loyy
BION
BIONDI ‘
und zum andern, daßkein Dieb ein Kirchen-RäuberWare. Den Geitz f)tit er aUays x«>c/*s be-
nennet, und Plutarchus erzchlet, daß er seine Schü-ler gelehret, sie solten alsdcnn glauben, daß sie in derUebung der Tugend weit gekommen, wenn sie miteben der Ruhe des Gemüthes diejenigen, die sie schän-deten, anhören würden, mit der sie andere zu hörenpflegten, die Gutes von ihnen sagten. Zuletzt begaber sich nach Chalcis, fiel daselbst in eine Kranckheit,in welcher er viel ausstand, aus der Atheisterey inAberglauben verfiel, und sich der seltsamsten Mittel,Hülste zu erlangen, bediente; muste aber doch, nach-dem er viel erlitten, daran sterben. Cic; PL Fa. B.Laer.
B ION, ausProconnesus, hat zmZeitssherecydisvonSciros gelebt, und 2 Bücher geschrieben, deren Laer-tms gcdcncket. Von seinen Sciitentjen triste man ei-ne btì)ììl Plutarcho de aud.poer. an. CA.Fa.
B I O N Smyrnseus, ein griechischer Poet von Phlossa indem Gebiete vonSmyrna, zur Zeit pwlomäi Philo-metoris, war ein Schüler Ariftarchi Grammalicr,lebte mit Moscho zu einer Zeit, starb aber noch vordemselben, und ward von ihm in einem anmuthigenGedichte beklaget. Seine Hirten-Lieder, oder Idyllia,sind am saubersten zu Londen 1659 in 8 heraus kom-men, von Mr.Longcpierre aber ins Frantzosistche,undvon Dominico Rcgolckti ins Italiänische übersetztworden. Er hat in Sicilien, oder den. Neapolitani-schen gelebet,und ist am beygebrachten Gisste gestorben.
B. Fa.
BION, von Solos bürtig, hat von Aethiopicn geschrie-ben. PUn. Varro.
BION, ein Redner von Syracusa, dessen Gvioas ge-dencket, hat eine Rhetoric und anders mehr geschrie-be». Laie. 8.
BlON, ein Redner, hat 9 Bücher verfertiget, so er 9Musen nennet. Fa.
BlON, ein Tragödien-Schreiber, aus der Zahl, so manTarsianos nennet. Fa.
B I O N D O, suche Blondus.
B ION DUS, oder Biondi, oder Blondus (FrancisaisAnton.), gebohren zü Sanseverino bey Salerno,wur-de ein Minorit, Doctor Theologiä, Regent in demCollegio romano St. Bonoventurà, Bisthoff zu Or-ion», und schrieb 1646 de censuris .& irrcgularitate;ißoria della guerra civil«. To.
BIONDI (Joh. Francisais), ein Dalmatier, zu Lezi-nana an dem Golfo di Denezia An. 1572 aus eineradelichen, dabey aber ziemlich armen Familie geboh-ren, verfügte sich nach Venedig, und wurde nicht al-lein von der dasigen Rcpublick mit ihrem Ambassadeur,Soranzo, als dessen Secretarius nach Franckreich ge-schickt, sondern auch nachhero zu unterschiedlichen an-dern wichtigen Handlungen und Affairen gebraucht.Weil man aber seineBemuhungen nicht also belohnte,wie er es nach seinen Gedancken verdienet hätte, gjrng
IUOTA BIRCHERODIL'S 1100
er mit dem englischen Gesandten, Hcnrico wooton,nach Engclland, wo er, wie man nicht unbillig dafürhält, sich zu der reformirten Religion bekannte, undvon dem Könige Jacobs I eine Pension von 200Pfund Sterlings bekam. Nach diesem heyrathete ereine Schwester des englischen Leib - Medici Thcod.Mayernc Turqvet,wodurch er einige Güter in Franck-reich erhielt, brachte es auch folgends durch seine Ge-schicklichkcit An. r6r; auf der zu Grenoble gehalte-nen Versammlung der Reformirten so weit, daß sichdieselbe für den Printzen vyn Conde erklärte, und ließsich endlich zu Aubonne in der Schwcitz bey seinemSchwager Th. Maycrnc nieder, woselbst er auch An.1644 mit Tode abgieng. Seine Schrifften sind:
Ißoria délie guerre civili d' Ingbilterra tra le due Cafedi Lancaßro cd 'Jorc, dopo 1'anno i%yy all’ anno ifop,
in drey Qvart-Banden, nebst einigen Romanen mr-ter dem Titel l’Eromena , la Donzella deßorada und il Co -ralbo. Nie.
BIOTA und de Fuertes (Antonius), sieheFuertes.
de BI OT A , oder Viota, ( Dominicus) , von einigenBiatta , aber unrecht, genannt, war ein spanischerFrancifcancr - Mönch in der andern Helffce des 16Seculi, und übersetzte verschiedenes vonBanavcntu-ra kleinen Schrifften in die spanische Sprache, schrieb
auch compendìo para perfetanmtte servir a Dios ; !N-glcichen dichos y j'entencias del Santo F. Gil, companne-nero de S. Fraucifco. Ant.
BIRAGO, siehe Mediobarbus (Franc.).
BIRAGUS (Francisais), von Mayland, allda er dieProfeßionem Philosophiä, und hernach Politices be-kam, florirtc um 1647, und schrieb de duplici ho-minis felicitate ; de generatione& corruptione &cGhil.
BIRAGO ( Giovambattista), hon Avogadro aus Ita-lien , ein Ritter vomJerusalemiter-Ordcn, lebte i6;o
UNd schrieb: Ißoria africana della divißonc delT impe -riodegli Arabi; delle bißorie metmrabile ehe contiennele jbUevatiom di ßato de noßri tempi e li rumori mo-dern; di Francia fino al 16;0, als den ;ten Theil zu desAlex. Ziliali Historie ; Ißorie degli mutationi del regn»di Portugal , welche letztere auch ins Deutsche über-setzt worden.
BIRAGUS (Lapus), pifje Lapus.
BIRAGUS ( Renatus) , ein Cardinal, gebohren zuMayland, warCantzler in Franckreich,' und pflegtevon sich selbst zu sagen: er wäre ein Cardinal ohneTitel, ein Priester ohne Bencficio und ein Cantzlerohne Siegel. Er schrieb epistoias, ingleichen de po-tentia régis Gallioe, und starb i;8z, 24 Nov.im 74Jahr. Gr. Ol. Au. Fr.
BIRCHERODIUS (Jac.), ein Doctor Theologiä,von Marburg, aus Halland in Schweden, war Pro-fessor Philosophiä und Matheseos, wie auch nachge-hendsTheologiä in dem Gymnasio zuOdcnsee, undAssessor des Collegii consistorialis in Coppenhagen,schrieb de horis j Jibrum Prophet® Jon« exegetica
&