Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1295-1296
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1295 BOVIUS BOULAINVILLIERSlebte tm Anfange des 17 Seculi, und schrieb braue

bißoria delT origine , fondatione e miracoli della devotacbiesa de S. Maria de' Martin di Molfetta. To.

BOVIUS (Joh. Baptista)j ein JCtus zu Bologna/von >Rigio,aus Calabrien, in der Mitten des i 5 Seculi,hat einen Tractat de statutaria urbis prxscriprioneheraus gegeben. To.

BOVIUS (Joh.Carl), ein Neapolitaner vonBrindisi, 'war erstlich Episcopus ostunensis, wurde hernachErtz-Bischosf in seinem Vaterlande, wohnte dem Con-ctlio zu Trident bey, übersetzte Clementis Constitutio-nes apostolicas zuerst in die lateinische Sprache,undgab solche mit seinen Annierckungen 1564 heraus.To.

BOVIUS (Thorna?), ein Medicus aus einem edlenGeschlechte zu Verona gebohren, begab sich, nachdemer sich einige Jahre zu Padua in den Studiis , be-sonders der Artzney-Kunst umgesehen, in Kriegs-Dienste, blieb auch in denselben gantzer 27 Jahr,dien-te dem Kayser Larola V, und verschiedenen Reichs-Fürsten, gieng hernach wiederum in sein Vaterland

■ zurück, stetig anwie Medicin umsonst zu practiciren,und fuhr damit eine geraume Zeit fort, obgleich seineEuren mehrentheils sehr unglücklich ablieffen. Erbat sich bey dem Magistrat die Freyheit aus, seinenbisherigen Nahmen mit einem andern Zephyricl zuverwechseln, von welchem er glaubte, daß es derNahme seines ihm von Gott besdnders zugegebenenSchutz-Engels sey; wie er denn auch davon einenbesondern Tractat an Pabst GregoviuniXlII schrieb.Ausser diesem hat er noch verschiedene medicinische undtheologische Schriffren aufgesetzet, welche insgesamtein Zeugniß von seiner verworrenen Einbildungs-Krafft abgeben können, und ist An. 1609 gestorben.Pap.

BOUK (joh.), ein Hamburger, und beyder Rechten Do-ktor, war anfangs Canonicus und Syndicus daselbst,hernach mecklenb. Hofrath und der Universität Ro-stock um 1560, da ihm zugleich nebst andern die Un-tersuchung der zwischen D. Draconire und dem Skadt-Ministerio daselbst entstandenen Streitigkeiten auf-getragen worden, Antecesl'or primarius , auch 1564Rector, büssete über 156; seine Frausamt 4 Kin-dern innerhalb etlichen Wochen an der Pest ein, undbegab sich zu Linderung seiner Schmertzen nach Ham-burg, wo er sich noch 1571 am Leben befand. Erhat prozrammara ; orationes und epistolas ad Paul.ab Pieren geschrieben , welche letztere noch nicht ge-druckt sind. Mol.

de BOULAIN VILLIERS (Henncus) , Graf vonS.Saire,Villenesle,Citrye rc.war zuS. Sairc den 21Dct. An. i6zz von Lrancisco von Boulainvilliern,Grafen von S. Sairc, und Susauna von NlanncviUegebohren, bemühete sich, nachdem er die Studia fleis-sig getrieben, durch die Waffen sein Glück zu machen,und that so lange Kricgs-Dienste, bis er sich nach Ab-sterben seines Vaters, solche wieder aufzugeben ge-

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zwungen jähe. Nach diesem.wendete er alle Zeit aufdie Studien, untersuchte mit besonderm Eifer die Hi-storie von seinem Vaterlande und dessen vormahligenRegenten, nebst den alte» Rechten, Sitten und Ge-wohnheiten, und schrieb davon, zu seinem eigenenGeht auch und seiner Kinder Unterricht, verschiedeneBücher, ob er gleich niemahls willens war, dieseibigein Druck zu geben. Die vornehmsten darunter sind :

Mémoires fur 1‘ bißoire da gouvernement de France ;lettres fur les anciens parlements de France-, bißo-ire abrégée de France ; und ‘mémoires présentés àMr. le Duc d’Orléans pendant la minorité de Louis XV,welche, nebst den Mémoire, die auf Ludovic: XIVBefehl von den Intendanten von gantz Franckreicheingesendet worden, zu LondenAn. 1727 unter dem Ti-tel: Etat dela France, zusammen in Z Vol. in fol. her-aus gekommen. Seine so genannte réfutation de Spi-noza ist zu Brüssel, nebst einigen andern dergleichenSchrissten An. l7g l in 8 aus Licht gestellet worden;enthält aber nichts weniger als eine Widerlegung die-ses beruffenen Atheisten, indem darinne vielmehr des-sen gefährlichste Lehren dem Leser in einer angenehmenGestalt und in ihrer völligen Starcke ohne einige Be-antwortung vorgestellet werden. So haben auch dieGelehrten von seinem vie de Mahomet, welches zuAm-sterdam An. 17g i gedruckt worden, geurtheilet, daßsolches nichts anders, als eine Satyre wider die christ-liche Religion und vielmehr eine Apologie, als eine auf-richtige Lebens - Beschreibung dieses Betrügers sey.. Nichts destoweniger will man behaupten , daß er diegautze Zeit seines Lebens mit lauter solchen Personenumgegangen, welche wegen ihrer Frömmigkeit undLiebe zur Religion vor andern in gutem Anschn gestan-den, inglcichen daß er endlich den 2; Jan. An. 1722 einerbaulich Ende genomnicn. HL.

BOULAISE (Johann.), lehrte 1576 zu Paris diehebräische Sprache, wiewohl er schlecht Auskommenhatte, und schrieb lingua: S. compendium; alpha-betum hebr. ; variam dictionum fignilicationem admysticos scripturx fensus &c. Co.

du BOULAY, ober Bulxus, (Cxsar Egaslms), ein Ge-richts Schreiber und Historiographus, auch ehemah-liger Rector der Universität zu Paris, aus dem Dor-fe St. Ellier in Nieder-Maine bürtig, hat in demnavarrischen Collegio zu Paris die Rhetorik gelehret,und spéculum eloquentix; rllelaurum der römischenAntiquitäten in frantzösischer Sprache, wie auch hi-storiam univers, pariiiensis in 6 Voi. in fol. edirt,wor-auf ei' 1678,16 Oct. als ein Emeritus gestorben. B-

BOULANGER, fte^e Pistor ( Mart.).

BOULANGER (Petr.), siehe Bulengen

le B 0 U L ANGER, erri Parlaments - Rath zu Paris,schrieb 1669 la morale galante , ou f art de bien aimer ;ic. la logique des Amants, und starb im Sept. 173Vim 80 Jahre.

de BOULAY (Edmund), oberster Herold und Waf-fcN'Köuig am lothringischen Hofe, florirte um 155°

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