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geschahe, da er den ersten Theil seiner sogenanntendezauberten Welt anö Licht gestellet. Er hat unter-schiedene Schrifften verfertiget, als da sind: die On-
dersoek van de bete Keninge der Kometen ; adinomtiode philosophia carresiana ; frtescbe Godgeleerdhcit;Vitlegginge van den Profeet Daniel ; de leere der g er es or-me erde Kerkert van de vrye Nedcrlanden , begrepett inderselben geeloofs-belydenijsen ; de betoverde wecreld.
Dieses letztere Buch kam anfangs in 2 Büchern An.1690 ingzuLeeuwarden heraus, wurde aber hernachvermehrter in Amsterdam wieder aufgelegt. SeineMeinung gieng in diesem Buche nicht nur dahin, daßer keine vom Teuffel leibhafftig Besessene, keine diedurch einen mit dem Teuffel gemachten Pact zauberntönten, und keine warhaffte Gespenster gäbe; sonderner leugnete auch so gar, daß der Teufel die Machthabe, jemanden zu verführen, von wachem er glaub-te, daß er mit ewigen Ketten gebunden sey. Als sichLecker von diesen Meinungen nicht wolte bringenlassen, kam es so weit, daß ihm die Canzel gäntz-lich verboten wurde; wobey er iedoch seine Besoldungbis an den Tod behalten. In diesem Zustande lebteer noch 6 Jahr, bis er An. 1698 den 11 Jun. starb.Einsmahls bekam er einen beschwerlichen Schaden ander Brust, welcher nicht anders als durch eine grosseOeffnung gehoben werden konte. Er hielt die Curmit grosser Standhafftigkeit aus, und pflegte her-nach öffterszu rühme««, daß er bey seinem Leben seineigen Hertze gesehen hätte. Seincin Vorgeben nachhac er seine Gedanclen vom Teufel 25 Jahr langüberleget, ehe er sie in die Welt geschrieben, undob man gleich nach seinem Tode ausgesprenget, daßer vor seinem Eiide anders Sinnes worden, so hatdoch sein Sohn, Johann Heinrich Becker, in einerbesondern Schrifft, darinne er seines Vaters letzteReden aufgezeichnet, das Gegentheil behauptet. SeinLeben hat Gvil. Heinr. Leckher nebst der Historie sei-ner Controverstcn fein beschrieben. Becker im Scerf-bedde van d. Balthazar Bekker. B. lien.
BECKER (Christoph. Bafilius), ein Magister der Phi-losophie und gekrönter Poete vonZIme im Schwartz-burgischcn, ward 1632 Conreetor zu Husum, 1634Pfarrer zu Tellingsted in Dithmarschen, und endlichum 1642 Pastor primarius zu Kiel. Er stellte da-selbst 1643 eine Haus-Schule an, hielte aber mit ei-ner Dirne zu, die verehliget ward, und als diese zurStadt hinaus gestäupct worden, machte er sich 1650aus dem Arrest, und ward Rector zu Bergen beyMagdeburg, verließ aber dieses Amt heimlich, undbekam endlich von seines Kcbsweibes Bruder denRest. Er hat schediafma de ì-jâuvualc? infantil m : partumulatum ; Lycei chiloniensis ad Codannm intraprivatos fuos parietes aperiendi hypotypolin; Ver-schiedene lateinische und griechische Gedichte,und eineLeichenpredigt heraus gegeben, im E. aber rr.derepubl. Athenieniium hinterlassen. Mol.
BECKER (Conrad), OberJPistorius, ein Theolvgusdes 16 Seculi, zu Braunschweig gebohren, wo seinGelehrt. Lexic. T. /.
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Vater Bürgermeister gcwcst, hat zu Wittenberg stu-dirt, und nachher zu Güstrov eine Zeitlang em geist-lich Amt verwaltet. Als er darauf nach Srade zunrSuperintendenten beruffcn wurde, hatterzu Wit-tenberg 1556, 5 Nov. von Doctor Georg N?ajoreden Gradum Doctoris Theologia angenommen; zuStade aber seinem Amte mit solchem Ruhm vorgestan-den, daß er 1559 nebst Doctor Joachim Mörlin»von Braunschweig, und Doctor Paulo von Eiyenaus Hambtirg von dem Rath zu Bremen dahin be-ruffen worden, die von Doctor Alb. Hardenberg er-regten Streitigkeiten beyzulegen. An. 1562 wurde. er zu Güstrov Superinrendens, in welchem Amte erim Nahmen derinecklenburgischen Theologorum 1571auf den «volffenbüttelischen Synodum abgeschicktward. Als er aber «regen seines scharffen Amts-Ei-fers bey dem Hertzog Ulrich in Ungenad« kam, und1578 dimittiret wurde, zog er nach Rostock, undlehrte die Theologie, unterschrieb auch daselbst 1580die Forinnl. Concordiä. Von da gieng er 1581 nachAntwerpen, und hernach nach Wien. Darauf tru-gen ihm die Hildesheimcrdie Superintcndcntur in ih-rer Stadr auf, welche er angenommen. Weiler aberden von seinem Antecessore, M. Barthol. wolfart,geniachten Catcchismnm nicht billigen wollen, «varder vertrieben, ««nd zog nach Braunschweig seine Sa-che zuführen, wo er 1588 gestorben. . Von ihm sindvorhanden: propositiones ad dii'putationem ; oratiode dominatione Ponrificis romani; NNd einige latei-nische Episteln, davon Rehtmcyer in der braun-schweigischcn Kirchcn'Historic fuppfp. 88, und Lcuck-feld in historia heshuiiana p. 93 (.11 und andere edirthabe««. Alb.zniN Eelde analecka dil'guiiitionum.
BECKER (Cornel.), ein lutherischer Lhcoiogus, gc-bohren zu Leipzig izür den 24 Oct. ward anfangsCollega an der Thomas-Schule zu Leipzig, hernachArchidiaconus zu Rochlitz, 1592 Prediger zuSt.Ni-colai in Leipzig, 1594 Pastor, 1599 Doctor und Pro-fessor Theologiä, war er auch Collegiat des kleinenFürsten-Eollrgii, schrieb traftat. de auftoritare eccle*lix in scripturis interpretandis ; aualyiin plalmi sc-cundi ; disputationes theologicas ; Leichenpredigten;übersetzte auch die Psalmen in deutsche Reimen. Erhatte sich im Jahre 1604 vorgeironkmen, iu den Wo-chen-Predigten den 37 Psalm zu erklären, hielt aberam 9 May gedachten Jahres sein« letzte Predigt überden 2; Vers desselben Psalms: ich bin jung gewe-sen w. und starb 1604 den 25 May. W,d. G,e,t.Heinens Beschr. von Rochlitz.
BECKER (Cornelius), der jüngere, ein Sohn des äl-tern, von Leipzig, wurde zu Leipzig Magister undSonnabends-Prediger, 162; aber Pastor zuMeusel-witz, schrieb einen Paßions-Seiger; das Lied :. AchGott! erhalt uns für und für rc. und starb plötzlich4 May 1632, nachdem er noch den Tag vorher gepre-diget. Heck'crs göttliche Wohlthaten des Gottes-Hauses in Meuselwitz. '
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