Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1247-1248
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1247 BORCHARDUS BORDEschlechte der Marckgrafen Montis St. Maria, hat Je

uiücapione und de prxfcriptionibus ailerciones ju-ridicas geschrieben, welche zuPisa 1607 gedruckt wor-den. Ol.

B o R C H A RD D 8, siehe Brocardas.

BORCHOLT (Wem. Mich.), ein Hamburger, stu-dirte zu Rostock, ward 1707 Magister daselbst, um1719 Professor an der Rittcr-Academie zu Lüneburg,und 172z Superintendens zu Bardowick Man hatvon ihm disp. de. quxstione an & quantum in niorali-busexiignis liceat argumentari ; Sie in heil-Schrisstdeutlich gegründete wahre Lehre des seligmachen--den Christenthums, oder deutsches compendiumtheologi®; Dan. Sev. Sculteti paraphralin continuamin integrumN. T. textum cum obier vationibus iuis.Mol.

a BORCHOLTEN (Jo.), ein Juriste, gebohren zuLüneburg den ; April 1 535, brachte 10 Jahr in Franckreich, und daruià ;bey Iac.Cujacio zu, wurde Pro-fessor Juris zu Rostock, und hernach zu Helmsiädt, wo-selbst er den 9 Oct. 159z gestorben. Er schrieb tra-itât. de feudis ; de transactionibus ; de compenlätio-nibus ; Consilia & difputationes juridicas ; coinmen-tarium ad Instituta ; tr. de verborum obligationibus ;degradibus; de obligationibus & uctionibus; de ju-rejurando; de in lirem jurando ; de rebus creditis ;de acquirenda vel amittenda possessione; de usuris;de pastis. Ja. Cafelius hat dessen elogium tll der ihmgehaltenen oratione funebri, Hclnist. 1594, 8 ent-worffen.

BOREHOLTEN (8tatius), ein .sCtus von Rostock,und Sohn Johannis Lorcholte», an! Anfange des 17Seeuli, schrieb de rescindenda venditione ; discursumde veto justoque Principe ; gab auch seines Vaterscomment, in tit. ff. de transactionibus heraus.

BORCULOO ( Hermann ), von Utrecht, that eineWallfahrt ins heilige Land, und edirte nach seinerWiederkunsst 1538 daselbst delineationem &c deicri-ptionem civitati» hierosolymitance ac locorum sacro-rum universx Palxstinoc. S;v. A. Bur.

BORDE, oder Bordus, (Alexander oder Andreas) ,war einer von den Carthausern in Engelland, welcheihn aber ansstiessen, daher er die Medicin studirte, her-nach in der Welt herum reiste, und bis in Africakam;bey.seiner Rückkunfft promovirte und practicirte, aberdabey allezeit seine strenge Lebcns-Art behielt, indem erein hären Hemde auf der Haut trug, und wöchentlich3 Tage Wasser tranck. Nichts desto weniger wird er

. beschuldigt, daß er ein Bordel vor sich und andere guteFreunde gehalten, und als solches verrathen, und ereingesetzt worden, sich nnt Gisst vergeben habe, undalso 1549 gestorben sey; welches doch andere leugnen,und meldet insonderheit Pitseus, daß er zu Winchester1545 die Welt verlassen. Er schrieb im Englischenbreviarium lanitatis; Einleitung zu allen Sprachenund Wisseilschaffteni üb. prognoiticorum & de urina-rum judiciis; promptuarium phyiices tttib einige lusti-

BORDEILLES BORÛING 1248

ge Bücher, darunter auch eines vorkonrmt, so mit vie-ler Heffcigkeit wider das Gelübde der Keuschheit ge-sell rieben ist. Wo. Fa.

BORDEILLES, siehe Bourdeille.

BORDESIUS (Jo.), ein Jésuite, von Bourdeaur,hatdie Rhctoric in Meyland, uachgchends die Philosophieund Theologie in Franckreich gelehrt, ist auch Rectorder Collegiorum zu Aup und Agcn gewest, und alsMißivnarius nach Candia geschickt worden. Er schriebin frantzösischer Sprache veros abusas prxtensorumabusuum'midie; de iacrificio missx contra Calvinum,und ohne Nahmen contra Phil. Moimum &c. undstarb 2 April 1620, im 61 Jahr. AI.

B O RD IN (Franc.), ein Medieus und Professor Ma-theseos zu Bologna, florirte um 1573, in welchemJahre er eines seiner Wercke, so aus z Traktaten be-stehet, unter dem Titel: chiliades quxíitorum & re-iponsorum mathemaricorum ad cognitionem univerlipercinentium herausgab. Vo.

BORDING (Andr.), eines Medici Sühn vonRipen,gebohren 21 Jan. 1619, studirte zu Coppênhagen dieTheologie und schönen Künste, gab darauf viel Jahrelang einen Hofmeister bey jungen Edelleuten ab, ward1653 zu Sora Magister, hielte sich darauf eine gerau-me Zeit bey einem dänischen Reichs-Rath zu Erichs-.holm auf, und ward endlich 1664 Lector Theologiazu Ripen, danckte aber in dem folgenden Jahre, weiler die Pfarre zu Wcsterwcdsiedt mit zu versehen hatte,und im Predigen keine grosse Uebung hatte, wieder ab,und begab sich nach Coppcnhagcn, wo er den Titel alsköniglicher Hof-Poctc bekam, und im May 1677'starbt Seine Schriffteir sind: Carmina varia, sowohlin lateinischer als dänischer Spräche; Mercurius hi-storiais menstruus, in dänischer Sprache, von l666 an 'bis 1677; epicedion in ohitmn Friderici III régisDan.; Jubilum Septentrionis cimbrici, bkydcs IN dä-nischer Sprache, nebst vielen gcist- und weltlichenOden in eben solcher Sprache. Jnr MSt. liegen von

ihm hymni danici in periochas dominicas & festiva-les ; poema danicuin in heroinas Danix literatas.Fried. Rostgard hat seine dänischen Gedichte zusam-men ans Licht zu stellen versprochen. Mol.

BORDING (jacobus), ein Medieus, gebohren zuAntwerpen den r i Jnnii 1511, wo sein Vaicr LTico-laus ein Kauffmann war, erlernte zu Löven unterdem Clenardo die hebräische, griechische und lateini-sche Sprache, studirte zu Paris und Montpellier dieMedicin, wolte hierauf in Aasten gehen, ließ sich aberuntcrwcgens bereden, zu Carpentras eine Schul-Be-dienung anzunehmen, wurde hierauf zu Bologna Do-ctor, practicirte in seiner Vater-Stadt sehr glücklich,purste aber, weil er die evangelische Wahrheit erkannte,von dar entweichen, lebte eine Zeitlang in Hamburg,stand nachmahls zu Rostock als Professor Medicinaund Leib-Medieus des Hertzogs von Mecklenburg 7Jahr in Diensten, wurde aber 1556 nach Coppenha-gen zu gleicher Station beruffcn, und starb allda den

1 Sept.

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