B O U U Z E Y S
BOUSSARD
r;'-
Sie win den aber nach der Hand die besten Freunde,und hat nach diesein Boilcau zum öfftern bekannt,daß die Vorrede, welche Boursault zu der Satyre desSatyres gemacht, die beste und judicicuste Schrisst sey,diewider scineSatyren heraus gekommen. Seine gesamm-te Schritten,als Pieces du Théâtre ; Lettres nouvelles ac-compagnées de fables, de remarques, de bons mots sis d'autres particularisez, Esope à la Cour; V etude des sou-verains sise. sind letztlich wiederum zu Paris in g Tom.in i2 aufgelegt worden, wobey auch seine Lcbens-Be-schreibung befindlich ist. AB. L.äs BOURZEYS. (Amabilis), ein frantzösischcr Abt,war den 6 April 1606 zu Volvic ohnweit Rionr inAuvergne gcbohren, stand in der Jugend eine Zeit-lang als Page bey dem Marqvis von Chandcnicr,trieb aber dennoch seine Studien mit so besondern,Fortgange, daß sein Vetter, der nachmahlige könig-liche frantzösische Beichtvater, p. Arnoul, rcin Be-drucken trug, ihn in seinem 17 Jahre mit nach Romzu führen, und daselbst mit ihm, als einem ausseror-dentlich geschickten Kopff, gleichsam Staat zu machen.Er gab bald darauf eine Probe davon an den Tag,indem er Urbani VIII Gedicht, äe partu vhginis,in griechische Verse übersetzte, welche Arbeit ihm vondiesem Pabste mit einer Priorey in Bretagne belohnetwurde. Nach diesem nahm ihn der Cardinal Mau-ritius von Savoyen mit sich nach Turin, und behieltihn daselbst 2 Jahre, nach welcher Zeit er ihn mit ei-ner ansehnlichen Pension, wieder von sich ließ. Alser hierauf zu Paris angelanget, präsentirte ihn derHcrtzog von Liancourt dem König Luvovico XIII,von dem er nach der Hand die Abtey St. Martin deCores bekam; der Cardinal vonRichelieu Übermäch-te ihn zu einem Mitglied der Académie francoise, undsetzte in seine Gcschicklichkeitso grosses Vertrauen, daßer ihn seine Controvers-cschrifften durchgehen und indenjenigen Stand setzen ließ, worinne sie nachgehendsin dem Druck erschienen. Nicht weniger machte ersich bey Mararin und Lolbert sehr beliebt, wie er dennauch mit demerstern An. 1662 aus dem Königreichgegangen, und wiederum zurückgekommen, von demletzter» aber zu verschiedenen wichtigen Geschafften,und unter andern sonderlich bey der sogenannten re-cherche des droits de la Reine mit gebrauchet wor-den, woran er auch so gar, wie einige berichten, dengrösten Antheil hatte. An. 1666 wurde er nach Por-tugal! geschickt, um den nachmahligen Marschall vonFranckreich, Grafen von Schon, bcra, zu derrömisch-catholischcn Kirche zu bekehren, wozu sich aber dieserdamahls noch nicht verstehen wolte. Er starb end-lich zu Paris den 2 August An. 1672, in dem 67stenJahre seines Alters. Seine Schrifften gehen mcisten-theils theologische Controverse» an, und es sind dar-unter folgende zu mercken: l' excellence de r Eglise ca-tholique; lettre h un Eveqtie fur la con formité de S.Augustin avec le Concile de Trente, dans la doBrìne dela grâce, liebst 2 andern, nemlich touchant la possibili-té des commandement divins , UN d touchant la maniéré
B O U T A ìl D 1312
dont les justes peuvent delaijjèr Dieu, sis être ensuite delaissés de lui , welche tcbod) auch besonders heraus ge-kommen; histonca& chronologie! synopsis contro-veríïx gotteschaícanx , welche bey des G. Manguinvîndiciis prxdestinationis t. 2 anzutreffen; S. Alton,stin victorieux de Calvin sis de Molina, ou réfutation
■ d'un livre intitulé : le secret da Jansénisme découvert,(sise. Nie.
BOUSSARD (Gottfried), von Mans, ein DoctorThcologiâ und Cantzler der Universität zu Paris, wur-de in Gesandtschaffken und andern wichtigen Angele-genheiten rühmlich gebrauchet, schrieb le Regime sirgouvernement pour les dames sis femmes de chacun état ;it. de sacriíicio Misste; de continentia Sacerdotuni&c. edirte auch Enfebii Historiant Eccl. und starb zuMans i 520. Gr. Lau.
de BOLTSUIT (Nicolaus), eitt Medicus zu LêvkN,storirte m der ersten Helffte des 16 Seculi, und gaborationes quodlibeticas, worunter auch medicinischeMaterien befindlich sind, zu Lövcn 1528, 4 heraus.A. Siw.
BOUTARD (Franciscus), ein lateinischer Poet im17 Seculo, war von Troyes ist Champagne gebürtig,studirte auch daselbst bey den Patribus Oratorii, undbildete sich ein, daß er nicht nur dem Horatio in al-len, sowohl was die Gestalt als die Manieren anbe-trifft, vollkommen ähnlich sey, ftndern auch vornehm-lich den Genie desselben in der Poesie geerdet habe,daher er sich auch von seinem Losten Jahre an mitEifer auf die Poesie geicget. Als ihn ungefehr umdiese Zeit der Bischofs Bossuet aus einerOde kennenlernen, recommcndirte er ihn dem Könige,welcher ihmdeswegen 1000 Livres zur Verehrung gab, damit erzu Mcaup seinen Curfum absolviren, und Priesterwerden könnte.^ Nachdem dieses letztere geschehen,ließ ihm der König jährlich eine Pension von 1000Livres reichen, und schlug diese Revenue zu den übri-gen Einkünfften der Académie des belles Lettres, in
. welchem Verstände denn auch einige ihn vor ein Mit-glied dieser Académie ausgeben. Er starb zu Parisden 9 Mertz 1729, in einem Alter von 7; Jah-ren. Man hat von ihm eine grosse Anzahl lateinischerOden, dabey er sich gemeiniglich Vatem ßorboniduntgencnnet. Die meisten derselben sind auf die Gebur-ten der Printzen und Printzcßinucn aus dem königli-chen Hause,angleichen auf die vornehmsten Begeben-heiten unter Ludovici XIV Regierung, wie auch aufdie Lust-Schlöster Versailles, Fontainebleau, Marli,u. s. w. verfertigt, und besonders gedruckt worden. Ei-nige derselben hat man auch in andere Sprachen über-setzt; wie denn unter andern seine Ode in Equestremstatuant Lud. M. pofitam von M. Bellocq ; die anM. de Lourcillon de Dangcau, ingleichen die an M.Bossuet, und die Beschreibung von Mendon, vondem Abt du Jarri, ins Frantzösische; die Beschreibungvon Marli und Trianon aber ins Jkal. gebracht wor-den.Er selbst hat einigeSchrifften des Bischoffs Bossuet