BOURBON
r:p7 BOULDUCCI BOURADIER
als m guter frantzvsischer Poet, Hlstoricns und Red-ner. Seine Schritten sind la généalogie des Ducs deLorraine; Gedichte; la vie <£f le trépas des deuxPrinces de paix, Antoine tstf François ; péroraison ousupplément, où sont contenues phtfieurs lignes collatéra-les des Rois d' Ausrase Çys Ducs de Lorraine; le trcsexcellent enterrement de Charles de Lorraine, Duc deGuise ; le blason de s écu de Lorraine. Cr. Calmeshist. de Lorraine.
BOULDUCCI, fî^Bôlducci.
BOULENGER ( Andreas ), ein Augustiner-Mönch,so lutter dem Nahmen le périr Bore André bekanntist, war aus einer guten Familie aus Paris entspros-^ ftn, und hat s; Jahr hinter einander in den ansehn-lichsten Städten des Königreichs gepredigt. Weiler zuweilen in seinen Predigten einige lustige Einfälleeinzumischen pflegen, so sind ihm daher verschiedeneunanständige Possen uird Schertz-Reden, als ob sol-che von ihm herkommen, zugeschrieben worden. Manhat nichts von ihm als eine Leichen-Rcde, so er derÄebtißin von Chelles, Marix Henrietrx Den Bour-bon , gehalten. Er starb Au. 1657, im 79 Jahre.Mémoires du cems.
de BOULOGNE ( Adrian.), ein niederländischer Je-suit von Dornick, gcbohrcn 1590, lehrte die schönenWissenschafften, ward in verschiedenen Schulen, undimCollegioznVcthuneRector, und des kayserlichenGenerals, Philipps, Grtrfcns von MansfelS Beicht-Vater. Er starb den 10 Ockobr. 1655 zu Dornick,woselbst er epigrammatum libros 3 heraus gegeben.AI.
SOUL WER, siehe Balever.
de BOUMA (Dom.Acronius),sieheAcronius.
BOUNZEUS ( Petrus), ein Doctor Medicinä , ausDedfort, allwo cr um 1624 practicirte, schrieb pü-u-
do-medicorurn anaromiam. Wo.
BOVO, siehe Bonno.
B O V O, ein Benedictiner-Abt zu Cithive im frantzvfi-schen Flandern , hat um io6oflorirk, und narrario-nem de invendone St elevatione corporis S. Berri-ni geschrieben, welche beym Mabnion Sec. III Act. SS.Benedict. stehet. Fa.
BOUQUIER (?en-.),siehe Maissonville.
BOUQUIN ( Car.), (in Dominicaner von Tarasconin Langvedoc, war Professor Theologia und Re-ktor des Studii generalis zu Ai/, verwaltete auch ver-schiedene Aemter seines Ordens, und starb zu Buch14 Febr. 1698, im 76 Jahr. Seine Schrifftcn sind
Solis Aquinatis splendores circa SS. eucharisti* my-sterium; sermones apologetici; de /’ origine, antiqui-té , excellence /’ utilité de L état religieux en s égli-se; instruâions chrétiennes & ortodoxes en forme decatéchisme; annus apoíìolicus, welches letztere Nochim AIS liegt. Ech.
BOUQUIN (Petr,), siehe Boquinus.
BOURADIER, ein Doctor der Sorbonne, war derPartie zugethan, die gegen die Constitution Unige-Gclehrt. Lexic. T.L
' 1298
nitus ist, verfertigte ihre Memoriale, und dieappel-lirende» Bifchöffe bedienten sich mcistenthcils seinesRathes, wenn von ihnen etwas in Ansehung des Kirrchen-Streits solle vorgenommen werden. Ueber dieZeitungen von Kirchen-Sachcn führte er die Dire-ction, und starb 1749 zu Paris. NZ.
BOURBON (Armandus), siehe deConty.
de BOURBON (Gabrielle), eine gelehrte PrintzeßininFranckreich, aus der Familie derer von Montpen-ster, war des Grafen Louis von Bourbon Tochter,und Louis de la Tremouille II Gemahlin, schrieb leVoyage du penìtent; le temple du Saint esprit ; Vin-struólion des jeunes pucelles ; les contemplations fur hmystère de f incantation de Jesus Christ Stc. und starb1516 den 30 Nov. auf dem Schlosse Donars inPoitou.Cr. Vo.
BOURBON (Nkolaus), ein berühmter Poet, gebohrrcu An. 150,3 zu Vandeuvre, einem ohnweit Bar-sur-Aube in der Diöces von Langres gelegenen Dor-fe. Weil sein Vater einem Eisenhammer daselbstvorgesetzt war, machte er in seinem 14 Jahre ein la-teinisches Gedichte über die Schmied-Esse, unter demTitel Ferraria, und gab auch verschiedene Probenseiner P.oetischen Geschicklichkeit nach derHand an denTag, womit er theils vielen Beyfall erlangte, theilsaber wegen einiger darinne enthaltenen anzüglichenStellen verursachte, daß er um das Jahr 1534 aufeine geraume Zeit ins Gefängniß geleget wurde,Nach seiner Bcfrcyung begab er sich eine Zeitlangnach Engelland, allwo er von dem Könige st>envicoVIII, dem Ertzbischoff Lranmer, Erasmo, und andernviele Hochachtung genoß, und wurde nach seiner Zurrückkunsst in Frankreich von der Königin Margare-the von XîAvatm zumJnformatore ihrer Priutzes-sin bestellet, gab aber diese Bedienung Alters wegennach etlichen Jahren selbst wieder auf, und gieng end-lich zu Lande an den Gräntzen von Anjou ulid Tou-raine, allwo er ein geringes Deneficium hatte, mitTode ab. Das Jahr, worinne cr gestorben, ist un-bekannt, soviel aber ist gewiß, daß er noch An. 1550gelcbet habe. Er wirb insonderheit wegen seiner Wis-senschassten in Antiqvitäten und in der griechischenSprache gcrühmet, von seinen Gedichten aber sinddie Urtheile der Gelehrten sehr ungleich. Man hatvon ihmnngarurn libros 8, welche unterandcrn in denDeliciis poctar. Gallor. Tom, I befindlich sind, Undvon Lunvorpio guten theils auch unter dem Titel:tctrastichorum joco-seriorum sylvula zu Franckfurt1625ediret worden; ferner paädoIogiam,sivedepue-rorum moribus libellum , worüber Jean de Laurcs
d'Amiens, genannt Lollctet, einen gelehrten Com-mentarium verfertiget; inglcichcn turnulum Fran-ciiei I Rogis, 8t duorurn ejus liberornm. Von des-sen nugis urtheilet Vwenus üb. I epigr. 42 also:
Quas tu dixiííê nugas, non eile putasti ;
Non dico nugas eile, sed esse puto»
JoV. Sam. Nie.
Nn nn BOURBON