Band 
Erster Theil A - C.
Seite
647-648
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647 AVIANUS AVICENNA AVICENNA AVIGADOR 648

len-Rleinod zu Lintz in 8 heraus, und Joh. Friedr.Rargc ließ 1682 Vertrauen ;u Gott, oder InhaltderLehre und Thaten Marci ab2tviano in 8 drucken.Leb.

AVIANUS, hehe Avienus.

AVIANUS (Christian.), ein lutherischer Priester imThüringischen, schrieb 1620 einen Tractat von derhebräischen Sprache, gab hernach 1624 praxin eccle-iiasticam caiuum conscientix in deutscher Sprache,und Predigten von der Menschwerdung Christi her-aus. K. Hend.

AVIANUS (Hieronymus), ein Profissor zu Basel,ausThüringen gebürtig, hat 1627 einen davem poefeoshebraicx Lc fyriacx Verfertiget.

AVIANUS (Joh,), von THundorff, unweit Erfurtbürtig, wurde erst Schul - Diener zu Ronneburg imAltendurgischen, hernach Pfarrer zuMnnchemDerns-dorssund endlich Superintendent zu Eiscnberg,schriebtinige Tragödien, nebst andern Gedichten, und starb1617, 22 Jan. in hohemAIter. Leb.

AVIANUS (Jo.jac.), einRcchtsgelehrter,gebohrenzu Erfurt 163; den 7 Jul.siudirte zuJena, reiste inHolland und Engelland, wurde 1661 Professor Juris,zu Erfurt, nachgehends Doctor und 166; ProfessorJuris zu Jena, ferner 1666 Rath und Präses imConsistorio zu Gotha, und endlich 1680 geheimerRath undCantzler inCobnrg, und Assessor des Cam-mer-Gcrichts in Speycr; woselbst er auch 1688 ge-storben, UNd Syllogen illuistrium. assertionum lega-iium; distinctiones veterum juris interpretum ap-probatas; de republica gerraanica ; Notas margina-les ad Jo. Strnucbii dissertationes ad jus justinianeum;difpurarioncm de jure sigillorum, hinterlassen. Z.Mot.

AVIANUS (Wilhelm), ein Thüringer, und wie erselbst in der Dedication seines Directorii mathcmati-ci bekennet, von geringem Herkommen und armenEltern, studirte zu Leipzig, wo er Stipendia genoß,war auch zu Leipzig Facultatis philosophie«) Assessor,und stand bey Joh. Replero in grossem Ansehen. Erlebte in der ersten Helfte des 17 Seculi, und schriebeinen Tractat von VeiiGeburts-Gcunöen, ingleichendireêìorium mathematicum. Hend.

AVICENNA, oder mit seinem völligen Nahmen Abu-hali Elhusein Ibn Abdalla Ibnuiina, oder Abensina,ein arabischerArtzt und Philosophus, ist zuBochara,einer Stadt in derProvintz Chorasan,in Persien An.980 zur Welt gebohren, und hat sich bey noch jungenJahren in der Weltweisheit und Medicin sehr geübet,

. viele Schrifften verfertigest und seine meiste LebenszeitinIspahan zugebracht. Er soll, ob er gleich einengrossen Philosophen agircn wollen, überaus wollüstiggewesen seyn, und durch allerhand Unmäßigkcit seinLeben vcrkürhet haben, auch endlich zu Mcdina An.1036 in dem ;6ten Jahre seines Alters im Gefängnis-se, nachdem er bey dem Galadm, dessen Lcib-Medicuser gewest, in Ungnade gefallen, gestorben, und zuHa-

madan begraben seyn. Sein canon medicinx, wel-cher viele Secula hindurch, als das beste SystemaMe-dicinä angcprrescn worden, ist nebst-seinen übrigenzur Artzuey gehörigen Tractaten, als de mediciniscordiahbus &c. ins Lateinische übersetzt, an verschiede-nen Orten und in mancherley Format gedruckt wor-den. Daß er der erste gewesen, der, nach des IcLlercUrtheil, von einem chemischen Médicament etwas er-wehnet habe, solches tst falsch, wie es denn auch irrigist, wenn Herr D. Freins erhärten wollen,daß Aviccn-na von keinem andern durch chemische Kunst bereite-ten Artzuey.Mttel, als von dem einigen Eyer-Ocle, ge-redet habe. Seine Opera philofophica; cantica &c.die er insgesammt in. arabischer Sprache verfertiget,find vielfältig übersetzt und zusammen gedruckt wor-den. Sein Leben hat Gorsanus, dessen gewesenerSchüler, arabisch beschrieben, welches rAcol. Mafiüin die lateinische Sprache üocrsetzl, darinne man esgemeiniglich für Avicemite Wercken findet. Er ver-jrand wenig griechisch, war ein grosser Grillenfänger,der sich,an stat der Realitäten, mit Möglichkeiten ver-gnüget, und überhaupt ein Plagiarins, wie denn seinOpus rnedicurn eine arabifcheUebersetznng eines Buchs,so S. Jsissrus verfertiget, seyn soll, auch die Araberselbst von ihm gesagt: in medidna fuisse luscum, inphilosophia cœcum, ob er wohl von sich gerühmet, erhabe die Phystc und Dialcctic von Gott im Traumegelcrnet. Ant. Cast. Vo. ?L. W. Fre. Cle.

AVICENNA, stehe Kœnig (Emanuel),

AVIENUS (Candidus) , siehe Candidus.

AVIENUS (Rufus Festus), ein lateinischer Poete im4ten Seculo, aus Spanien oder Italien bürtig, zurZeit des Kayjers TheoOosü des jüngcrn, hat den st-i-vium und des Aesopl Fabeln in clegijche Verse ge-bracht, von denen die erste Arbeit verlohren gangen-Wir haben auch noch von ihm metaphralinArati ;metaphralin periegeleos Dionylii Alexandrin i; Car-men adFlavium Murmemim ; Syrenum allegoriaffi»poema ad amicos de agro suo ; fragmentum deseri-ptionis orx maritim®, welches in demgttn Vol. vöst>HuOssns Oeographis rninoribus stehet. Was dieäsopischen Fabeln anlanget, so hat -Henr LamicgiekcUder diese Fabeln so wohl mir des Vcevcleti und Larrhivals seinen eigenen Anmercknngen zu Amsterdam An-1731 in 8 wiederum aufiegen lassen, erwiesen, daß dereigentliche Verfasser solcher Fabeln kein anderer ßMais Flavius Avianus sey, der unter Antonino pis u»dden folgenden Kaysern gelebt; von dessen übrige»benscklmständen icdoch weiter nichts aufgezeichnet s"finden ist. Ant. Fa.

AVIGADOR Kara, ein Präger Rabbine, welcher1439 gestorben, und einige quxlita & refponfa Ist 11 'kerlassen, welche in der oppcnheimerischcn Bibliothejm MS. liegen. Einige legen ihm auch das E»>ru^San bey, welches insgemein dem 2v Ä.au>r zngschrieben wird, und an dessen stat ihm Dav^Ga"-Zemach David das im Nahmen der Präger Synag d -