Band 
Erster Theil A - C.
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731-732
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grossen Unkosten anschaffte. Es hat der Verfasserdes zu Amsterdam 1719 gedruckten fünfftcn Tonn desAtlas historique, Was das Reich des grossen Mogolsbetrifft, ungemeine Beyhülffe aus des Grafeus Cabi-net erhalten, wie er in der Vorrede rühmt; ob erwohl dabey mit keinem Worte erwehnt, daß auch dieDisronrse, welche auf die gedachte» Carten folgen,von dem Grafen àldínr sind, und von ihm bloßaus dem Italiänischen in das Frantzösifche übersetztworden. Als Valisnieri 1719 durch Place»; reifcke,und des Herrn Grafen Cabinet ansähe, fand er sol-ches so schätzbar, daß er dem P. pcrro Lalsar. oenoin einem Briefe ein wcitläusstigcs Verzeichniß davonzugeschickt, welches auch dem II Theile des XXXIIITorrn V 0 M Giornale de’ letterati d’ Italia einver-leibet worden. An. 172; den 25 Jenncr kriegte ereinen starcken Anfall vom schlage, welcher ihn auchnach einem langen Krampffe, den 2z Fcbr. gedach-ten Jahrs, des Lebens beraubte. Gi.

BALDINOTTI (Brigitta), eine gelehrte Jtalianc-rin von Florentz, hinterließ 2 in ihrer Mutter-Spra-che geschriebene Briefe, welche Liscioni seiner Rac-colra di lettcre di Santi e Beati fiorentini einver-leibet.

BALDINOTUS (Julianus, ober Joseph) , ein ita-liänischer Jesuit von Pistoja, gcbohren 1591, siudir-te zu Rom, wurde 1621 ein MißionarinS in China,und starb zu Macao 1631. Er hat brevem relat-io-nem de suo innere in regnum Tunquin geschrieben.AI.

BALDINUCCI (Philippus), cinJtaliäucr,vonFlol-rcntz gebürtig, war ein Mitglied der Académie dellaErusca, und starb den i Jan. An. 1696, in dem 72Jahre seines Alters. ' Er besaß eine grosse Wisscn-schafft von allen, was zur Mahler-und Dildhaucr-Kunst gehöret, und schrieb dem Cardinal Lcopoldovon Florentz zu gefallen, netizie de' profejjori del di-segtio, davon er selbst in seinem Leben 3 Voll. ausLicht gestcllet; das übrige aber ist nach seinem TodeAn. 1702 und 172g, wiewohl annoch sehr unvoll--kommen und nnausgearbcitet, heraus gegeben wor-den. Auster diesen aber hat er auch^ vocabulario To-scan» deü' arte del disegno nachgelassen. Memoir. dureins.

BALDIN US (G.Florns), soll i;oogelebt haben,undhat ein Compendium dc oratione & preeibus herausgegeben. K.

B AL DO, ober Waldo, ein Benedictiner - Abt zu St.Gallen, hat 779 gclcbct, und tabulâtes rb/thmos ver-fertiget. X.

BALDO, Baldi, oder Baldlus (Baldus), ein Mebicnstm 17'Secnlo, von Florentz gebürtig, lebte zu Rom,aliwo er einCanonicat erlanget, und zum ProfcssoreLogiees bey der Universität bestellet wurde. In sei-nen letzten Jahren bemühete er sich um die Stelle einespabstltchcn Leib-Medici, als er aber selbige unter In-vocentio X bekommen, und darauf seine vorige Le-

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bens-Art in etwas ändern muste, zog er sich dadurcheine Kranckhcit zu, daran er wenig Monate hernachmit Tode abgieng. Er hinterließ nachfolgende Schriff-tcn: Dilquistr. iarro-ph/st ad textum 2Z Hlppocra-cis de acre ; diieeptationes de loco sffecto in pieu-riride; prostest, de contagione pestifera ; nach seine»»Tode aber ist auch sein Dilootirs del vero Opebaljhwàorientale ilu'CftiCf herausgekommen. Er.Man. Mang.All.

BALDO (Ludov.), ein Catalonier im i6ten Seculo,schrieb descripcion de los Condados de Rose He y Cerda-nia. Ant.

BALDOCK, ofcCl’Baldoch, oder Balclok (Ralph oderRadulph. ), ein Engcüänder, erst Archidiaconns zuMidlescx, 1298 Decanus an der Pauls - Kirche zuLondcn,endlich von 1304 Bischofs daselbst undRcichs-Cantzler, starb iziz, und schrieb historiant anglicam;statuta & confuetudines eccleiix fuse in unum volu-men redacta. Fa.Ben.

BALDOLUS (Hier. ), von Fulgino, ein berühmterPhilosophas und Medicus, schrieb nette lateinischeepistolas ; it. de peste ; de tuenda sanitate Lcc. undstarb zu Rom 1622,18 Nov. 3 ^-

BALDOV (J oh.), ein Professor der hebräischen Spra-che zu Leipzig, und Helmstädt, von Bareuth bärtig,wur-de nachgehends Pastor zu Neuburg an der Weser, undSuperintendent in der Grafschaft Hoya. Er schrieb

medullam Grammatic® ebreeas buxtorfio - erpenio-trostianos; specimen dilucidarii biblici; orationetnauspicalem de ebrxa lingua, tuib starb 1662, im Nov.im 58tcn Jahr. K. W, d.

B ALDO V (Samuel), ein Theologus, Joh. BglvovuSohiygebohren i646den 15 Ncv. zu Nienburg an derWeser, studirte zu Bremen, Helmstädt und Leipzig/wurde an dem letzten Orte 1668 Magister, 1672 Sub-Rector zu Bremen, 1673 Beicht-Vater und Hof-Pre-diger bcy Hertzog Lcrdin. Alb. zu Bevern, mit welchemer eine Reise durch Oesterreich, Ungarn,Böhmen, Mäh-ren,Schlesien und Sachsen gethan. An. i676pronio-virtc er zu Giessen in Licent. Theolog, und 1691 ebendaselbst in Doctorcm,wurde 1Ü83Pastor primär, beySt. Cosmä und Damiani zu Stade, 1699 Pastor zuSt.Mariä allda, und zugleich des königlichen CoMsistorii in Bremen und Verben Assessor, endlich ahck1713 Kirchcn-mrd Cvnststorial-Rath, wie auch Su-perintendens zu Dcrhen. Er schrieb evangclisth^Dcnck'-und Danck-Dstchlem; Reise-Düehlcin; -é(stem2in&vîd;ícn ex CoheL 111,16, 17; evangelischeund apostolischer. Gebet - ckAämmerlcin; Gebet-Lg'mbcln; christlichen Acit - Vcctreibcr; heiligtLest-Schmuck;Predigten; Dllpurationes Lcc.Lob.

BALDRICUS, stehe Baldericus.

BALDUCCI, ftCÍK Bolducci.

BALDUCCI (Ant.), ein Dominicaner aus Forlh ^

- ein berühmter Theologus und Prediger, wurde sV/,des Ordens - Generals Socius, 1557 General-Wl)