Band 
Erster Theil A - C.
Seite
863-864
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86; BAUERMULLER BAUHINUS

BAUERMfíLLER ( Joh.Simon.) , ein Doctor undProfessor Medicinä zu Würtzburg, stund zugleich beydasigem Bischoff alsRath, und bey der Garnison alsMedicus in Diensten, hatte zu Wien und Halle studi-ret, schrieb Specirnen theorix medicre, stellte untereschiedene Díslérationes an das Licht, und starb 1717-Ke,

BAVERIUS (Marc. Ant.), aus Bologna, hat i;oogelebt, und ein Buch de mora, wie auch Je virtuteju-ramenti, ingleichcn de legatis Sc iideicommiíîìs hin-terlassen. K.

BAUFETI (Guillelrrms), stehe Wllhelmus 'Parisiens.

deß AUFFREMEZ (Joh,), ein Dominicaner-Mönchvon Rysscl in Flandern , trat daselbst 1469 in denOrden, studirte zu Cöln, wurde 1490 Magister Lau-reatus, im folgenden Jahr Rector der Schule zuRys-fd, endlich 1502 Gencral-Vicarius seines Ordens mHolland, starb den ig Apr. 1505, und ließ, obgleichnicht in völligem Stande, collectarium ordinationumin cpnvocationibus congregarionis hollandicx a pri-ma ejus institurione latarum. Ech.

von SAUG E, stehe Urfe.

de B AUGE ( Steplianus ), ein Bischoff zu Autun inFranckreich, war «in Sohn Gaulseran« IX Herrnsvon Bange und Bresse , schrieb Tractatum de Sacra-mento altaris & iis, quac adilltid variosque eccle-fix ministros pertinent, welcher in der llibliurhoca??. stehet, auch von Jean deMsnrsieon 1517 beson-ders bekannt gemacht worden. Erlegte 1150 seinBißthum nieder, und wurde ein Mönch zu Cluguy.8a.

BAUHINUS (Caspar), ein Sohn des ältern und Bru-der des jungem Johannis Lauhini, gebohren zu Ba-sel 1560 den 17 Jan. wurde von dem einen seiner Tauf-Pathen , Nahmens Caspar Hellet, einem gelchrtenNiederländer, zmn Erben seiner Bibliotheck und sämt-lichen Verlassenschaft eingesetzt, und wandte sich im17 Jahre seines Alters zu dem Studio mcdico. EinJahr hernach, nehmlich i?77/da die Pest;» Baselgraßirte, gieng er nach Padua, that hieraufeine Rei-se durch gantz Italien, und gieng nach 2 Jahren überBasel nach Montpellier , und nachdem er allda einJahr lang seine Stndia fortgesetzet, nach Franckreich,reisete so dann ferner nach Deutschland, und langteAn. 1580 in seinem Vaterlande wieder an. Er erhieltallda i;8i den Gradum Doctoratus, «nd übernahmhierauf von dasiger niedicinischen Facultat, die Anato-mie und Botanic -privatim zu lehren. An. 1582 wardihm dieProfeßioLingva gracä, u»dAn..l588 die da-mahls neu aufgerichtete Profeßio Anatomices undBotanices aufgetragen. An. 1596 ward er von Her-zog Friedrich zu Wurtemberg als ordentlicher Leib-Medicus angenommen. Ferner erhielt er zu BaselAn. 1614 die Profeßionem Medicinä pract. und end-lich anch die Stelle eines Stadt-Physici. Er starbendlich den ;Decembr. 1624. Seine Schrifften sindfcheamnn anatomicum, oder wie es im ersten Drucke

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htist de corporis human i fabrica ; institut, anatomi-es; de heimaphroditis 8c monsttofis partibus ; phy-topinax, s. enumeratio plantarum ; pinax theatri bo-tanici; prodromus theatri botanici; catalogus plan-tarum circa Basileam sponte nascentium; animad-vers. in bist. plantarum; de lapide Bezoar; tr.erho-dus medendi; de partibus limilaribus ; de compoii-tione medicamentorum; introduäio pulluum Jyn-•opsin continens ; de remediorum formulis ; animad-versrones in historiant plantarum; orat. de homine.Er gab auch seit. Andr. Matthieu Opera omnia, Cctibernamontani Kräuterbuch, Franc. Kousscti Buchde parta exsareo aus dem Frantzösischen ins Lateinübersetzet, Alo/sii Anguillara Buch de simplicibus■ mit Anmerckungen, Gail. Var igname sécréta medicaheraus. Nie. HL.

BAUHINUS (Hieronymus). 3 cf). CaspariBauhinidritter Sohn, gebohren r6z7den 26 Febr.trat.in dieFustkapffen seiner Vorfahren, und bekam, nach erhal-tmem Doctorat und vollbrachter Reise durch Franck-reich und Italien, 1660 die Profeßionem Anatomi-ces und Botanices, und An. 1664 die Profeßionemtheoreticam Medicinä zu Basel, in welchem Jahr erauch des TabernKmontani Krauter-Buch, welchesschon von seinem Groß-Vater Caspare verbessert wor-den, von neuem übersehen und vermehret heraus ge-geben. Er ward nach dem Tode seines Vaters Me-

• dicus ordinarius bey Ludovico X I V, Könige inFranckreich,siarb An. 1667 und hinterließ ijJohanncmCasparum, welcher An. 166; gebohren worden, und1705 den 19 Wart. als würtembcrgischer Leib-Medi-«us und Land-Physicuszu Mrunpelgard gestorben; und2)Iohannem Ludovicum,welcher,als LicentiatusJu-ris zu Basel die Stelle eines Rathsherrn und ande-re ansehnliche Ehren-Acmter bekleidet. Hend.HU.

BAUHINUS (Johannes ), der ältere, ein Medicusund Ehirurgus, gebohren zu Amiens 1511 he» 24!«»August, trieb die Chirurgie mit solchem Beyfall, daßer von vielen Fürsten und absonderlich von der Kotuigin Latharina von Llavarra zu Rathe gezogen,auchvon dieser letzter» mit der Grelle eines königliche»Leib-Medici beehret wurde. Als 4Jahr her»ach,r;zrErastui Roterovami llrteinische Uebersctzung des neue»Testaments zu Paris heraus kam, und Bauhinusselbiges gelesen, ward er dadurch bewogen, sich vonder römischen Kirche abzusondern, wesivegen er nebstandern als ein Flüchtling in Engelland übergegangenmid allda die Medicin und Chirurgie z Jahr langtrieben. Nach deren Verfiiessung kehrte er wiederum

nach Paris, ward aber kurtz darauf unter Francise» *Regierung um der Religion willen in Vcrhafft gezogen, und wircklich zum Feuer vermcheilet, iedoch ^jVorbitte der Königin Nîargarctha,Francisci Ister, welche er kurtz zuvor an einer schweren Kranttchcurirt,wiederum losgelassen, und von selbiger alsdeutlicher Leib-Medicus und Chirurgus angenomm 'Als bald hernach die .Verfolgung von neuem a ögangen, begab er sich aìif Einrathen derKoneg»»

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