Band 
Erster Theil A - C.
Seite
751-752
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B ALWER BALZAC

BALZAC

S. Cacilii Cypriàni opéra ad MSS. codices recognita& illustrata studio Sc labore S. Baluzii, welche nachdessen Tode der p. PruSentius NIaran 1726 herausgegeben; Carmen in lauJem Joan. B, Brossard, ca-nonici & oíficiálL turelensis , welches in dem 7 ZBande der Nachrichten des P. des Molers stehet;Briefe, deren einige in Schelhorns Amconiraribusstehen ; ßijloire généalogique de la Maison d‘ Auvergne ;lettre pour j’ervir de reponse à divers écrits, qu'on asemés dans Paris sf à la cour, contre quelques ancienstitres , qui prouvent que Messieurs de Boiiillon descendenten ligne dir cèle sf masculine des anciens ducs de Guyen-ne sf Comtes d'Auvergne ; lettres au P. Towneminefur F édition de S. Cyprien qu il prepare, welche in denMémoires de Trévoux 1713 und 1718 stehen. Ermachte sich selbst die Grabschrifft:

II git ici le Sire Etienne:

II a consommé ses travaux.

En ce monde il eut tant de meaux,

Qu’ on né croit pas qu’il y revienne.

Es. Nie.

BALWER, Bouíwer, oder Bulvver (John), ein Ell-gellander, edirte 1644 Chirologiam , or the naturalLanguage of tbe Hand; Chironomiam, or the Art ofmanual Rhétorique , und 1648 Philosophum, or theDeafe and dumhe Mans Triend, exbibiting the philoso-phical verity ofthat subtile Art, xohich may inable onewitb an observant hie to Heare xoath any man speaksby the moring of bis Lips , zu Landen in 8, dari>ine erzeigen will, wie man mit den Lippen, Handen undFingern reden und seine Meinung zu verstehen gebenkönne. Einige Excerpta davon stehen in Harsdör-fers Gespräch-Spielen und deutschen Secretgrio.

BALZAC (Johannes Ludovicus Guez, Herr von),der Vater der frantzösischen Beredsamkeit, war zuAngouleme An. 1594 gebohren. Nachdem er in dem17 Jahre seines Alters eine Reise nach Holland ge-than, und hernach den Hertzog von Epernon an ver-schiedene andere Orte begleitet, trat er bey dem Car-dinal dc la Valettc in Dienste, und wurde von dem-selbigcn als sein Agent nach Rom geschickt, da er dennsich 18 Monate lang aufgehalten. Nach seiner Wie-derkunfft setzte er sich auf sein Land-Gut Balzac, vonbannen er doch zuweilen eine Reise nach Paris un-ternahmen Hoffnung, daß der Cardinal de Richelieu,der ehcdcssen seine Freundschafft selbst gesucht, seinGlück befördern würde. Da ihm aber, sich deswegenviel zu bücken und zu schmeicheln, nicht anstehen wöl-ke, ließ er endlich diesen Vorsatzsahrcn, und begnüg-te sich an dem, was ihm sein väterliches Erbgut ein-brachte. Das einige, was er von dem Hofe erhaltenkönnen, war eine Pension von 2000 Livres, die ihmaber überaus selten ausgezahlet wurde, nebst den Ti-teln eines Staats-Raths und frantzösischen Historio-graphe die er selbst an einem Orte magnifiques baga-telles nennet, und an deren stak er sich gemeiniglichConseiller äu Boy en ses conseils zu schreiben pfle-

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gen. Als er An. 1624 den ersten Theil seiner lettresan das Licht gestellet, wurden selbige so wohl aufge-nommen, daß man ihm den Vorzug unter allen fran-zösischen Scribenten einräumcte, oder vielmehr ihmallein unter allen eine wahre Beredsamkeit zuschreibenwolte. Wiewohl es nun an solchen Leuten nicht fehl-te, die darüber eifersüchtig wurden, so unterstund sichdennoch niemand, seine Schreibart öffentlich zu ta-deln, bis endlich An. 16270111 junger Mönch aus derCongrégation des Feuillans, mit Nahmen Andreasde saint Deny», sich wegen einer Stelle, darinne Bal-zac einen Theil der Mönche in gewisser Masse mitden Ratten und andern dergleichen Thieren in demKasten Noah in Vergleichung setzte, wider ihn aufbrin-gen ließ. Es schrieb also dcrselbige: Conformité del’ éloquence de Mr. de Balzac avec celle des plus grandspersonnages du teiiis paffe & du present, UNd ließ dieseSchrifft, ob sie gleich niemahls gedruckt worden, un-ter der Hand aller Orten ausstreuen. Als sich nunhierauf des Balzac Freunde seiner annahmen, undinsonderheit der Prior cl)gicr cineApologie vor ihn edir-te,mischte sich selbst derGencral der Feuillans,P.Gouluin diesen Streit, und stellte unter dem Nahmen phpl-larqve 2 Schrifften an das Licht, worinne er denBalzac aller groben Laster und so gar der Atheistereybeschuldigte; womit er aber, weil sich Balzac iedcrzeitsehr christlich aufgeführet, und das Widerjpiel amTage lag, bey verständigen und unpartheyischen Per-sonen schlechten Ruhm erlangte. Bey diesen Umstän-den wurden auch noch andere in diese Händel einge-flochtcn, die vielleicht noch lange gewähret hätten,wenn nicht Goulu An 1629 gestorben wäre, da dennobgeda bker Mönch Anvr. de St. Denys, als Urhe-b.r dieser Streitigkeiten, sich zu dem Balzac begab, dersich nicht allein sogleich mit ihm versöhnte, sondernihm auch nach der Hand alle nur ersinuliche Freund-schafft erzeigte. Als hierauf die Académie Françoisezu Paris errichtet wurde, erhielt er An. 1634 eineStelle in derselben. Dem ohngeachtet aber blieb erimmerfort auf seinem Landgute, ausser daß er sich von

Zeiten zu Zeiten zu den Capucinern nach Angoulemeretirirce, in deren Kloster er zwey Zimmer vor simbauen lassen, auch daselbst seinen Socrate Chrethverfertiget hat. Er starb den 18 Febr. 1654, nacchdem er sein Leben, ob er gleich sonst immer kranck ge-wesen, auf 60 ^ahr gebracht, und wurde, wie er selbstbefohlen, in dem Hospital de Notre Dame desges in Angouleme zu den Füssen der daftlbst begrasnen Armen zur Erde bestätiget. In seinem Testame"hat er diesem Hospital 12000 Pfund vermacht, ""hiernächst noch eine jährliche Rente von 100 '

ken ausgesetzt, die von 2 Jahren zu 2 Jahren als ePreis demjenigen gegeben werden solte, der nachUrtheil der Académie Françoise den besten -isieeüber eine zur Erbauung gehörige Materie r «wurde. Er hat in seinem Leben das Glück &

er fast von allen seinen Landsleuren bewundert, fin seiner Schreib-Art vor vollkommen angesehen ^'