Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1193-1194
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BOILEAU

BOINEBURG

1193

de Magistris ; de antique jure presbyterorum in re-gimine ecclestastico, tlttfer dem Nahmen Claudii Fön-test; de anrujuis 5c majoribus epilcoporurn c.uilis ;historiam confeflionis auricularis contra Dallœum;de adoratione Eucharistix contra Dalla; am 8c Oan-dienn ; de sanguine corporis Christi post reíùrrectio-nem; obiervationes contra librum Gaudentii de ai-íumtione B. Virginis ; remarques d'un théologien furle traite de Maìmbourg de rétablissement de l'eglife ro-maine ; traité de la contrition necejjaire pour obtenir larémission des péchés; de caritate ad obtinendam ve-rdatn peccatorum nece/Taria ; Recueil des diversespie-ces, concernant les censures de la faculté de théologiede Paris contre Vernant & Guimenius ; Eclair ci se-ntent fur un passage de S. Auguftin , cité dans le livrede la perpétuité de la foi , Unter bcitt Nahmen Sr. Bar-nabé; Gregorii papae librum pastoralis curoe cum va-riis lectionibus; traité du devoir de la vie des Eve-ques traduit du latin de Louis de Grenade-, DionyjiiCarthuftani de vira 8c moribus canonicorum librum;Epîtres choisies de Grégoire le Grand traduites en fran-çois; des empeckemens dit Mariage; an Cephas a Pau-lo reprehenfus lit Petrus ; eine schöne Auflage desTractats Ratramni de corpore & sanguine Christi ;das Colloquium criticum de sphalmatis virorum inre litteraria illustrium, beitt er eine DilT. de taftibusimpudicis beygefügt ; Pensées choisies. Er liebte denSchertz, und nennete unter andern die lettres de Ca-chet, welche man den Doetoribus in der Sorbonnezuschickte,die wegen der Eonstitutions-Affaire aus Pa-ris weichen muffen, ihre Adels-Briefe, worüber ihmdie Jesuiten so Viel Verdruß machten, daß er sich, solange der König Ludewig der XIV lebte, der Sorbon-ne enthielt, nach dessen Tode aber 1715 wieder aufge-nommen, und nach -Huaets Tode zum Deeano gemachtwurde, welche Wurde er aber kaum z oder 4 Monategenossen. Er verlohr 1671 feine Bibliothek bey ei-nem Brande in dem Haufe der Sorbonne, schasste sichaber nachgehends eine weit zahlreichere an, die er demAbt Gilbert mit dem Bedinge vermacht, daß er seinenErben 10000 Pfund davor zahlen solte, und starb1716 den I August. Maizeau vie de Mr. Boileau.Nie.

BOILEAU (NicoIaus s , Herr von Despreaux, ein jün-gerer Bruder des Aegidu und Jacobi Boileau, vondenen vorher, war ein berühmter Poetzgebohren zu Pa-ris den; Der. oder den 1 Nov. 1636. Er studirtein dem Eollegio voit-Hareourt, um welche Jett sichheftige Stein - Sehmertzen bey ihm äusserten, daherer sich auch muste schneiden lassen; wiewohl er demohngeaehtet Zeit seines gantzen Lebens grosse Beschwer-

. lichkeit davon übrig behalten. Nach diesem kam erin das Eollegium von Beauvais, da er demt so vieleZeit alif Lesung der Poeten und Romanen wendete,daß man ihn.zum össtern davon abziehen muste. Alser nach der Hand in der Sorbonne eine Zeitlang dieTheologie gehöret, ^verliebte er sich in ei» Frauenzim-mer, Nahmens Mads. de Bretouville, welche ihm

den Rath gab, daß er sieh um das erledigte Prioratvon St. Paterne in der Diöces von Beaiwais bemü-hen solte. Er bekam auch solches bald darauf: alsihm aber nach 8 Jahren der Präsident veLamoignonzu erkennen gab , wie er-dieses Benefieium mit Rechtuieht behalten könte, indem er initlerweile nicht ein-mahl den geistlichen Habit angezogen; so legte er das-selbe nicht allein freywillig nieder, sondern ersetzteauch auf einmahl alle bisanhero davon gehabte E:n-künffte, welche sodann dem erwehnten Frauenzimmer,da dieselbe in das Kloster gieng, als eine Aussteuermitgegeben wurden. Er widmete sich darauf völligder Poesie, und verfiel auf das Satyrenfchreiben, wo-durch er sich zwar viel Feinde machte, aber doch we-gen seiner netten Schreibart voit den meisten hochgeschätzt ward, wie denn der König selber an Lesungseiner Schrifften groß Vergnügen fand, und solchesin dem Privilegio, so er zur Auflage derselben An.1674 ertheilt, bezeuget, auch dem Boileau 1672 einejährliche Pension reichen ließ, und.ihm An. 1677 nebstRacine seine Historie zu beschreiben auftrug; An.168 4 ward er zum Mitgliede der königlichen Acadé-mie der Jnscriptioncn gemacht, auch in eben demsel-ben Jahre in die Académie franeoise aufgenommen.An den Jesuiten hatte er beständige Feinde, Massenerste sowohl sonst hin und wieder in seinen Schrifften,als insonderheit in einer Epistel von der Liebe Gottesangegriffen, die wider ihre Lehr-Sätze von der rechtheilsamen Busse gerichtet war. Endlich schrieb er garwider sie eine besondere Satyre fur V équivoque, die erkurtz vor seinem Tode in einer neuen Auflage seinerWercke heraus geben wolte, auch bereits ein könig-liches Privilegium deswegen erhalten, welches aberauf Anstiften der Jesuiten und Bemühung des P.Testier wiederruffen wurde; doch kam sie nach sei-nem Tode in der neuen Auflage seiner Wercke zumVorschein. Ausser seinen Satyren, Briefen,so wohl ingebundener als ungebundener Rede, art poétique m\bLutrin, hat man auch von ihm ein paar Ode» , ver-schiedene epigrammata, eilte Uebersetzung des Longinivom hohen Stylo, eine dich über die Satyre, auchetliche absonderliche Anmerckungen über die Subli-mität, welche sich in der Erzehlung. Mosis von derErschaffung Gen. I, I finden solle, wider lluetium See.welche Schrifften zu verschiedenen mahlen zusam-men gedruckt worden- Seine letzte Lebens-Zeit durchverließ er den Hof, und lebte bald auf dem Lande, baldin der Stadt, bis er den 13 Mertz An. 1711, »«74Jahre seines Alters starb. Mr. Maizeau hat 1712zu Amsterdam la vie de Mr. Boileau d' Efpreanx her-aus gegeben. IIist. Nie.

von BOINEBURG ( Joh. Christian), ein Freyherr,kayserlicher und mayntzischer geheimder Rath, wieauch Ober-Hof-Marschall, gebohren 1622 den i2Apr.zu Eisenach, nahm 1656 ^ römisch - katholische Re-ligion an, wurde 166; füussMonat gefangen gesetzt,und aller seiner Würde beraubet, hernach aber wegenseiner Unschuld, iedoch mit dem Bedinge, an keineF f fk 3 Rache