Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1249-1250
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BORDING

1249

I Sept. 1560, nachdem er enarrationes in sex librosGaleni de tuendasanitare; einigt Consilia medicaunbphysiologiam, hygieinen & pathologiam; or. de vira& obitu Chriítianí III régis Dan. ; epistolamadCorn.Bœckelium adversus suspicionem Calvinismi apolo-geticarn geschrieben. Er ließ auch Anri-Calvinianaquoedam im MSt. Ad. Li. AE. A. Vin. Mol. Ba.Sw.

BORDING (Jac.), ein Sohn des vorhergehendenJacobi, gebohren zu Hamburg 27 Jan. 1547, begabsich mit seiner Mutter 1560 nach des Vaters Todevon Coppenhagen nach Rostock/ und that von darnachAntwerpen eine Reise zu seinen Freunden, die ihn nachParis zu gehen und allda zu studiren beredten. Weilaber die innerlichen Kriegs-Unruhen wenig Sicherheitallda versprachen, kani er nach Löven zurück, und alser auch allhier nicht sicher zu seyn glaubte, nach Hey-delberg, Rostock und Leipzig, wo er seine Studien vol-lends absolvirte. Im Jahr 1574 ward er Licentiat,und 1579 Docker Juris zu Rostock, auch ProfessorJuris feudatis und mecklenburgischer Rath, hernach1586 Cantzlcr. Er danckte aber 159; ab, und begabsich nach Lübeck, wo er ,600 Bürgermeister ward, und,nachdem er etliche mahl in Gesandtschafft nach Däne-marck gebraucht worden, 21 Febr. 1616 starb. Vonseinen Schrifften ist nur ein Responfum juris, so inCothmanni reiponsis academicis stehet, bekannt, Und 2feiner Episteln an Joh. Rirchmannen liegen «roch imMSt. Er hatte des berühmten Arn. Burenü TochterElisabeth, zur Ehe, welche 159g starb, und von Läse-lio in dem auf sie verfertigten elogio sehr gerühmetwird, wechselte auch mit Ioh. Laselio verschiedeneBriefe, die noch im MSt. liegen. Ad. Mol.

BORDING (Laur.), ein Bruder des vorhcrstchendcnAndrea von Ripen, lebte in der andern Helffte des 17Seculi, war Pastor zu Uldborg und Rostcd, auchProbst an dem crstern Orte, und hatte den Ruhm ei-nes geschickten Poeten. Insonderheit aber war er einvortrefflicher Emblematiste, und schrieb VI monumen-ts didtceleos ripeniis vetusta literis exfculpta runicis,die man in d. Wormit monumencis danic. nebst sei-nem Commehtario antrifft, hinterließ auch im MSt.ernblernata und odas ac cantiones sacras in dänischerSprache. Er muß mit Laur. Lorckingo, der 1677zu Aarhusen als Lector Theoiogia gestorben, vorheroaber Professor Histor. zu Sora gewesen, und eine difT.

de utraque historia recte legenda ac intelligenda ge-schrieben, nicht vermenget werden. Mol.

BORDING (Phil.), ein Sohn des ältern Jacobi,gebohren zu Antwerpen i May 1542, wurde zu Ham-burg und Coppenhagen erzogen, studrrte an dem letz-teren Orte, wie auch zu Rostock, nahm daselbst dieMagister-Würde, und zu Coppenhagen denDoctor-Titel in der Medicin an, und starb zu Stralsund, woer Stadt-Physicus und Mcdicus gewesen, 1565 im24 Jahr. Seine Schrifften sind epitaphium in mor-tem parentis ; programma de laudibus Lc usibus arith-Gelehrt. Lexic. T /.

-ÖRüINUS BORELLI 1250

irtsticae; elegia de eolipsi lunx 3 Jul. 15 60 obser-vât:!. Mol.

B O R Ô I N U S ( Joh. Franciscus), ein TheolvgUs UNdRechts - Tklchr.er von Rom, war Presbyter Congre-gationis Oralorii, und Ertz-Bischofs zu Avignon;schrieb vitas romanorum pontificum ; librum de ré-bus gestis Sixti V pontisicis romani; volumen car-minum; epitomen annalium Baronii, und starb 1609,W, d. H.

BORDOY, oder Bordy, (.so. Bapt.), ein spanischerJesuit von Baleare in Majorica, gebohren i;68, wardes Vice-Re von Aragonien, Ferd. 2 -orgia, Beicht-Vater, starb zu Saragossa 1627 am Seitenstechen,und hinterließ 2 Bände de bulla cruciat*. AI.

BORDUS (Andr.) , siehe Borde.

BOREE L (Adam), ein gelehrter und in der hebräi-schen Sprache wohl erfahrner Mann, aus Seeland,der socinianischen Partey zugethan, schrieb: Ad legernLc testirnoniurn, welchen Traktat -Hornbeck, Maresiusund andere widerleget. In niederländischer Sprache

hat man von ihm concatenationem auream christiani ;tractat. de fraterna reJigione &c. UNd starb 1667.Er folgte in seiner Lehre meist dem puccio, Sebast.Arancken rc. wie er deün auch 164; zu Amsterdam ei-ne eigene Gemeine sammlen und aufrichten wolte.Seine Opera posthuma kamen i68z zuCosmvpoli,vdervielmehr zu Amsterdam in 8 heraus; und dessen An-hänger werden in HollandBorecliften genannt. W,d,Am. Hend.

BOREEL (Wilhelm), Rath und erster Pcnsionariusvon Amsterdam, hat seinem Vaterlandes Jahr lang,insonderheit bey verschiedenen wichtigen Gesandtschaff-teu mit grosser Treue und Geschicklichkeit gedient, undist zu Paris 1668 als holländischer Ambassadeur ge-storben. Larolus I in Engettand hätte ihn zunr Ba-ronet gemacht, auch ihm in sein Wapcn aus demenglischen Wapen einen Leoparden, und überdies eineCrone, wie die Vicomtes zu führen pflegen, gegeben.Kayser Ferdinand»« III hatte ihn wollen zur reichs-gräflich.'n Würde erheben, er hatte aber solches aus-gcschlagen. Seine Briefe und Handlungen sind nebstden Briefen und Handlungen des Pensionarii de wirkund des van Beuningen An. 1724 in 4Tomis zuAmsterdam heraus gekommen. HL.

BOREGK (D. Martin), ein Mediaus, gebohren undauch wohnhafft zü Breßlau, wurde wegen seiner böh-mischen Lhronicke, so er von A. C. 639 bis 1577 zuWittenbel-g in foi. 1587 heraus gegeben, bekannt.Eeb.

BORELLA (Johannes), ein Medicus zu Bergamo,lebte zu Anfange des 17 Seculi, und hinterließ einenTract, de cura infestorum. Ke.

BORELLI (Camillus), ein neapolitanischer JCtus,von Oliveto bürtig, lebte zu Ende des r6 und Anfangedes 17 Seculi, und schrieb difçorso catolko & apolo -gia bißortca; Commentaaia super pragmaticis rggts

Kk kk ksräi-