 gestorben, in welchemJahre seine sermones de virtutibus zu Mayland ge-drückt worden. Man hat auch von ihm artium epi-tomen; epistolas ; carmina. Fa.

AUERBACH (Abr.) siehe Koesfeld.

AUERBACH (David), ein Doctor und ProfessorTheologiä extraordinarius zu Leipzig, nachgehendsaber Superintendent zu Borna, schrieb problematheologicum: an CalvinianusinfualentenriaS.Cee-nam digne participareposlit? ingleichen dejanua clau-sa aus Ioh. XX, und starb 1647, 14 April, im 47Jahr. W, d.

AUERBACH (Heinr.), siehe Stromer.AUERBACH (Isaac), ein Rabbine in dem i 8 Secu-lo, gab unter dem Titel Lindersprach einen hebräi-schen Donat in Judendeutsch zu Fürth 1725 in 8 her-aus. Man hat auch von ihm Exposltionem Com-mentarii Raschii in Legern, unterm Titel Föns pla-tearum, so in Sultzbach 1730 gedruckt worden. W.AUERBACH (Sam.), ben David, eiü polnischerRabbi zuLublin in der Mitte des 17 Seculi, schrieb

pietatem Samuelis, so ein cabbalistischer Commenta,ri us über einige auserlesene Stellen und Materien ist,die im ersten Buch Mvse vorkommen, und zu Amster-dam von Elijakim ben Jacob 1699 in 8 rdirt wor-den. w.

d’ AVERNAY^ siehe de Boislat (Petr.).

A V E R N U S, siehe von Auvergne und Alvernus.AVEROLDUS (AltobeJlus) ein Bischofs zu Poka,war zu Brescia aus einer sehr alten und adelichcn Fa-milie gebohren, und in beyden Rechten erfahren, hat-te auch darinnen zu Padua, wo er studiret, die Do-ctor-Würde erhalten. Er ward in verschiedenen Le-gationen gebraucht, wohnte 1512 dem Concilio imLateran bey, war unter Elemente VII Prolegat vonBologna, und starb 1532. Er hat de bono Episco-porum regimine libros X und Comment, vit® Chri-stian® geschrieben. Ug, Pap.

AVEROL DUS (Jul. Antonius), ein Edelmann vonBrescia, gebohren 1651, 6 Jan. wurde, wie auch sei»Vater gethan, Doctor Juris, legte sich sonderlich aufdie Literatur, brachte sich eine grosse Wisseuschafft inden Alterthümern zuwege, übersetzte des frantzösischenköniglichen Leib-Medici Dislert. ins Italiänische, un-ter dem Titel : Discorso sopra XU medaglie de' givocbisecolari delT Itnperadore Domiziano; schrieb le sceltef itture di Brescia additate al forestier e, hinterließ vie-le Manuscripta, und starb 1718, 5 Jun. NZ.d’ AUEROULT (Antonius), ein Jesuit aus Artois,schrieb catechismum historicum; pios gemirus ca-tholicorum; remedia spiritualia contra pestem, Ulld

starb 1614, 21 Sept. zuDornick, im 6iJahr. AL A.

AVERROES, oder wie fein Nahm« eigentlich hieß,Abulwalid Mohammed, Ebn Achmed Ebn Moham-med Ebn Roschd, ein subtiler arabischer Philosophas,im 12 Seculo, von Corduba in Spanien bürtig, legtesich sonderlich auf Arisiotelis Schrissten, welche erR r 3 meist