BAUHINUS
BAUHOLTZ
86 ;
. lichin denArdenner-Wald, sodann nach Antwerpen,wäre aber da beynahe in die spanischeJnqvisition ver-fallen, wenn er nicht von des Gouverneurs Ehefrau,der er kurtz zuvor von einer gefährlichen Kranckheitaufgcholffeu, in Zeiten gewarnet worden. Er entflö-he dempach in Deutschland, zohe endlich nach Bafel,und nahm da seinen beständigen Sitz. Nachdem eran diesem Ort wegen Mangel anderer Lcbcus-Mitteldem Buchdrucker Hieran. Frobeiüc» eine Zeitlang alsCorrecror gedicnet, anbey aber auch die Medicin undChirurgie zu practiciren angefangen, fetzte er sich nachund nach in solchen Credit, daß er in und ausser Lan-des auch von Fürsten und Herren vielfältig zu Rathgezogen, und bey dasigem Collegio mcdico nicht al-lein zum Mitglied angenommen , sondern auch zumDecano ernennet worden. In seinem Gottesdienstwar er sehr eifrig, und pflegte zu sagen: er hätte zuHeilung seiner Krancken durch das Gebet mehr bey-getragen, als durch alle eingegebene Artzneyen. Erstarb An. 1582, im 71 Jahre seines Alters, und hin-terließ 2 Sohne, Johannen, und Lasparum. Re.Lin. HL.
BAUHINUS (Johannes), ein Sohn des vorherge-henden Johann!.-,, geböhren 1541 zu Basel, legte sichauf die Medicin, und ward An. i;66 Professor Rhe-toriccs zu Basel, wurde abco 1570 von Hertzvg Ul-rich zu Wurtemberg als Leib - Medicus und Land-Physicus nach Mömp lgard beruffen, welche Stelleer auch angenommen, und solche an besagtem Ortüber 40 Jahr verwaltet, bis er endlich allda An.isti znebst seiner Frau verstorben. Seine Schrifften sind:
De aquis medicatis nova methodus , 8 c de fostilibus,stirpibus, inl'ectis ; historia fontis, balneique bollen-lis ; historia luporum aliquot rabidorum ; de plantisa divis ianctisque nomen habentibus ; de plantis ab-synthii nomen habentibus ; historia plantarum uni-versalst;. Lin.Hend. Scbeucbzer. nova lirerar. Hel-vet. Nie. Hend.
BAUHINUS ( Joh. Calpar), Easpàri Bauhiui eini-ger Sohn, gebühren 12 Mertz An. 1606, erwehltenach dem Epempel seiner Vor-Eltern das Studiummedicum, und nahm nach zurück gelegten Rei-sen durch Franckrcich, Holland und Engelland 1628den Gradum Doctoratus in seinem Datrrlande an,worauf ihm allda sogleich im folgenden Jahre An.1629 die Profeßio anatomica und botauica, und,nachdem er dersclbigen über zo Jahr vorgestanden,die Profeßio practica Medicinä aufgetragen worden.Er wurde 1642 vom Marckgrafen Friedrich zu Ba-dcmDurlach, wie auch An. 1648 vom Hertzvg Lco-p^^.ckriedrichen zu Wurtemberg, als Leib-Mcdicus,endlich>1659 von,König sstudovico XIV in Franck-reich stlbst als Rath und Medicus angenommen.Den beyden obcrwehnkcn Profeßionibus hat er 55Jahr vmgestanden, und 7iDoctores Medicinä crei-eet. IN seiner zweyfacheu Ehe hat er sieben Söhneerzeuget, aus welchen 4 Doctores Medicinä, und ;Prediger worden. Das von seinem Vater anae-Gelchrt. Lexic. T.l.
BAULDRI 866
firngenetheatrum botanicum hat er völlig ausgefer-tigt, und dessen ersten Theil an das Licht gegeben.Er starb An. 1685 den 14 Jul. in dem 79 Jahre sei-nes Alters. Nie. Hend.
BAUHOLTZ (Leonhard), ein Presbyter, schriebparalipomena in Andres, Presbyceri rarisbonenlis,chronicon de dueibus Bavarias , Welche lüatqv. Fre-yer nebst dem chronico 1602 zu Amberg in 4 cdirt,worauf sie Io. Ge. Lulpis seinen 1685 zu Straßburgin fol. edirten Scriptor. rer. Germ. p. 91 seq. einver-leibet.
BAUHUSIUS (Bernhardus), ein 3 c(uiie und Prie-ster zu Löven, von Antwerpen, schrieb 9 libros epi-grammatum; pergulam spiritualis melodix, live li-brum piarum canrionum, und starb 16 19, 17 Nov.im 44 Jahr. AI. A. Sw.
de BAVIA (Ludovicus), ein königlicher Capcllan inGranada, von Madrik bürtig, setzte des JUejba hi-storiam ponriftcum von Anno 1572 bis 162z fort,und übersetzte Coneßagii historiant unionis Portu-gailiae. & Castilice ius Spanijche, und starb 1628.Anr.
BAVIUS, ein lateinischer Poet, so ungefehr 40Jahrvor Christi Geburt gelcbet, war ein elender Dichter,vermeinte aber doch, daß er wohl den Dirgiliumübertreffe; worüber er aber von iedcrman, auch vonVirgilio selbst verlacht wurde, wenn dieser in einerseiner Erlogen saget: gui Bavium non odit, amertua carmina JVîœvi. Er starb in Cappadvcien, inder 186 Olympiade. Gy.
BAULDRI (Lud.) , eilt Dominicaner von Rouen,studirte zu Paris, wurde 1622 Liccntiatus Theologiä,war ein Redner, Historicusünd Mathcmaticus,wur-de 1629 Prior seines Couvents zu Rouen, schrieb
advìs pour les ekme'm de la vie devote (J conduite à Voraison mentale ; traduâion de V epitome de V histoirede Severe Sulpice ; machte auch viele Anmercklingcn zuden Büchern, die er las, welche in seinem Couventzu Rouen befindlich sind, und starb zu Rouen > May1647. Seine Grabschrifft, welche ihm das Klostermachen lassen, lautet also:
P. F. Ludovicus Bauldri, nee marte ignotus, neemorte inglorius,
Hic te prxtereuntemrantillum moratur.
Virtute vixit, flima vivit, gloria vivet.
Privatus munis nemo magis :
Prcelatus Rotho. Ebroic. Turon. nxvo immunis,
Profellione iimplex, arte multiplex, sophi® magi-sterio suinmus.
Ibi vix hujus metam invenit, ubi Christus pofuit.
Dum enim Calvari® mathesim feriis instaurat esu-rialibus Aurobeci,
Erumpente e rupta vena vi perorando, ea demumanastomosi
In tarn glorioso mutiere vitam cum morte com-mutavit Kai. MajiMDCXLVII.
Jii Quod