7-9 BALDERICUS BALDEWYN
Bischoff zu Noyon und Dorni'ck, war zuvor Cano-nicus und Domsänger zu Terouane, wie auch Archi-diaconus zu Noyon. zuAnfang des 12 Secnli.schriebeine Chronickeder Bischöffe von ArrasundCambray,wcsche Gdor. Viralis im 9 Buche gantz ausgeschrie-ben und Gcorgius Lolvenerius i6i;zu Dovay dru-cken [ilffctt; iugleichcn confìrmationem bonorum qu*monafterio behunenlì a Bosone milite restituta sunt,welches in Dacberii spicilegio stehet. Er soll auchchronicon morinense seu eccleliurum tarvanenfis& ambianensis geschrieben haben, welche vernuithlichverlohren gangen, und ist >112 den zo May zu Te-rouane gestorben. Lolvenerius giebt in der Vorre-de seiner Chronicke sattsame Nachricht von ihm. O.Fa. Sw.
BALDERICUS, ein Bischoff, gebürtig von Orléans,oder von Melun, einer kleinen Stadt an der Loire,war anfangs Abt der Benedictiner zu Bourgueihundhernach An. 1114 Bischoff zu Dol in Bretagne. Manhat von ihm eine historiant hierol'olymitanam in 4Büchern, so von 109; bis 1099 gehet, und in 60»-garfii gestis-Dei perFrancos stehet ; ingleichen die Le-bens-Beschreibungen der Bischöffe von Dol, des heil.Valcriani, des heiligen Hugonis, und Roberti t>ottArbriilel, welche letztere von Dollanvo und MichaelLosnier in den Actris Sanctorum mit Anmcrckllttgenheraus gegeben, und von andern in die frantzösischeSprache übersetzet worden. Einige von seinen poe-tischen Wercken sind iM gtcn Theile V0N des duCbesne,fcriptoribus , ingleichen in Dacberii spicilegio be-findlich. ' Er hat ferner confìrmationem bonorummonasteriiS. Florentii, fo in Dacberii sjpicileg. anzu-treffen , vitam Hugonis, archiep. rothomagieniis undrelationem de monasterio siscammensi, welche in Ar-turi du Mouflier Neustria pia stehen, wie auch libel-lant de vifit.itione infirmorum verfertiget. Einigeseiner Lebens-Befchreibungen stehen auch in Mabilk-nii S. ü. D. B. Ausser dem hat man im MS. von ihmeine Historie der Abtey Fecamp in der Normandie,und ein Gedicht de conquestu Angli* per Wiihel-rrnirn Normannorum ducem. Seine Historie vonJerusalen» hat er von Hörensagen zusammen geschrie-ben, und seine übrige Schrifften sind auch voll Mähr-gen. Er solkAn. ngi, oder n;6 gestorben seyn.Coßiier loc. cit. Lo. O. Vo. .
SaLdeSANUS (Wilh.), stehe Rosignoli.
BALDEWING, ein Mönch in dem Benedictiner-Klostcr S. Remigii zn Rheims, lebte um die Mittendes laSeculi, und schrieb libros tres de miraculis^ Gibriani Presbyteri, welche in den Actis Sancto-tumad diem 8 May mit Papebrochii Anmcrckungenstehen.
A L D E w I N U 8^ siehe Balduimis.
ALDEWYN (Wilhelm), ein Engelländer, florirtenrn^ 1564, schrieb im Englischen vom Nutzen derSprichwörter und Gleichnisse; vom Leben und Rc-«H’it der Wclkweisen, àystr, Könige m. und andereschrifften. Wo.
BAEVIdIALII 78 BALDIG!
BALDINAÇIU8 ( Vincvntius), ein )lCtus SonGu-bio, und Advocatzu Rom, schrieb z8 Bücher incau-stz benesteialibus, und starb 1590. Ja.
BAL DINGER (Bernbardinus), ein römisch-cakholi-scher Geistlicher, hat zu Baden in der Echweitz inder letzten Helffte des 17 Scculi gelebet, und im La-teinisclstn von dem katholischen und uncatholffchcnGlauben, wie auch von der Gegenwart des Leibesund Blutes Christi iin heil. Abendmahl gegen Joh.Ruv. Qtudium geschrieben. K.
BALDINI (Baccius), ein Medi'cus, stnnd als Lcib-Artzt bey Losmo Magno zu Florcntz in Diensten;lebte in der letzten Helffte des 16 Seculi, und schriebvitam Cosmi; panegyticum de clementia; dilT. deeflentia fati ; commentaria in librum Hippocra-tisde aquis, aëre & locis.fcie nebst seinem tract, de cu-cumeribus zu Florentz 1568, 4 gedruckt worden.Not. AE.
BALDINI (Bernbatdin.), ein Philosophus, Mathe-maticns und Medicus/von Borgo d'Jntra imMay-ländifcheii bürtig, hat zuPavia die Medicin, uns zuMayland die Machest» gelehrt, an welchem letzternOrte er 1600, 12 Jan. im 85 Jahr gestorben. Erschrieb de multitudine rerum ; de materia, 8c cliver-späte disciplinarum ; de pneilantia Sc dignitate ju-ris civilis, 8c artis medic*; carmina; de bello aChristianis 8c Ottomannicis gesto; de pestilentia}de Diis fabulofis andquarum genrium ; dialogosmedicos; excerpta ex commentariis Galeni inHip-pocratem ; breve discorso intorno all’utilita delle seien -ze ss arti; Stanze &c. brachte auch einige BücherAristotelis in Verse. W, d. Ghil. Li.
BALDINI "(joh. Anton.), ein gelehrter italiänischerGraf, gcbohrcn 1654, 7 Julii zu Plasma, studirtezu Bononicn in dem Cvnocnt St. Francifti Xaver«,und hernach zu Rom in dem Seminario, that unter-schiedene Reisen nach Franckreich, Pohlen, und gieng1698 als ausscrordcntlicher Gesandter dcsHertzogsvon Parma nach Spanien, allwo er sich y Jahraufhielt, und darauf von dem Hofe zu ParmanachWien und andere deutsche Höfe, xndlich aber nachEngelland, und von dar zu dem Congreß nach Ut-recht abgeschickt wurde. Er war sehr wohl gebildetund liebreich in seinem Umgänge, wendete feine mei-ste Zeit alif die Natur-Lehre und mathematischen Dis-ciplinen, vornehmlich aber auf die geistliche und welt-liche Historie. In Engelland wurde er in die königli-che englische Societät aufgenommen; und in Sparnien brachte er eine nicht geringe Zahl auserlesenerEdelgcsteine zusammen; welche er anfieng in Kupferstecken zu lassen, und u llens wa-, denselben eineErklärung beyzusüge ; h mach aber durch übernom-mene Lerrichumgc» uii) ;> eisen gehindert wurde. ZuAnlstcrbam ließ er sich > »gelegen seyn, sein Cabinetmit indianischen und chinesischen Sachen zu bereichern;wobey er alle bisher ans Licht gekommene Lepica, At-lailees und Reise-Beschreibungen in diese Lander MitZ z 3 grossen