Band 
Erster Theil A - C.
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711-712
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BAGSHAW

BAHNSEN

BAHR

B AID AVI

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rühmt, lehrte eine Zeitlang die Philosophie und Theo-logie , starb endlich als Präpositus des Profeß-Hau-ses zu Paris 166 j., 22 Aug. über 70 Jahr alt. Sei-ne vornehmsten Schritten sind: Apologeticum fideiin 2 Theilen; difièrtar. de pcenitentia ; libercatis &gratis defenlio contra jansenium ; defensio jurisepiscopaJis 8c libertatis, qua fideles gaudent in mif-sis 8c confeifionibus de prscepto , so aus dem FrgN-

jvststhen, darinne es geschrieben ist, ins Lateinischeübersetzt worden ) disl'. de veritate unius religionisChristian® 8cc. AI.

BAGSHAW ( Christoph. ), ein Engelländer, der dieLogic und Philosophie wohl getrieben, war erst um1572 ein eifriger Protestante, hernach auch eifrig ca-tholisch, doch wegen seines unruhigen Kopffs in Rom,und folgends in der Sorbonne zu Paris nicht ange-nehm, schrieb zu Rouan 1601 declarationem motuuminter Jesuitas 8c sacerdotes seminariorüm in Anglia

Lee. und starb 1625 zu Paris. Wo.

BAGSHAW (Eduard), von Londen, war in englischenRechten wohl erfahren, aber den Bischöffen zuwider,folgte doch König Carola I, ward von den Rebellen1644 gefangen, schrieb allerhand englische politischeTractate, vom Recht der Cron Engelland, von geist-lichen Einkünfften rc. und starb 12 Sept. 1662. Wo.

BAGSHAW (Eduard), ein Sohn des vorigen Edu-ard!, ein unruhiger und aufrührischer Kopf, der esauch mit denen von der 5 Monarchie hielt, und mitfremden Weibern zuhielt, schrieb ausser viel englischen

, Tractaten, diflertationes antisocinianas 1657; demonarchia absoluta, it. mixra 1669, und starb IJan. 1671. Wo.

BAH AI, oder Bahie, ein Rabbine und Sohn des Äser,im Anfange des i6 Seculi, schrieb expofitiones inlegern mosaicam in hebräischer Sprache. Simon hift.erir. V. T. Hend,

deBAHAMONDE ( Joh. Garzia) , ein spanischerTheologus und Probst zu Sevilien, starb 1615. Manhatvonihm iOo Paßions-Predigcen. Ant.

de B A H A M O N D E ( Jo. Martinez) , von St. Jagobürtig, lebte zu Anfang des 17 Seculi, und war Re-ktor der St. Joh. Kirche in seiner Vaterstadt. Erschrieb elogtos de algtmos santos, y smitas, y de algunosVannes excellentes en virtud , so zu MayNtz 1624 infoi. gedruckt worden. Ant.

BAHNSEN (Bened.), ein unstudirter Fanaticus vonEydcrstädt, welcher zu Aiustcrdam die Rechenkunstgetrieben, und allda um 1669 gestorben Er samle-te sich eine ?Bibliothcck von lauter fanatischen undvon den-Motten gröstentheils durchrittenen Büchern,die nach seinem Tode ifiyoverauctioniret worden, gabauch verschiedene fremde Schrifften heraus, als Anri-Lhristcnthum, davor er aber den Nahmen des wah-ren Verfassers, Joach. Betkü weggelassen, solchesauch als ein Plagiarius dem Hcrtzog von Hollstcin,«ls scin eigen Werck dedicirt: Inl. Sperber! gehei-men Tractat von 3 Seculis und dessen mysteriummagnum : Gottfr. Fürcbtenicbts prodromum conjun-

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ctionis magn® 1663 futur® : göttliche Offenbarun-gen, die Christoph Cottern von ifiifibis 1624 wie-derfahrcn. Selber hat er nichts geschrieben, auchnicht einmahl die Vorreden, dieer den ietztermeldtcnSchrifften vorgesetzt. Mol.

BAHR (Bened.), von einigen unrecht Daniel vorge-nahmt, war von Eutin in Wagrien, siudirte zu Kö-nigsberg und Helmstädt, wurde hernach Rector desGymuasii zu Stralsund, und daselbsten, nachdem erzu Greiffswalde der Rechten Doctor worden, Raths-herr undCämmerer. Er schrieb orationes lnstoricasex Sallustio, Livio 8c Curtio : lententias ex autori-bus classicis ; or. pro pace exulante und andere mehr)rngleichen epistolam de obitu Hug. Grorii, und starb2; Aug. 1670. Mol.

BAJANUS (Andreas), ein spanischer Theologus,Orator und Poet von Goa aus Ost-Indien bürtig,lebte im Anfange des 17 Seculi, lehrte zu Rom dieGrammatic, schrieb Reden ; Briefez Gedichte, unterwelche» letztern auch,eines, cardiographe betitelt, zuRom 1624 aus Licht getreten; übersetzte Eellamúnìdoctrinam tu elcgüsche Verse, ingleichen VirgiUi Mmi-da in die griechische, und Lud. Camoens Luliade indie lateinische Sprache, hinterließ auch orationes in2 Voll. elogia in gebundener und ungebundener Redein 2 Tomis ; epistolas ad diverlbs ; carmina fit zwei)Voll.; homttn fimplicium puerorum, martyrum &confellbrum cum notis; iter lauretanum in Verseil iGalateum cum notis ; comment, in Ap>. thonium deelementis rhetoric® 8c rhetorica ; de op ficio epi-stolari 2 Voll. ; Aristotelem christianum in 2 Voll. írheatrurn fanLlorum per I2men!es8c totiilem scenasdifpoiitum Lc expolitum, welche Wercke allesamt jLeoAllatiuü im MS, besessen , und aus Licht zu stellenversprochen hat. .Ant. Er. All.

BAJARDUS (Hyac. Maria), ein Dominicaner vonTortona , war Vicarius gencralis S. Officii zu Ber-gamo, lebte noch 1675, und schrieb fpiritualem of-ficinam moralium aphorismorum Hippocratis 8c Ga-len i corporali medicina ad fpiritualem animaruntfalutem construstam, welche zu Bergamo 1663 ge-druckt worden. Ech.

BAJARDUS (Joh. Baptistá) , ein Juriste, hat 1598praLlicain criminalem geschrieben. K.

BAJARDUS ( Martinas), hat de officio cardinalis

geschrieben

BA JARDUS (Nicolaus) , stehe Bayart.

B AID AVI, oder Albaidawy, ein berühmter Corn-meutator über den Alcoran, welcher die Schwierig-keiten desselben mit kurtzen und verständliche"Worten zu hebe» getrachtet. DuRyer hat in stmekfrantzösischen Ucbersetzung des Alcorans sich dcsse"Arbeit vielfältig bedienet, und seine Auslegungen ockin den Text selbst, hinein gestickt. Er pflegte sich oenNahmen 2 bcdoi zu geben; allein sein völliger Nahmhcist : Nalerodin , Abdollahi, Ebn Omar, Beidawy-Er hat sonst noch mehrere Schrifften ausgearbcite^