Band 
Erster Theil A - C.
Seite
657-658
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657 AULUS AURATUS

AULUS Sabinus, fìefje Sabinus.

AÜNACHARIUS, fteíjc Aunarius.

AUNARIUS, über Aunacharius, ein Bischcsszu Au-perte, hat 57; das Panser (ìcnctítum mit unterschrie-ben, und eine Epistel an den Ertzpriester Stephanmn,die Lcbcns-Deschreibung St. Germani betreffend/ erge-hen lassen, welche in der Bibliothek zu St. Germaindes Pre; im Manuskript liegt. 8a. Fa.

AUNER (Hieran.), ein Spanier von Dalentia, lebtegegen die Mitte des 16 Seculi, und übersetzte aus demItaliänischen Lud.Puhi librum 2deMorgante. Ant.

AUNOY, siehe Aulnoi.

AVOCATUS (Parernianus), ein Jtaliäner,lebte UM1295, schrieb de nobilitate artis poeticte und Cotntn,Ja piß le satire di PerJio. So.

AVOGRADA (Ludovica), eine Dominicanerin vonDercelli/ in welchen Orden sie nach Genesung einerköstlichen Kranckhcit getreten war, schrieb 1608 gra-tias'plures ope B. TEmiliœ a Deo impetratas, welchein den Actis SS. Tom. VII stehen- Ech.

AVOGRADUS (Jo. Bapr. Biragus), eilt Genueseri„ der andern Helffkedes r/Seculi, war Meß Pfaffebey den Johanniter-Rittern, ein guter Juriste, in wel-cl>er Facultät er auch dieOoctor-Würde erlanget'hat-te, ein Hisioricus und Redner, und schrieb im Italiä-nischen Responfum de juribus Joannis IV régis Lu-iit. ; historiam leparationis regni Luíit. a coronahispanica; historiam regni Iusitanici; historiam afri-canam de divisione imperii, 8c de origine progreffi-busque monarchia; Mahumedanorum ; Europse tu-multus ab a. 1640 ad 1650; Mercurium veridicumf. annales universales Europse. Ol.

AVONIUS, siehe Oinoth.

AVONIUS (Joannes), ci» englischer Carmélite vonNorthampton, war ein Theologus und Mathemati-cus, schrieb ausser andern mathematischen Sachen Ca-lendarium Ecclelise perpetuum, den hernach Rieh.Maydestonus erläutert hat: annulum philoiophicum5 . astronomicum, der ©oitneit Höhe auszumessen da-von er vor den ersten Erfinder gehalten wird: Ser-mones, und starb IZZV. Alegrt paradis. Carmelit.Fa. Bai.

AVOS ANI (Orpheus), ein Organist zu Vindana imMantuanischen, lebte in der Mitte des 17 Seculi, undgab ein Psalmen-Werck und compieta etneertata oderconcertirendes Completorium von 5 Stimmen; in-gleichen g stimmige Missen zu Venedig 1645 heraus.

AUR (Jo. Wilhelm), ein Juriste, hat 1617 de juremonetarum geschrieben. K.

â' AVRANNE, siehe Vergerius (Joan.).

A UraT a (jo.), von Antwerpen, ein Schulmeister,schrieb 1615 de studio lingUE latin®. K. À.

AURATUS, sieht Doré.

AURATUS (Johannes), sonstkN Dorât, UNd V0N tifîîtgen auch d’Äurat, Deauratus oder Doré, genannt«Gelehrt. Lexic. T. I.

AURATUS AURBACH 658

ein Poet und Criticus im 16 Seculo, war aus derProvintz Limosin, oder wie verschiedene vorgeben, seibstaus dfr Stadt Limoges gebürtig. Nachdem er zuParis den Grund seiner Studien gelegt, ward er erst-lich Informator des Jo. 2(ntomi öc Laif, nachmalsaber Präccptor der königlichen Pagen, und ein Jahrdarauf Rcctor des Collegii d« Coqveret, da er de«Poeten Ronsard 7 Jahr lang unter seinen Schülernhatte. An. 1560 bekam er die königliche Profcßio»der griechischen Sprache, in welchem Amt er viel ge-schickte Leute zog, und mit grossem Zulaufs lehrte, ober gleich dabey etwas bäurische Manieren hatte. DerKönig Larolus IXkonte ihn insonderheit wohl um sichleiden, daher» er ihn auch zu seinem eigenen Poetenmachte. Er ward aber mit der Zeit verächtlich, weiler seine Poesie bey allen Gelegenheiten mißbrauchte,und sich an deren Regeln so genau nicht binden ließ.Hiernächst brachte er die anagtammata wiederum inGang, von welchen er die Tablature im Lycophrongefunden haben wolte, legte sich dabey aufs Lraum-deuten, und erklärte öffentlich den Nostradgmum,dessen Prophezeyung er vor göttlich hielt; wiewohldie Auslegung, welche er davon geschrieben hat,nicht mehr vorhanden ist. An. 1567 trat er seine Pro-feßion mit königlicher Erlaubniß und Beybehaltungeiner jährlichen Pension, dem Nicolas Goulu seinemSchwieger-Cohne ab, hielt aber doch zuweilen auchselbst einige Lcctiones, und verheyrathete sich endlich,da er über 78 Jahr alt war, mit einem Madgen von19 Jahren. AIs ihm nun seine Freunde solches wi-derriethen, entschuldigte er sein Verfahren mit der Li-ccntia poetica, und als dieselbe anhielten, daß er we-nigstens nur eine ältere Person hcyrathen möchte,meinte er, daß wenn ja einer durch den Degen um-kommen müsie, man sich lieber einen blancken, als ei-nen alten rostigen erwehlen solte. Er zeugte auchnoch einen Sohn in dieser Ehe, und starb zu Parisden 1 Nov. i;88, nachdem er sein Alter über 8oJahrgebracht. Man sagt, daß er ohngeachtet der ansehn-lichen Geschencke, die er von dem Könige Larolo IXbekommen, dennoch immer arm gewesen, weil er selberauch sehr vieles weggeschencket, und eine schlechteWirthschafft getrieben. Er war ein guter Criticus,hat aber in diesem Studio sehr wenig geschrieben, in-dem ausser den critischen Anmerckungen über die si-byllinischen Bücher in der Edition des OpsopLi nichtsvon ihm vorhanden ist. Hingegen soll er über 500 00lateinische und griechische Verse gemacht haben, derftantzösische» zu geschweige», um welcher willener auch iy der so genannten Pleiade der frantzösischenPoeten einen Platz gekommen. Nach seinem Todehaben einige seiner Schüler 2 Volumina in 8 von sei-nen Poesien zu Paris An. 1588 an dasLicht gestellet.Gr.B. Teils. V*. Sam.

AURATUS Cycnus, siehe Phasianinus (Jac.).

AURBACH (Jo.), ein Juriste, hat am Ende des r;Seculi gelebet, und Anacreontica, wie auch 2 librossingularium allegationum verfertiget. K.

Tt de AU.