709 BAGELLARDUS BAGLIVI
BAGELLARDUS (Paulus), ein Medicus in der cr-sien Helffte des i z Seculi, von Fiume bürtig, Hat de
Lgrirudinibu; instantiui» lind (le morbis puerorum
geschrieben, von welchen Büchern jenes zu Venedig1487 in 4, dieses zu Lion 1538 in 8 gedruckt worden.Mail hat auch von ihmparastastn de prandii 8c cœn*ratione. Fa. Li.
B A G G JE U S, siehe Wandalinus.
B AGGER (D.Jo.), ein dänischerTheologus,gebohrenzu künden, allwo sein Vater M. OIau->Daggcr, Pro-fessor Theologiä und Ajjessor Consistorii war, 1646,23 Aug. studirte zu Grypswalde, Rostock, Coppenha-gen, Wittenberg, Leipzig, Oxford und Cambridge,wur-de nach seiner Zurückkunfft Professor Philosophiä, undferner Theologus zu Coppeuhagen, war auch Bischoffvon Seeland, und Conststorial-Ralh, verheyrathetesich zweymahl, starb den 30 Aug. 1693, und verliestverschiedene Disputationes ; liturgiam danicam a semedirarionibus illustratam. Pro.
de B AGING (Bern.), siehe Baching.
B AGLIONI (AstorK.*) , von Perugia,war zur Zeitder Liga zwischen pw V und den Vcnetianern gegendie Türcken, vcnetianischcr Generalißimus, und lag inFamagosta, da er nach dcr Uebergabe wider gegebeneParole auf Befehl des Bassa Musiaffaden 15 Aug.1571 niedergcniacht wurde Er hatte eine schöneFrau, derer zu Ehren viel Verse schrieb, und gerne sa-he, wenn sie auch voll andern besungen wurde. Cra.
1 ÎAGLIONI (Dominicus), ein Dominicaner von Pe-rugia, hat carmina etrufca varia und carmeninlau-dem fo.Chryiostomi operis de converlione peccato-rum ; ia vìt'i di S. Catarina da Siena in italiänischenReimen z della fuga di G.l.neWEgitto geschrieben, ad-ditiones ad chronicon ordinis, Öc ad chronicon fuxdomus perufm* tmMS. hinterlassen, und ist 25 Febr.1568 gestorben. Ecb.
BAGLIVI (Georgius), cinMcdicus, gebohren zu Ra-glisa in Dalmatien 1668, studirte zu Lecce in Apulien,und nachmahls in Bologna, wurde hierauf ProfessorAnaromiä und Medicinä zu Rom, war bey derAcade-
, niiaNatura Curiosorum, der englischen Societät, undeinigen andern Gesellschafftcn ein Mitglied, suchte inseine!» iibris II de praxi medica ad priscam obier-vandi rationem. renovanda, die gesgMMte Artzltey-Kunst aus bessern Fuß zu setzen, wolte in einem aus-sührliciwn Merck c de íibra motrice & morbosa zeigen,daß man nach Art der Methvdicorum bey den Ursa-chen der Kranckheiten mehr auf die festen als stößigenTheile zu sehen habe, gab aber hiervon nur cinSpeci-Bien heraus, schrieb unterschiedene Disiertationes deanatome, morsu 5 c effestibus tarantulx, de ufu 5 cabu u veiicantium, de experimentis circa falivam,ianguinem,bilem & c . de morborum Sc naturœ ana-logismo, de vegeratione lapidum See. führte sich inseine! Ganonibus de medicina solidorum und denbeygefügten legibus Medici als einen Dictatorem auf,und wolte alle diejenigeir Aertztr, die in der Theorie
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dem Harveo und Sanetorio, und in der Praxr dem.Hippocrati und Dureto nicht beypflichteten, vor me-dicinische Ketzer halten, legte dem Kealv. Lolumbo dieErfindung von dem Umlauffe des Bluts bey,versprachauch einen Tractac de vira lalubrx ad centum Sc plu-res annos producenda zu publicimi, starb aber selbst1708 zu Rom in seinen besten Jahren. Seine ge-sammten Schrifftcn sind unter dem Titel:. aper,oiiima medico - practica Sc anarormca am Voüstält-digsten zu Antwerpen 171; in 4 ediret, aber auch zu-gleich mit vielen Druckfehlern verstellet worden. Xe.Pap.
BAGNATORIUS (dlicol.), von einigen unrechtBugnatorius genannt, ein Dominicaner von Vrcscia,hielt sich i; 16 zu Bologna auf, und schrieb daselbstvitamB. C&nradini Bornada 1429 defuncti. Ech.
BAGNOLI, Ober Bagnioli(Julius C®far), ein italiä-nischer Poet, so zu Anfange des 17 Seculi gestorben,schrieb eine Tragödie von den Arragoniern; das Ge-richte des Paris, und viel andere Gedichte, in welchener nach einiger Meinung durch das allzueigensinnischeAusputzen, viel Anmuth verderbet. Er.
BAGNONI, ober Bagnus, ( Leonard.), ein italiä-nischer Jesuit von Mirterburg in Jsirien, gebohren159), lehrte zu Wien die Philosophie,und Theologie,wurde in verschiedenen Collegiis Rector, und starb1650 den 3 Oct. zu Zagrab, nachdem er unter Ver-schweigung seines Nahmens manuale fodalitatis im-maculatse conceptionis. B. V. M. heraus gegeben.AI.
deBAGNUOLO (Jo.Chryfostom.), eilt sicilianischerDominicaner von seinem Vaterlande zugenanut, leb-te 11m die Mitte des 16 Seculi, war Doctor derTheologie )7 lehrte solche zu Neapolis, Rom und Pe-rugia , schrieb auch Postillas in Geneiin und in 1 8c2Regum; tr. de S. feriptura; Comm. in surnmanjS. Thomas de Aquino: conciones de tempore, deSanctis 5 c quadragelimales ; de austoritate fiimmiPontisicis ;de pr®dicabilibus,pnedicamentis,inlibrospriorum 5 c posteriorum, phylicorum. 5 c mccaphyli-corum, welche noch imMS. liegen. Ech.
BAGNUS (Leonhard.), siehe Bagnoni.
BAGOLINUS (Hieronymus), aus Verona, ein Me-dicus, stund um 1522 als Profess Medicin« prima-riuszu Padua in Diensten, und übersetzte des -vios-corides Wcrckc ins Lateinische,welches MS. ehemahlsin der Bibliotheck des Ioh.Rhodii anzutreffen gewe-sen j ingleichcn des Syríani Phílopcni 3 Bücher überdes Aristotelis Metaphylicam aus dem Griechischenins Lateinische, erklärte auch des Aristotelis 3 li-bros analyriuorum. K. Ke.
B A G O L I N u S ( Jo. Baptista), elnSohn des vorigenHieronymi, übersetzte Alexandri apbrodijienfis quoe-stiones naturales, morales, nebst -kM Buchlei» de L-
to, ins Lateinische, und starb 1552. X.
BAGOTIUS (Jo.), ein frautzösischer Jesnite ausBretagne, war wegen seiner Gelehrsamkeit sehr be-Ay 2 rühmt,