Band 
Erster Theil A - C.
Seite
895-896
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orientalische Litteratur, dari'nne er es auch so weit ge-bracht, daß er sonderlich im Arabischen und Persi-schen den letzter» weit übertreffen. 1678 ward ernach Augspurg zum Prediger brruffcn, und erstlichan der Barfüßer-Kirche, hernach bey der zum heiligenGeist befördert. Er war ein Mann von ungemei-nem Fleiß, und hatte sich ausser der lateinischen,griechischen, frantzösischen und italiänischen Sprache,auch eine grosse Wissenschafft in der Hebräischen,chal-däischen, samaritanischen, syrischen, äthiopischen, per-sischen, arabischen und türckischen zuwege gebracht,daher er wegen seiner Gelehrsamkeit auch gcMlstEnadcn-Gclder von dem König in Preussen gcnoßeu.Er starb den 2 Fcbr. An. 1701. Er hat eine großeAnzahl Schafften verfertiget, davon iedoch die we-nigsten ans Licht gekommen, als: rargum.seu para-phralis chaldaica in i Sc 2 librumChronicorum cumverlione larina Sc notis; specimen arabicum feu bi-na capitula Alcorani latine versa cum notis Sc anim-adver/ionibus ; martyrologium ecdeii» germanicspervetustum commentario illustrarum; monumen-ta antiqua judaica Auguíte reperta ; Abbildungund Beschreibung der türckischen Haupt Lahne ;ephemerides Persarum latine verse, commentariis

illustrât# 8cc. Unter den noch nicht gedruckten sind,

versio itinerarii Benjaminis cum notis; appendixnotarum in paraphraiin chaldaicam Chronicorum;respónsa philologica ad varioruin quaesita ; rhythmiveteres hebraei de Juditha ScMaccabsis cum verlio-ne & notis ; observationes in Otfridum; bibliotbe-ca arabica; menologium. rulstcum; lexicon rusli-cum, und Viel andere. Job. Bern. hub» hat 1703memoriam Beckii heraus gegeben. Pi.

von B ECK (Petr.), siehe Peckius,

BECK (Philippus), ein Professor Logices und Medici-nä zu Basel, hat des Pacbyweris epitomen. philoso-phi» übersetzt, und ist An. 1560 im Sept gestorben.Er.

BECK (stebastianus ), ein reformirker Theologus,ge-bohrt!, zu Basel An. 1583, nahm iblv den Gradumeines Doetoris Theologia an, und erhielt in eben demJahre die Profcßionem Thcologiäzu Basel, da er dasalte Testament ausgelegt, bis ihm An. 1618 diePros. noviTestam aufgetragen wurde. In eben die-sem Jahre sandte ihn die Obrigkeit, im RahmenderUniversität, zu dem bekannten Synodo zu Dordrecht,nach dessen Endigung er eine Reise in EngellandundFranckreich that, und zu Basel 1604 verstarb. Erhinterließ viel gedruckte distèmtiones theologicas,-

von seinen übrigen Schafften aber ist nichts aus Lichtgetreten. Unter seinen Söhnen ist sonderlich Lhrisiosphorus bekannt, welcher Au. 1626 gebohrrn, An.1650 Professor Oratoria, und An. 1654 ProfessorOrgani aristotelici worden, worauf er An. i6;8 ge-storben. H- Er.

BECK (Suicard), hat 1647 zu Cöln Predigten äegra-virare peccati heraus gegeben. K.

BECK (Theodoricus), siehe Bsck.

a BECKE (Dav.), ein Doetor der Medicin,guterChy-micus und Phpsicus von Minden in Wcstphalcn, ge-bohren ö Jan. 1648, practicirte zu Hamburg, starbaber daselbst in der Blüthe seiner Jahre 24 Oct. 1684,à z/ Jahre. Man hat von ihm expérimenta 8c

meditationes circa rerum naturalium principia; Ja-cob. Barnerum leyiter 8c amice castigatum , der ihneines Plagii verdächtig machen wollen; dist.de pro-cidentia Uteri; Garmerum ex Garmero ad vivurn 8cverbum descriptum; experimentum astronomicumcirca eclipiin solis 1684 futuram ; epistolam de sa-lis tartari aliorumque salium fixorum volatilitate exprincipiis 8c caùsis demonstrata. Er hak auch ver-schiedenes, so die praetische Medicin angehet, im MS.hinterlassen. Ei.

van der BECKEN, siehe Torrentius (Laevin.).

BECKER, siehe Pistorius.

BECKER (August.), ein JCtus, studirte 1664 zuWittenberg, ward 1692 zu Franckfurt an der OderDoetor und schrieb ; dist de Landfastiis, itemqueSchrifftsistiis Sc Ambtlastiis ; de concuriu delicto-rum Lee.

BECKER (Balthasar), ein reformirker Theologus, gt-bohrcn den 20 Mark. An. 1634 zu Metslawier einemDorffe in West-Frießland, allwo fein Vater Predi-ger war, welcher ihn selbst bis ins 16 Jahr feines Al-ters unterrichtet. Darauf hat er anfangs zu Gro-ningen, und hernach zu Franccker, zusammen fünffte-haib Jahr studiret, wäre auch noch länger aufUni-versitàten geblieben, wenn man ihn nicht nach Oo-sterlittcn zum Predigt-Amt beruffen hatte. An die-sem Orte ist er zuerst auf die Meinung verfallen,durchwelche er sich in der Welt so verhaft gemacht hat.Sein anderer Berufs führte ihn nach Franecler, daman ihn nüt in die cartesia»scheu Händel verwi-ckeln wolte: daher er gcnöthigct ward, die erste diebeste Vocation anzunehmen, und sich nicht schämte,<m dem von den Frantzoscn verstörten Orte Loenen,und dann zu Weesp eilten Prediger abzugeben. Dar-auf diente er 6 Monat zu Felde, bis er endlich zuAmsterdam ins Predigt-Amt gezogen wurde. An.166; nahm er zu Francckcr den Titel eines Docto-ris Theologiä an, und erklärte sich bald darauf vordie cartesianifche Philosophie, wodurch er mit Ich.vav der waye» , der iedoch nachgehends ein Carte-sianer worden, Streit bekam. Noch mehrere Feind-schafft aber zog er sich An. i67odurch seine Auslegungdes heidelbergischen Catechifmi auf den Halssmmas-sen er dadurch in die Händel zwischen Maresio undAltingio mit verwickelt, und dieses Buch nach einigerZeit auf Mares» Angeben durch eine Verordnung derHerren Staaten bey angezogener Glocke öffentlichverboten worden. Nicht weniger erregte auch An.1680 seine Untersuchung von Cometen «inigr^ Auf-sehen und Widerspruch, welches alles iedoch keinensolchen Lermen verursachte, als nachhero 2m. 1690