Band 
Erster Theil A - C.
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655-656
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AULUS

6 55 AULBER AULISIUS

AULIStUS

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rhäi Aulbcrs, gebürtig von WaiblingeN/ studirte undward 169z Magister zu Tübingen, 1699 Repetensdes fürstlichen Stipcndii daselbst, 1700 Diaconuszu Leonberg, und- 170; Pastor primarius zu Preß-bürg in Ungarn; kam 1711 wieder in sein Vaterlandzurück, und ward erstlich zu Lustnau, hernach 171?zu Kirchheim unter Teck Spccial- Superintendentund Pastor; folgends 1724 Probst zu Herbrechtingen,1727 fürstlich-würtenbergischer Consistorial Rath undHofprediger zu Ludwigsburg, und dann i7Zo Abt zuKönigsbrunn ^schrieb: Gedächtniß der vor 200Jahren durch D. Luther angefangenen Reforma-tion, und starb 174g, 2 Jun. im 72 Jahre seinesAlters.

AULBER, bisweilen auch Alb.er, (Mattliaeus), einschwäbischer Thcologus, gcbohren zu Blaubeyern oderzu Reutlingcn 1495 den 4 Decembr. studirke zu Tü-bingen, allwo er auch 1518 Magister, und nachge-hends 1539 Doctor worden, folgends zu Wittcnberg,wo er Luthcrunr und Mclanchtoncm gehöret, mitsolchen auch nachgehends einen Brief-Wechsel unter-halten. Nach angenommener evangelischen Lehre,ward er um 1519 Prediger zu Reutlingcn, welcheStadt er auch i;go dahin vermochte, daß sie dieaug-spurgische Confeßion unterschrieb. Als er 1548 we-gen des Interims von dannen weichen müßen, warder Consistorial-Rath und Stiffts-Prediger zu Stut-gard,> und endlich 1562Abt zu Blaubeyern. An. 1535half er nebst Brcmio, Schnepfio und Dlaurcru dasHertzogthum Wurtemberg refvrmircn, und 1557wohnte er nebst Lrenlio und Andrea dem Convcntezu Worms bey. ì Er schrieb viam compendiariam re-conciliandi partes de cœna Domini controvertenres,

welche Schrifft der Cantzlcr pfaff seinen Actis Lc 8cri-pris publicis Ecclef. Wurtemberg, insiriret, undstarb zu Blaubeyern oder zu Etutgard 1570 den 2Decembr. Herr D. Löscher will ihn in seiner klick,motuum zu der sogenannten oberländischen Partiezehlen, und von der augspurgischcn Confeßion aus-schliessen; wogegen ihn der Herr Cantzler pfaff I. c.vertheidiget, kaut. Seele. EI.

AULETiUS (Alard.), ein Doctor Medicina vonDoccum in Fricßland, wurde 1589 Professor Medi-cina zu Franegvcr, schrieb monitlo/iem ad O ahn esFridas de reformanda praxi medica, und starb allda1606. ' Vr.

AU E 18 l El 8 ( Oominicus) , ein JCtus, gcbohren zuNeapolis, 1649 den 14 Jenner, erlernte von dem be-rühmten Mutio Floriari. und nach dessen Tode vonLeonardo Martena die lateinische Sprache. In denübrigen morgen und abendländischen Sprachen brach-te er es ohne Lehrmeister durch eigenen Fleiß so weit,daß er die meisten reden und darinne schreiben konte.Im 19 Jahre befand er sich schon im Stande, anderein der Rhetoric und Poesie zu unterrichten : Hernachsieng er an die Rechte zu lehren, und wurde zu Nea-polis erstlich Professor Jnstitutionunyalsdenn Codi-

cis und endlich mit einer Besoldung von nooDu-catcn Lcctor primarius Juris civilis, auch von deinKönig Larolo kl zum -Lehrer tu der Architectura Mi-litär! gesetzt. Er war einer von den Arcadi, bey wel-chen er den Nahmen Timbrio Lilippeo führte. Sei-ne Schrissten sind: de Gymnasii constructione ; Mau-solei architectura ; Harmnnia Timaica; de numerismedicis & Colo Magerano, welche zu Neapolis 1694 in4 zusammen gedruckt worden,auch in Salhngrii thefauroantiquitatum romanarum stehen; Confiderazioni j'opra iPareri clel Capoa ; Commentärii juris civilis in Z To-mis, welche erst nach seinem Tode heraus gekommen;

lefcuolc della poejia ; ie J'cuole della matematica; delleScuok Sacre, welche sein Enckel Luicol. Ferrar. Auli-sius 172g heraus gegeben, und denselben seines Groß-Vaters Leben aus Lrescimbeni Leben der Arcadier vor-gesetzt ; De polemica & civili Architectura ; Mare ma-gnum Rhetorum ; Enchiridion. philol'ophicum. Jn-

gleichen sind von ihm tu 2 Tonus in 4 zusammen ge-druckt Delcriptio & Dispoiitio veterum numisma-tum; de emendatione temporum; pradectiones; pa-rentationes ; disl'ertationes. Er hatte auch ein gros-ses Werck de ortu 8 c progressu medicince, so in 4Tonus in 4 bestehen solke, zum Druck fertig liegen,welches er aber, da ihm (Llcacud mit seiner HistoriamedicinL zuvor kam, nicht publiciren wollte. Erstarb im Jahr 1717 den 29 Jenner, im 6g Jahre sei-nes Alters. Arc. Gi.

AULISIUS (Jo. Dominicus), ein Doctor Theologieund Canonicus in dem Ertz-Bißthum zu Neapolis,

gab IÜZ2 heraus institutionem adjuvandimorientes.To.

d J AU LN O I,ober Aunoy, (Marie Catherine lejumelde Berneville), eine Grasin und gelehrte Dame inFranckrcich, heyrathete Francise, dc la U 7 ote, Grafenvon Aulnoi, begleitete die Printzeßin von Orléans/als des Königs Larl l! Braut, in Spanien, schrieb-

Voyage d 1 FJ pagne ; mémoires dein Cour d’Efpagnt!mémoires de la Cour d'Angleterre ; Hippolite Comte &Dtiglas ; Hijloire de Jean de Bourbon, Prince de Card 1 'cy, le Comte de Warvih; Contes des Fées; Recueil d eplus belles pieces des meilleurs Poètes François tant “U'ciens que modernes, avec V Hijloire de leurs vies; 'VMémoires jécretes de Mr. le Duc d'Orléans £fc. t 1 "®starb 1705 int Jan. B.

de AUL ON (Gabriel), ein spanischer Carmélite^Mönch in der andern Helffte des i6Seculi, übersetz^

Ciceronis epistolarum famil. librum 2 , und 3°>

Vivis Colloquia in seine Mutter-Sprache. Ant

AU EU 8 Gellius, ein lateinischer Grammaticus,

leb-

te zu Athen im 2 Seculo unter dem öcayftrnirto pio, und schrieb noctes atticas in 20 sl{ itworinne er unterschiedliche critische Anmercku> ssinnreich zusammen getragen. Die schönste E'vist diejenige, welche Jacob Gronov 1706 Hera"geben. Ea. PB.

AULUS Oßlius (Cajus), siehe Otilius. aUL^^