Band 
Erster Theil A - C.
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719-720
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BAINE

BAITAR

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BAITELLUS BAJUS

ftians Lettres ; Consolationes 8c institutiones in ten-tationibus &c.

B AINE, oder Bayne (Rudoíph), ein Engelländer, tattholischer Religion, im 16 Seculo, gebürtig ausAorkshire, wurde in dem Coüegio St. Johaunis zuCambridge auftrzogen, woselbst er in der hebräischenund griechischen Sprache sich mit so gutem Fortganggcübet, daß als er kurtz hernach nach Franckreich ge-kommen, ihm zu Paris dieselbe zu lehren aufgetra-gen wurde. Hier gab er An. 3555 eine Auslegungüber die Sprüche Salonionis heraus, welche in denCriticis S. sieht, und bediente sie dem Könige -Hen-rrco IE Nach einiger Zeit kam er wiederum unterder Königin Mari» in sein Vaterland zurück, undwurde von derselben zum Bischoff von Coventry undLichfield gemacht; aber in dem ersten Jahre der Re-gierung der Königin Elisabeth wiederum abgesetzt.Er ist kurtz darnach An. 156-0 am Stein gestorben,hat auch rudiment» linguœ ebnete geschrieben. HL.

BAINRAFE (Thomas), siehe Thorn. Farnabius.

BAJOLE (Andr.), ein Jesuite von Condom, ausFranckreich, gcbohren 1590, lehrte eine Zeitlang dieliceras elegantiores, Philos, und Theol. war Rectorzu Bourdeaux, schrieb de vira inreriori, und starb1660, 11 Mart. AI.

BAJOLE (so.), ein srantzösischer Jesuit von Condom,ein Bruder Johannis -Hieronymi, gcbohren 1570,starb 1650, 30 Wart. zu Beziers, und schrieb imfrantzösischen pharum vericaris adverst Lalvinistas;Facrain Aguitani« bistoriam. AI.

B A J OLE (Jo. Hieronymus), ein srantzösischer Jesui-te, gcbohren zu Condom 1588, ist 1653, 20 Nov.zu Perigueux gestorben, und hat annales congregatio-num B. virginis geschrieben. AI.

de BAJONA (Julian. Llarcia), ein Spanier VonMa-drit, lebte in der Mitte des 17 Seculi, und schriebde la veneracion del SS. [acramento de la extrema-un-cion. Ant.

BAYRU S (Petrus), siehe de Bayn.

de B AISIO (Petrus), ein Jurisie aus Navarra, flo-rirte um 1586 zu Caen, und schrieb directorium ele-ctionum, welches T. 15 Tract:. Tract, stehet; it. de-stnitiones suris civilis 8c cahonici.

BAISIUS, siehe Baist.

BAITAR, ober Beitharides, oder Ebn Bairhar, auchAbenbiter, ein arabischer Medicus und Botanicus,von Malaga in Spanien gebürtig, florirte im 12 oder13 Seculo, durchzog gantz Africa und Asien, giengaus Indien zurück nach Alkair, und begab sich in denDienst des Saladin, bey dem er wohl angesehen war.Nach besten Tode kam er wieder nach Hause, undschrieb einige Bücher, .so ihm einen grossen NahmenMachten, als Mofredatot Thabbi, de medicamentisfimplicibus; de virtutibus herbaram ; de venenis 8cmetallis See. Seilt Herbarium kam dem Lochart inseinem Hierozoico wohl zu statten, weil darinne oft

der Eigenschafften gewisser Thiere Meldung geschieht.Es silider sich alles in der bibllotheca leidensi in un-terschiedlichen voluminibus. Zu dem Wercke de me-dicamentis iimpiicibus hat ein Ungenannter im Jahr' 1513 den andern Theil, der wie der erste ebenfallsaus lo Capiteln bestehet, verfertiget. Beyde liegenin der mediceischen Bibliothek zu Florentz im MSt.In Scbelbornii amoenit. lit. trifft man den wahrenInhalt aller Capitel an. Er starb nach K-eonisAfric. Bericht zu Malaga 1197; Golius aber schreibt,er sey zu Damasco, 1248 gestorben. Gol. in prsf. adLex. Arab. Leo Afrk. in bibl. Hotting. Fa.

BAITELLUS (Ludovicus), ein JLtus von Brescia,hatte z» Padua studirt und dieDoctor-Würde daselbsterlanget, practicirte darauf erst in seinemVaterlande,hernach zu Venedig mit grossem Ruhm, wurde auchvon dem dasigen Rathe in wichtigen Angelegenheitengebraucht, und in des verstorbenen Lorn. Lrangipa-m Stelle eingesetzt, schrieb responsa 8c decisiones injure, ließ auch vieles im MSt. und starb um 1647.Pap.

BAJUS (Jacobus), Michaelis Bruders-Sohn, ge-bär tlg von Ath, ward ebenfalls 1586 Doctor Thco-logià zu Löven, und nachgehends Dechant zu St. Pe-ter, und königlicher Professor Justitutionum christia-na Religionis. Er starb 1614 den 5 Octobr. nach-dem er nach dem Exempel seines Vettern alle seineGüter zu Errichtung eines Collegii desiiniret hatte.Man hat von ihm einen panegyricum auf die An-kunfft Albcrti und JsäbeUä in die Niederlande; in-slitutionum christiaute religionis I.4 ; de tenerabilieucharistie sacramento 8c sacrificio mistie 1 . 3. A.

B. Sw.

BAJUS (Michael), ein catholischer Theologus/geboh-ren zu Mclun in der Hcrrschafft Ath An. 1513, ward1549 Theologiä Lieentiatus, und 2 Jahr darauf Do-ctor, und hernach Professor der heil. Schrifft. Au-156z wurde er von dem König in Spanien auf dasConcilium zu Trident geschickt, erhielt darauf 1 575das D cauat zu St. Peter in Löven, und z Jahr her-nach die Würde eines Conservatoris PrivilcgioruMAcademiäja er wurdcgarCantzler derselben Universitätund GeneraBJnqvisttor in den Niederlanden. OJsoll August'mi opéra 9 mahl durchgelescn haben, v.uedenn seine theologischen Schrissten ein Zeugniß vonseiner Bclescnhcit in diesem Patre geben, in denendoch der Pabst pius V unterschiedene Sätze verdankmet, weil Bajus von der zu Löven bis dahin 9 e 'bränchlichcu scholastischen Lchrart abgewichen wanund die Genadenwahl vertheidiget hatte. Ob er -nun gleich in einem Briefe au den Cardinalnett« vertheidigte, hatte er doch eine solche Ehrerv-"tigkcit gegen die pabstlichc Censur,daß er scincSchvlsnicht wieder auflegen lassen wolte, wiewohl nie»>>)Schuld giebt, daß er sich an den Jesuiten, welchendie Ursache der geschehenen Censur beymaß, zu tCia Litbemühet gewesen, daß von der Universität Löve» (