1305 BOURGOINEUS ßOURGUET BOURGUEViLLE BOURIGNON 1306
nitatis ; de contemtu mundi ; excrcitatlones in myste-ria rosariiV. M. ; meditationes in mysteria virai, paf-sionis & mords J. C.; debono sodalitatis parthenis;de parrocinio & cultu Deiparse. AI. A.
BOURGOINEUS, siehe Bourgoing.
BOURGOING (Francisons), der ältere, von Revers,war Canonicns allda, und hernach reformirtcr Pre-diger zu Genf, Übte in der Mitten des 16 Seculi, undschrieb eine frantzöstscheKirchcn-Historie, die 1565 znGenf in 2 Folianten gedruckt worden; eine Ildm'ffrtzung dcsJofephi rc. HE.
BOURGOING (Eranc.), der jüngere, von Revers, einSohn Jacob! Bourgoing, gebohren zu Paris I;85 den18 Mark. tractirte die Theologie in der Sorbonne, warder dritte General von derCongregakione Presbyters-rnm Oratorii in Franckreich, edirte des CardinalsBcrulli Schrifsten, nebst einer kurtzen Lebens-Bcschrei-bung und andern Werckcn,z. E- veriraces öcexcellen-rias,/elu Christi incarnati in meditariones diliribu-tas See. unb starb 1662 den 26ten September. Gr.Ve. Sa.
BOURGOING, oder Burgoineusss Jacob) , ein kö-niglich- frantzösischcr Steuer-Rath, so in der letztenHelffte des 16 Seculi gelcbet, war in Sprachen undder lateinischen Poesie wohl erfahren, und verfertigteein lateinisches Werck von dem Ursprünge und Ge-bramch der Wörter, so man sich in der frantzösischcn,italiänischen und spanischen Sprache bedienet, wie auchta cbajje. Gr. Ve.
BOURGOING de Vilîeíort (Joseph), war ZU Pa-ris in der Pfarre St. Germain gebohren. Sein Va-ter war Inge,Garde bey dem Müntzwesen daselbst.Er selbst führte jederzeit ein stilles und eingezogenesLeben, schrieb das Leben der heil. Theresia, übersetztedie Briefe St. Bernharde und Liccronis Orationes,und starb 2 Dec. 1717. NZ.
de BOURGUES, siehe Radulpbus (Petrus).
BOURGUET (Endov.), ein Philosophas und Mathe-malicus, gebohren 1678 den 23 April zu Rimes,allwo sein Vater ein Kauffmann war, der sichniit seiner gantzcn Familie 1685 aus Franckrcicb nachder Schweiß begab. Nachdem sich der junge Bour-guet an verschiedenen Orten in derselben aufgehalten,und die deutsche nebst der lateinischen Sprache daselbsterlernet, kam er 1690 nach Zürch, allwo er den Han-del und die Manufacture», die sein Vater und seineVett rn daselbst angelegt hatten, fortsetzcte. Er wen-dete sich aber 1692 wieder zu dem Studiren, und triebbesonders dieMüntz-Wissenfchafft mit grossem Ciffer.1697 that er mit seinem Vater, der seiner Handlungnachgieng. eine Reife nach Italien, und ficng 1699an, das Einmische von einem italiänischen Juden zulernen. 1700 zohe er mit seiner Familie nach Bern,um daselbst seine übrige Lebenszeit zuzubringen, that1701 eine anderweitige Reise nach Italien, da er sichim Ebräischen noch fester setzte und gute Bücher cin-kauffte; welche Reisen nach Italien er 1702,1707,
1710 und 1711 wiederholte, auch bis 1715 zu Vene-dig verblieb. 1717 seife er an Barbeyracs Stelle,Professor Juris zu Lausanne werden; fand aber kei-ne Neigung zu diesem Amte, sondern wolte lieber inRuhe bey seinen Büchern und Studiren bleiben.17z l nahm ihn die Académie der Wissenschaften zuBerlin znsthrem Mitgliedc auf: er war auch ein Mit-glied der hetrurischcn Academiezu Cortona in Italien.Gegen das Ende des Jahrs 1731 erhielt er von derObrigkeit zn Reufchatel, allwo er sich bereits 1704häuslich niedergelassen, das Amt eines öffentlichenLehrers der Philosophie und Mathematik, roclche Stel-le damahls gantz neu errichtet wurde, und starb 1742-den 1 Deeembr. an einer Engbrüstigkeit. SeineSchrissten sind: Dill', de juris nature origine 8c prx - -stantia; Lettres philosophiques fur la formation des selsif des crystanx if fur la génération if le mechanifmcorganique des plantes if des animaux'; Traité des Pé-trifications avec figures; Dills de fatis philosophieinde ab ejus natalíbus ad nostra usqae tempora, wel-che in der tempe helvetica stehet ; lettre fur l'alpha-bet étrusque, welche IN der Bibliothèque italique, wieauch ins Jkaliänifche übersetzet, in benSaggi di diller-tazioni accademiche della citta Gortona findet. Etsieng auch 1728 an die Libliothegne italique zu schrei-ben, und in dem .journal helvétique , wie auch inandern Monats-Schrifften, sind verschiedene Ausar-beitungen von ihm anzutreffen. Er hat auch verspro-chen, die Geschichte des zu unserer Zeit in Indien ge-predigten Evangciii, eine Theorie de la terre, Briefed'es Herrn von Lcibniy, die er mit ihm gewechselt,nebst einer Historie von China heraus zu geben; istaber darüber verstorben. Götten. NZ.
von BOURGUEVILLE (Carol.), Herr von Bims,ein frantzösischcr Cavallicr, von Caen, starb gegenAusgang des 16 Seculi, ohngefehr 70 Jahr alt.Seine Schrifften sind: trois discours de P Eglise; laRehgion i; Jujlice; Gedichte; Uedersctzungen. Gr.
B OURICI us (Jac.), ein fricßländischer JGtus, lebtezu Anfang des 17 Seculi, und schrieb de Officio ad-vocati;. Gaptivumfeu Enchiridion defenllonum See.Seine Sachen sind An. 1700 zu Franeckcr in 4 zu-sammen gedruckt.
de BOURIGNON (Antoinette), eine fanatischeJungfrau, gebohren 1616,13 Januar, zu Ryssel inFlandern, wo ihr Vater Johann ein italiänischerKauffmann und zugleich Lieutenant second et De-chant des douze Sergcans de la Prevoste roayle deLille war, brachte ein so greßliches Angesichte, da ihreStirne bis an die Augen mit schwärtzlichtcn Haarenbewachsen war, und die Ober-Leffze an die Rase an-siundc, weswegen sie das Maul uick)t zuthun konte,mit aufdie Welt, daß man in Zweifel gestanden, obman sie nicht als ein Monstrum erfauffen soltc. Sieverlohr aber solche Heßlichkcit gleichsam zufehens unddurch ein rechtes Wunder. Schon in ihrer zartenJugend ließ sie eine besondere Fähigkeit des Vcrstan-Rn nn 3 des