BARTHO LTNUS
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BARTHOLELLUS (tfesar), Bischoffzu ForlivonPerugia gebürtig, war anfangs ein Advocate zu Romund verwaltete noch 1602 bey dem Cardinal sseterAl-dsbraudini die Stelle eines Auditeurs. Er gab ver-schiedene decisiones synodales heraus, und starb 1634oder 1635. Ol.
BARTHOLETUS (Fabriclus) , ein Medicus, ge-bohren 1588 den 26 Aug. zu Bologna, ward x6xzPhilos, und Mc,dicinä Doctor, wie auch Professor derDialectic in dem bolognesifchen Gymnasio, und ward1616 bestellet über die Wundartzney und Zergliede-rungs-Kunst zu lefen. 1618 kam er als ProfessorAnatomiä nach Pisa, kehrte aber nach Bologna zurü-cke, allwo er 1620 die ordentliche Profeßion der pra-ctifchcn Artzucy-Kunst, und das Jghr darauf eine an-sehnliche Zulage zu seiner Besoldung erhielt. Als derHertzogzuMantua und Montferrat, Ferdinand Gon-;aga, eine Universität zu Mantua anzulegen beschloß,ward Lartholetus 1626 als erster Lehrer der Medi-cin und Anatomie dahin beruffcn: wobey ihm seineLandslcute auch abwesend die Stelle lind Besoldungliessen, die er zu Bologna gehabt, ehe er nach Man-tua gezogen. Als Mantna 1630 belagert, und diePest dariune war, wolte er zurücke nach Bologna ge-hen, starb aber unterwegcszuLendinaria xgzoden 30Mertz. Seine Schrifftcn sind Vlethudns in dyspnoeafeu de refpírationibus libri V ; Encyclopxdia her-metico-dogmatica ; aulpicalis methodi démonstrati-ve anatomlcae precognitorum prelectio; anatomiahuinani microcosmi descriptio ; Comment, de hy-drope pulmonum. ~ 3 ol). Baptista paitomte hat 1740zu Venedig Commentarium de Vita Lc scriptis Bar-tnoleti drucken lassen.
de BARTHOLINIS (Baldus), siehe Novellus.
BARTHOLINUS, ein Mathematicus von Cölln,daher er den Zunahmen Coloniensts bekam, schrieb:Canones cuna'declarationibus eorum in tabulas c:>:n-puri eccleliastici ; de magnitudimbus terre, lune &solis; de diversts rebus ponderalibus, diversisqueexperimentis libralibus; welche Wercke 1515 zu De-vrnter in 4 zusammen gedruckt worden.
BARTHOLINUS (Albertus), Caspar Bartholinivierter Sohn, ist nach einer Reise in Deutschland Re-ktor der Schule zu Friedrichsburg in Seeland worden;wovon er aber wegen schwacher Leibes -Constitutionseine Dimißion erhalten. Er schrieb de scriptis Da-norum, welchen Tractat Johann Möller mit schönenhypomnematibus in seiner Bibliotheca septentrioniseruditi Vol. I wieder auflegen lassen, und in derVor-rede von dessen Verfasser Nachricht gegeben. Erstarb 1663, den 17 May, im 47 Jahr.
BARTHOLINUS (Bartolus), Caspar Bartholiniältester Sohn,- gebohren zu Coppenhagcn 1614, 21Septembr. war daselbst Professor Eloqventiä, wieauch Antiqvarius Königs Fricverici III, starb 1690,29 Jan. und hinterließ Comm. de penuia antiquo-rum, welche in Gravi i thefaurp antiquit. rom. T.VI stehet; de philosophé studio, Theologis, JCtis,Gelehrt. Ltxic. T /. 0
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Medicis, Philosophis Lc Oratoribus necestario ; lau-dationem funebrem Friderici III Danie régis; ora-tionem in excestum Christiani IV régis Danie &c,Ba. Vin.
BARTHOLINUS (Caspar), ein berühmter däni-scher Polyhistor, gebohren i;8;, 12 Febr. zu Mal-moe in Schonen, lernte in 14 Tagen vollkommen le-sen, hielt schon im 13 Jahre griechische und lateinischeReden in gebundener und ungebundener Schreibart,gicng in seinem 18 Jahre auf die Académie zu Cop-penhagen, und 1603 nach Rostock, wie auch fernernach Wittenberg, und trieb auf der letzten Académie3 Jahr lang die Theologie und Philosophie mit un-glaublichem Fleissc, ward allda Magister, that dar-auf meist zu Fusse eine Reife durch Deutschland, die-Niederlande, Engelland und Italien,folteauchznNea-polis Professor Anatomiä werden; wie er sich denn,nachdem er Wittenberg verlassen, sehr aufdie Medicingelegt; schlug aber solche Stelle aus. Als er daraufnach Franckreich kam, weite man ihn zu Seda.n zumProfessor der griechischen Sprache machen, welches ergleichfalls ablehnete. Er gieng darauf wieder nachItalien, trieb zu Padua die Anatomie mit grossemEifer, und wurde zu Basel 1610 Doctor Medicin«.Darauf practicirte er zu Wittenberg, und wurde zuCoppenhagcn Professor der lateinischen Sprache, wel-che Stelle er nach 6 Monaten 16x3 mit der Profes-sione Medicina vertauschte. Dieses Amt verwalteteer n Jahr. Als er aber nach deren Vcrlauff in eineschwere Kranckheit verfiel, that er eine Gelübde, daßer nach feiner Genesung nichts als die Gottesgelahr-heit treiben wolte; welches er auch hielt, und 1624Professor, 1626 aber Doctor Theologia zu Coppen-hagcn wurde, wozu er ein Canonicat zu Rodschild er-halten: daraufcr 1629, 1; Julii zu Sora gestorben,als er eben seinen ältesten Sohn dahin geführet hat-te. Er hatte 6 wohlgerathcne Söhne, von denender älteste Bartolus, Professor Eloqventiä zu Coppen-hagcn, der andere Thomas, Medicinä Doctor undProfessor daselbst, der dritte Caspar, Doctor Juris,der vierte Albert, Rector der Schule zu Friedrichs-burg gewcst, der fünffte Jacob, in Deutschland, alsernannter Professor zu Sora gestorben, und dersechste Erasmus, Doctor und Professor Medicina zuCoppenhagcn geworden. Seine Schrifften sind:
threnologia inobitum Anne Catharine regine Da-nie; orat. de ortu, progrest’u & incrementis acadé-mie hafniensis ; Rhetorica f. oratoria major & mi-ner ; Epigrammata extemporanea Lc fasciculus car-minum; Janitores Iogicibini; disputatio logicade genere Syllogismi contra Scherbium; de que-stionjbus mixtis contra Keckermannum ; Logi-ca major Lc minor; Metaphysica major Lc mi-nor ; Enchiridion ethicum : precepta physice;opufculum de principiis rerum naturalium ; de na-tura opusculum ; demundo; Systemaphysicum, wel-ches xo kleine physikalische Wercke in sich begreifst, dievorher eintzeln gedruckt worden; de lapide nephriti-Fff co;