Band 
Erster Theil A - C.
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1127-1128
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1127 BLASIUS BLASTARES

tome contracta; viele diíputationes; verschiedeneorationes. Ueber dieses gab er auch Jo. Hier. Pul-verini medicmam practicam : Jo. Beguitti tyrocini-um chymicum mit Anmerckuuge» und vermehrter)Job. Vtsliiigii syntagma anatomicum cum commenta-riò; Petr. Morelli methodum pratscribendi formulasremediorum cum commentario \Phil. Miiüeri miracu-la & mysteria chyrfiico - medica mit Aumerckungcn:Tbam.Bartbolini fpicilegia duo ex valis lymphaticis;Fort. Liceti de monstrorum causis, natura & diffe-rentiis lib. 2 vermehrter; Latir. Beilini asatomica destructura & ufu renum ebenfalls vermehrter undTbmn. Willìjiï opem mit Anmerckungen heraus; über-setzte y». syntagma anatomicum in die deutsche,

und eben solch Wcrck in die niederländische Sprache,

und hinterließ im MS. anatomiam monstrorum ge-nerjlem cum figuris ameis, Mol.

BLASIUS (Joh.), fte^e Navarrus. .blasius (Jeh.), des vorigen GerhardiBruder,warbeyder Rechten Doctor, und gab zu beiden und Am-sterdam einen A'dvocaten ab. Er florirte in der an-dern Hclffte des 17 Seculi, hatte sich auch in der Me-dicin, nicht minder in den schönen Wissenschaffren 'und in der Poesie wohl umgesehen. Man hat ausserseiner Jnaugural-Disputation von ihm epistolam adTbom.Bmtholiuum de Lud. Billii 8c asieclarum adver-liis ìplum lcriptis ac calumniis,fo in Bartbolim epist.medicin. cent. 3 p.73 siehet: Se verliesse Mereu-vius mir looMinne-LrieveniGeschlachtboom derGooven cn Goodinncnr Lidarnants LSIagten en By-tytncn «an Cœlestina. Er gab auch 'Eberb. Bron-cborflii Comm. in tit. dig. de divertis reguîis jtiris

ajitiqui vermehrt heraus, und übersetzte Petr. Lau-rembergn acex-ram philologicam aus dem hochdeut-schen , îngleichen Tbom. Bartbolini refponsionem adnovas observationes bilfianas contra Zsstium unacum castigatione epistolae maledicte Lud. Bilfii ausdem Lateinischen in die niederländische Sprache, wol-te auch Ausomi poemata heraus geben. Mol.

BLASIUS, ober Samblafius, (Jo. Bapt.)', ein Patri-cius von Padua, lehrte daselbst von 1457 die Rechte,starb 1492, 6 Febr. und schrieb de contrarietate ju-ris civilis & canonici; de arbitre 8c arbiträrere ; decorrélatives; de astione & ejus natura; catalogumJCtorum; tr. pro montibus pieratis; Consilium inmateria divifionis feudi &c. Guil.Panz. Fa.

BLASIUS (Nicol. Anton.), ein JCtus von Taverna,aus dem Neapolitanischen, gab 1588 heraus fylvammemorabilium juris, feu conclusionum illulirium.To.

BLASTARES (Matth.), ein Mönch von dem Or-den S.Basilii, so gegen die Mitte des 14t«« Secn-li ssorirt, hat eine Collection von constitutionibusec-rleüasticis, mit hinzugefügten legibus civilibu;>nachOrdnung des griechischen Alphabetes,die er syntagmanennst, welches syntagma in Bevetegii pandectis cano-uu.-.i stehet ; cjuaitioncs matrimoniales feu opufeuium

GLATZEN BLAURER ing

de cauiis, welches in Freberi jure graco-rom. besindlich;ferner Carmen duplex de officiis magns ecclella; &a«lœ CPL. welches Goar dem Codino angehenckt;ingleichen tr. de Azymis contra Latinos ; de ufu cal-dce in eucharistia; de appolitione colphi f. cocti fm-menti in officio pro mortuis; fynopsin nomocano-nis Jo. Neßeut<e\ gloifarium juridicum grorco-la-tinum; rhetorica&c. geschrieben , welche letztern nochalle nngedruekt liegen. U.Fa.

BLATZEN (Herm. Frid.), ein Diaconus an derStiffts-Kirche zu Lübeck in seiner Vaterstadt, florir-te im Anfange des i8ten Seculi, und gab verschie-dene Lcbens-Bcschreibungen, als Georg. Ritteri,Ant.Wincleri, Christoph. Weudii &c. in deutscher Spra-che einzeln heraus. Mol.

BLAU, siehe Bleau.

de BLAVEMO, oder Blavello ( Gaufrid. ), sieheBlevello.

de BLAVEN (Arnoldus), ein Chymicus,florirteiz60und schrieb unter andern epistolam ad Petr. Andr.Mattbiolum de multtplici auri potabilisparamli ra-tione, welche in dieses Matthioli 1674 zu Basel zu-sammen gedruckten Werckeu stehet.

von BLAVEN ( Ritterhold) , siehe von Zefen, (Phi-lipp).

BLAVIAUS (Gaufr.), siehe Blevello.

BLAUNPAINUS (Michael),sieheBlanguangn.

BLA URER ( Ambrosius) , ein evangelischer Thcolo-gus, gebohren 1492 den 4 April zu Costnitz, aus ei-nem edlen Geschlechte der Blaurer von Warteliste ,verließ nach Lesung der Schrifftcn Lmhcri dasMünch-Wescn, und wurde, als er die Lehre Lncherrwider die Römisch-Catholischen vertheidiget, zu Cost-nitz zum Prediger bei rissen; wiewohl er auch an an-dern Orten in Deutschland eine Zeitlang das Evange-lium gcpredigct hat, z. E. zu Ulm, Eßlingen, Jsny,Augspurg, Memmingen, und dann vornehmlich imHertzogthum Wurtemberg, zu dessen Rcsorniation ernebst ander» von Hertzog Ulrich berufen worden, undbey dieser Gelegenheit An. 1535, aSept.die erste evan-gelische Predigt in Tübingen gehalten. In eben die-sem Jahr den 28 May hielte er auf ermeldten Her-zogs Befehl, nebst Lucero und Frcchten eine Unter-redung mit Lass. Gchwcnckfelden auf dem Schlossezu Tübingen, An. 1537 wohnte er dem Convcnt zuCchmalkalden und 153-9 dem zuFrauckfurt bcy.jLuthc-rc> solle er übrigens nicht sonderlich günstig gewesenseyn. Als das Interim der Stadt Costnitz aufgedrun-gen wurde, gieng er nach der Schweiß, und nahm inBiel die Prediger-Stelle an, setzte sich aber endlich inWinterthur znrRuhc, und starb daselbst 1568, oder1560, oder >567. Er hat einige Predigten ; thefaurumfpiritualem ; libellum confolatorium ; Erklärung,-warum cr vas LSloster verlassen,und andere Schriff-tcn hinterlassen. V. Sech. Ad.Panr. Sl. Fi.

B L A U R E R, oder Blarer,(llartholoma:us), ein berühm-ter Juriste von Costnitz, hat in der andern Heisre des

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