Band 
Erster Theil A - C.
Seite
899-900
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BECKER

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BECKER ( Daniel), ftcfje Beckher.

BECKER (Dieter.), ein Musicus in der andern Helftte des tyten Seculi, war Städte Pfeiffer zu Ham-burg, und gab musiealische Frühlings-Früchte, in-gleichen zweistimmige Sonaten und.Sviten in 2Theilen heraus. Mol.

LECKER ( George ), ein Elbinger, gab 165; einBuch unter dem Titel orator extemporaneus heraus,mit welchem er ein Plagium soll begangen haben.

Thom.

BECKER (Gothofred.), ein Magister der Philoso-phie von Lennep in Wesiphalen, ward 1629 Rectorzu Husum, hatte mit dem Conrector allda einen logi-calischen Streit, schrieb directorium & lectionumelenchum cum mantisl'a legum scholasticarum, undstarb 12 Mertz 1652. Mol.

BECKER (Herman), ein Professor Matheseos undPastor an der Haupt-Kirche zu Rostock, im i/Secu-lo, hat verschiedene Schrifften edirek.

LECKER (Jac.), >. 2 ldolphi Sohn,von Schleswig,war königl. dänischer Secretarius und Advocat zuCoppenhagen, starb um 1682, und hinterließ eine Bi-bliothek, daraus die hvllsteinische Kirchen-Historie,son-derlich die neuere, ungemein erläutert werden kan.

Er hat Frid. Geisleri larvas detractas s. expolitioneinnominum, sub quibus scriptores aliquot pseudony-mi Iatere voluerunt, und davon ohne dessen Nahmennur ; Décades 1670 aus Licht getreten, mit noch 20andern Decadibus vermehret, die aber noch intMSt.liegen, und deren sich Placcius in seinem Theatro wohlbedienet. Mol.

BECKER (Jo. Adolph.), ein Bürgermeister zu Schles-wig und der Kirchen im hollsteingottorffischen Gene-ral-Commissarius, florirte in der Mitte des 17 Secu-li, und halff nebst andern die Matricul der beydenHertzoglhümer Schleswig undHollstein, die 1652 ge-druckt worden, revidiren und verbessern. Mol.

BECKER (Joann Henrich), einGeneral-Superinten-dent im Fnrstenthum Mecklenburg, starb 1733 undverließ unter andern eine schöne Bibliothek, deren Ca-talogus 1734)» Ratzeburg in 8 gedruckt worden.Er war Lalthasar Leckers Sohn, und edirte 1698bet Sterf- Bedde van ßia Vader Dofi. Baltb. Bekker,

zu Amsterdam in 4.

LECKER (Melchior), ein lutherischer Prediger, ge-bohren r6z; den 4 Octobr. zu Landsberg in Preussen,ward 1660 Pfarrer zu Lindenau im Balgischen, 1665aber bey dem grossen Hospital zu Königsberg, und1674 Crtz - Priester zu Jnsterburg, allwo er auch 1694den 15 Martii gestorben. Er hat an den bekanntenQvirin Ruhlmann 1670 einen Brief nach Rom ge-schrieben, und deswegen mit dem ältern D. von Sün-den einen Brief-Wechsel geführet, welcher Brief undBrief-Wechsel in den unschuldigen Nachrichten 1725stehet. Arnold. Un.

BECKER (Petrus), siehe Artopœus (Petrus).

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BECKER, Ober Pistorius, Ober Schmidburg,(Valen-tin), der ältere, ein Medicus aus Schmiedeberg, da-her er nach damahligem Brauch den ZunahmenSchmidburg bekommen, zog 1458 auf die UniversitätLeipzig, ward daselbst 1459 Baccalaureus und 1462Magister Philosophiä, 1465 den 16 Febr. MedicinäDoctor, that eine Reise nach Jerusalem, ward hier-auf 1468 Adfcsser dcr medicinischen Facultät, 1470Raths-Herr und Syndicus, 1471 Pathologiä Pro-fessor und Collegiat des grossen Fürstcn-Collcgii, 1484der fünfte Dccanus perpetuusin seiner Facultät undzugleich Therapeutices Professor, auch 1486 Bacca-laureus Juris, und starb zu Leipzig den 19 Martii1490. Er war -Hcnrici Vater und D. Sim. pisto-ns Schwieger-Vater. Galom. Stepneri infcriptio-nes liplienles. SWa/s annales lipsienses.

BECKER (Valentin.), der jüngere, zum Unterschieddes vorigen, oder auch Pistorius genannt, ein Magi-ster Philosophiä und Prediger zu Franckfurt an derOder, war Match. Hosti Eidam, der ihm seinWerck-gen de arete Noah fabrica dedicirte. Er edirte 1607Match. Idosti W'illichium feniorem zuerst zu Franck-furt in 4. Vergnügen müßiger Stunden .P. VIIIp. 12.

BECK ER (Wilh.),cinrömisch-catholifcherDoct.Jurisin Cöln, schrieb anfangs 1648 eine Diss.de jure Imp.rom^germ. die hernach von Ioh. Heinrich Reuternmit Noten zu Wien 1668 unter dem Titel: Synopsisjuris rom. ger. heraus kam; worauf sie der Verfas-ser selbst in ein und dem andern verbessert, 1654,1669 und 1677 edirte; darüber aber mit Henr.Henningcs einen Streit kriegte, welcher 1630 anno-tata darzn heraus gab.

BECKER (Thomas), oder Thomas von Cantelberg,eines Kauffmanns Sohn aus Londeiftim 12 Scculo,studirte zu Oxford, Paris und Bologna, wurde Do-ctor Juris canon. Archi-Diaconus zu Cantelberg, fer-ner Cantzler von Engelland, und endlich 1162 Ertz-Bischoff zu Cantelberg. Wegen unterschiedlicher Un-ruhe, so er in Engelland angerichtet, da er die Frey-heit der Kirche mit allzu grosser Hefftigkeit gegen denKönig behaupten wolte, muste er sich in Franckreichund Italien aufhalten. Als er sich aber nach getrof-fenem Vergleich wiederum in Engelland eingefundcn,und nochmahls einige Unruhe anfieng, wurde er1170, 28 December, im 52 Jahre von vier könig-lichen Bedienten, doch ohne Befehl des Königes vordem Altare umgebracht. Er hat hymnumad Deipa-ram feu encomium rhythmicum de feptem gaudiisB. virginis,fO itt Maraccii antistibus marianis stehet;quinque libros epistolarum geschrieben, welche Chri-stian Lupus 1682 zu Brüssel, nebst 4 Büchern vonseinem Leben, unter dem Titel quadrilogus heraus ge-geben, weil er solches atls vier Lebens-Beschreib»^

gen dieses Ertzbischoffs zusammen gesetzt. 3 m ~‘ r ct '

nuscript verließ er apologiam ad Gilbertum epilc.londui. und processum ejus ad suos epifcop 03 - -Her-