Band 
Erster Theil A - C.
Seite
881-882
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BEAULIEU BEAUNE

de BEAULIEU (Sebastian de Pontault), Ct» Ritterdes Ordens St. Michael, erster Ingenieur und Maré-chal de Camp unter den frantzösischen Truppen, tratschon im i;den Jahre bey der Belagerung von Ro-chelle in Kriegs-Dienste, wohnte darauf vielen schlach-ten und Belagerungen bey, stieg von einer Stufe und\ Belohnung zur andern, bis er endlich die abgedachteWürden erhielt. Wegen der vielen Wunden, die erempfangen, wie er denn 1644 in der Belagerung vonPhilippsburg durch eine Stück-Kugel den rechten Armvcrlohren, tonte er endlich den Feldzügen nicht mehrbeywohnen, und wendete feine Zeit auf Beschreibungder Belagerungen Und Schlachten, welche dieFrantzo-sen zu seiner Zeit geliefert, die er zugleich in Kupffer ste-chen ließ,. und auf dieses Merck über 60000 Livresverwendete. Er tonte es aber nicht vollenden, son-dern starb 1674 den 10 August. Seine überlebendeGemahlin stellete es 1694 in groß Folio in 2 Bändenunter der Uiberschrifft ans Licht: ks glorieuses Con-quejhs dc Louis le Grand, und es wird dasselbe bis 520Rcichs-Thaler verkaufst. Pe. Gœtze.de BEAULIEU (Simon), ei» Frantzose von Brau-ste» in Champagne, war anfangs Archidiaconus zuChartres und Poitiers, hernach Canonicus zu Bour-ges und bey St. Martin zu Tours, und machte sich soberühmt, daß man ihn zum Ertz-Bischoff von Bour-ges erwehlte. Bonifacius VIII ertheilte ihm die Car-dinals-Würde, und schickte ihn mit dent Character' ei-nes Legaten in Franckrcich und Engcüand. Er hielteinen Synodum, beschrieb dessen Acta, ließ auch Epi-steln, und starb zu Orvieto 18 Aug. 1297. Ol.de BEAUMANTIS (Lud.), siehe Richeomus (Lu-dov.).

BEAUMONT (Franc.), ein englischer Pocte, dernebst Joh. <hetchern Comödien und Tragödien mitgutcn?Ruhm geschrieben, starb 1615. Wo.de BEAUMONT de Perefixe (Harduin), fM)e dePerefixe.

BEAUMONT (Henr.), siehe Harcott.BEAUMONT (.so.), ein berühmter englischer Por-te, florirte unter der Königin Elisabeth, und starb1623. Wo,

de BEAU MONTE (Paul.) , siehe Cibramonte.BEAUMONT (Phil.), ein Dominicaner von Paris,gab einen Mißionarium in America ab, tonte aberbey denen Caraibes wenig oder nichts ausrichten, kam* 6 6 3 »ach Franckrcich zurück, kehrte jedoch 1664 nachGuadalupe, hielt sich da bis an sein 1680 erfolgtesUitî>e auf, und hinterließ ein Diarium von seiner an-dern Reife nach America. Ech.

de B F a, L !r N E ( FIor imond), ein guter Mathematicusund Rath lm HoftGcrichte zu Blois, woselbst er 1601gebohren, wurde von Lartesio und Lartholino öff-ters besuchet, erfand sehr künstliche Fern-Gläser, nebstandern astronomischen Instrumenten, schrieb commen-

tarium m Renati de Cartes geometriam ; commentar.

Gelehrt. Lextc. T. /.

BEAU POIX BEAUSOBRE 88r

in algebram quatgnus geo-metris inservit , und starb1652. B.

de BEAU POIX (Barthol.), siehe a Pulchro Pon-déré.

deEEAUREGARD, siehe Berigard.

B E Á U S A R D (Petrus), ein Medicus und Mathema-ticus von Löven, war in der griechischen Sprache sehrgeübt, schrieb praxin arkhtneticum, irem de annulaartronomico , und starb 1577 zu Antwerpen. A.Sw.

BEAUSES, ein frantzösischer Jesuit, schrieb 1648 Wi-der des P. 'JtUTÌge les Jésuites mis für echafaut einBuch unter dem Titel: les impiétés sacrileges du‘Jarrige, dawider sich der p. Iarrige besonders ver-theidigte.

de BEAUSOBRE (Isaac), ein reformirter Theolo-girs, gebohren 16^9 den 8 Mertz zu Niort in Poitou,studirte zu Saumür, ward im 22 Jahre zum Predigt-Amte bestätiget, muste aber bey der Verfolgung der' Protestanten Franckreich verlassen, und gieng nach-Holland, von bannen ihn die Printzeßin von Oranien1636 an die Fürstin von Anhalt-Dessau ais Cabinets-Predsger schickte. 1694 gieng er nach Berlin, undward erstlich ordentlicher Prediger bey der frantzösi-schcn Gemeine, hernach aber königlicher Cabinets-Prc-diger, dabey aber nach und nach Consistorial -Rath,Director des ftantzösischm Hauses, Aufseher über diefrantzösischen Schulen, und ein Jahr vor seinem To-de Jnspector der frantzösischen Kirchen in Berlin, undin denen unter diesen Sprenckel gehörigen Oertern.Als man einem ieden Kirchspiele seinen besondern Pre-diger anwies, so kam er an die Kirche in der Neustadt,und nach Herrn Lenfants Tode 1728 an die auf demWerder, worauf er 1738 den 5 Junii verstarb. Erwar von starcker Leibes - Beschaffenheit, und ist nie-mahls sonderlich kranck gewest: so daß eàuch bis ge-gen sein Lostes Jahr öffentlich predigen können, unddabey alles Feuer und Lebhafftigkeit der Jugend behaltten; wie er denn zu einem Prediger gebohren zu seyngeschienen. Bey der frantzösischen Uibersetzung desneuen Testaments, die dem Herrn Bcausobee undfLenf«nt aufgetragen war, hat Beausobre die BriefePauli übersetzt, und die allgemeine Vorrede über dieseBriefe gemacht. Diese Uibersetzung verursachte, daßHerr Beausobre auf eine Schrifft antwortete, welcheDartis, ein unruhiger Prediger, wider ihre Arbeit auf-gefetzet hatte. Als man die ungenannte Gescllfchafftstifftete, war Beausobre eines der vornehmsten Mit-glieder derselben. Dieses gab ihm Anlaß, unterschie-dene Stücke in die Bibliothèque Germanique , überwelche er bis an seinen Tod die Aufsicht gehabt, nebstviel Auszügen aus Büchern zu verfertigen. Er ar-beitete lange an einer Reformations -Historie, und istdarinne bis auf das augspurgischeGlaubens-Bekennt-niß gekommen, hat auch solche in dem Stande hinter-lassen, daß sie in etlichen Qvart-Banden an das Lichttreten kan. Diese Arbeit gab ihm zu einer Ausschwei-Kkk fung