Band 
Erster Theil A - C.
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1203-1204
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B O K A R T S BOLDENUS

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& Boucrter d'Achille, in welcher Schrifft er die Mei-nungen der Fr. Dacier gegen den Hrn. la Mothevertheidigt ; Per. Pitnœi vira, elogia; Claudii Pelle-terii vira, so denk vorigen beygefüget ist; Batracho-myomqchìe d' Homere, unter dem Nahmen Punius 2 biiberiuö Mcro ; pueßes Anacreontiques Greques ; Oedipe,Tragédie de Sophocle <sts les oiseaux, comedies d’ Arist 0-f haue traduites; remarques hißoriques critiques furf anthologie MSt. qui eß a la bibliothèque du Roi, wel-che, nebst verschiedenen andern dergleichen Abhand-lungen in den mémoires de l’acad. des inscript.Tom. 2,4,5,6, 7 befindlich sind. So hat er auchdem Herrn. Despreaux verschiedene Anmerclungenüber den Eonglnum de fubium mitgetheilet, welchein dessen Oeuvres mit gedruckt worden. Hist. Nie.

BOÍVÍN (Ludovicus), Joh. Jboívítts älterer Bru-der, gcbohren zu Monrrevil - Largile den 20 MertzAn.1649, siubirte anfänglich unter den Jesuiten zu Rouen,nachgehends aber zu Paris, und legte sich eine Zeit-lang, west er sich zu nichts gewissen entschlossen ton-te, zugleich auf die Theologie, Jura und Medicin,halte aber sonderlich in Humanioribus guten Fort-gang, und kam dadurch in solchen Ruff, daß verschie-dene in hohen Aemtern stchcnbe-ßielehrten, besondersaber RMgnen, pelletier nnb andere, die alten griechi-schen und lateinischen Autores von neuen mit ihmdurchzugehen aufgemuntert wurden. Als hieraufder Eantzler Tellicr die Studien der Universität zu■ Paris anders einzurichten sich entichlossen, kün-digte er auf Befehl desselben die vorhabende Re-formation durch einige Theses an, würde auch ohn-fchlbar das Amt eines Antecessoris auf dersclbigen er-halten haben, wenn er nicht schon Advocat gewesenwäre, und die Prcrpin einer Prvfeßion auf der Uni-versität vorgezogen hätte. Nachdem er-sich hiernechsteine Weile bey dem Staats Rath B-giron aufgehal-ten, kauffte er sich einige Güter in der Normandie.Hierauf wurde er eilt Mitglied der Académie des In-scriptions, welche Gescllschafft iedoch 20 Jahre zuge-bracht, ehe sie sich in ihn schicken lernte, indem erzwar bey aller Gelegenheit eine ausnehmende undwcitläufftige Gelehrsamkeit verspüren ließ, seine Ge-dancken aber meistenrheils in größer Unordnung vor-trug, und wenn man dazu stille schwieg, es als eineVerachtung ansähe, da er doch auch, wenn man ihnviel Einwürfe machte, sich gar sehr ereifern konte.In seiner Jugend machte er viel tausend. Verse, bisihm endlich ITÎ. Lhapclain, sein verirauter Freund,wiewohl zu seinem grossen Mißvergnügen, zeigte, daßdieselbe voller Fehler, und von einer natürlichenSchönheit sehr entfernet waren. In dem Alter aberlegte er sich sonderlich auf die Chronologie, versprachauch die Geschichte des Joseph» mit Anmcrckungenheraus zu geben, welches aber nicht geschehen, undstarb endlich den 24 April 1724, in dem 75 Jahre sei-nes Alters. Seine Schriffttl» sind: Histoire de La~

rine & de Stry angle ; dijfert. fur un fragment de Diodo-rtde Steile; chronologie de Denys d’Halkarnaffe; und

dergleichen mehr, welche man in den mémoires deI' académie des inscript. antrifft, die aber auch nurvon einigen Abschrifften genommen, oder von Mundaus nachgeschrieben worden ; weil man auf keine an-dere Art etwas von ihm bekommen. Hist. Nie.

BOKA R T S (Adrian), fiche a Thiemen.

BOKEL, siehe Loche!.

BÜKELMANN (Christian Julius), ein lutherischerTheologus, gcbohren zu GrosscnEndorffin der Graf-schafft Schaumburg, ailwo fein Barer Pastor war,siudirce zu Hildcsheim, Rinteln,Jena undHelmstädt,ward »684 Pfarrherr zu Edemisse», kam daraufnachZelle, ward allda Archidiaconus und Beysitzer desConsistorii, besaß eine sehr zahlreiche Bibliothek, und

, darunter eine grosse Collection von Kirchcn-Ordnun-gen, deren er 40» Stücke zusammen gebracht, wel-cher Vcrzeichnig in 2xö»rgs 1726 gedruckter Biblio-theca agendorum steht. Er vermachte gedaclste Col-lectiv» der Kirchen-Bibliothek zu Zelle, und starb1745, >2 Febr. unverheyrathct, im 8oken Jahre sei-nes Alters, und z iten des geführten Predigt-Amtes.NZ.

BOKKYNG (Radulphus), fiche Bocking.

B O L AN D (Petrus), ein Poet, lebte gegen das Endedes 15 Scculi, und schrieb earmen sapphieurn proEriderieo Imp. III 8c aliud in morrem Rudolphi A-gricolse; Epigrammata ex sententiis Senecse 8c Pla-tonis; Sapphicum inD. virginem ; heroicum, in opusde rriplici candore. . Aus dessen Liede stahat ad U-gnum crucis, ist nachmahls das Lied gemacht worden :Da jürftiii an Dein (Eceutjc fumö. Wezel in Licdrr-Dichter».

B 0 E ANI ( 0 omli»ieus),einVcnetiancr,war um 1484berühmt, und schrieb an den Doge zu Venedig einWerck de immaculata conceptione S. Maris. T. Fa.

BOLANI (Dominicus), fin Dominicaner aus einemPatricien-Gcschlcchte zu Venedig, bekleidete anfangsein und andere Ehren Stelle seines Ordens, wurde1588 VischoffzuCanea in Creta, und lebte nochiSis.Man hat ihm die ; Sammlung aller Concilien nachdem Gurius zu dancken, welche zu Venedig 1585 infol. heraus gekommen. Ech.

BOLANNOS (Johannes Hevia), ei» spanischer Ju-riste von Oviedo zu Anfange des 17 Eeculi, ließ sichzu Lima häuslich nieder, und gab daselbst ein Werckunter dem Titel euria Fhilippica in 2 Theilen her-aus. Ant.

B O L AT H (Jehuda), hen Joseph, ein spanischer Rab-bine von Estclla in Navarra, lebte im 15 Seculo,hielt sich zu ConstantiUopel auf, und gab daselbsteSu.> roa'Vi, 1510 in 4 zu allererst heraus. W.

BOLD (Henr.), ein englischer Pvete, der ein sonderlichTalent hatte, die schwersten englischen Verse in latei-nische zu übersetzen, wie seine gedruckten Poemaca aus-weisen; starb r68g. Wo,

BOLDENUS (Gerhardus), ein Medicus von Veronä,florirtt in der letzten Hrlffte des i; Secnli, stund an-