Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1325-1326
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BRADOHA BRAHE

B R AHE

W

íìroribus; meditationes mortìs incarcéré; ad 4 ur-ines üb. 1 heraus gegeben, ailá) Artopaum de lege 2 cevangclio , Cbryfoflowum de ovatione , UNd Melan-cbtlmiis locos communes íná Englische übersetzt. V.Rapin hist. d’Anglet.

BRADOHA, ober Bradshaw, (He,ir. ), ein englischerBencdictiner-Mönch, aus Ehester gebürtig, schrieb ei-ne Chrvnic; das Leben Werburg* virginis,unb nacheiniger Meinung unter andern auch de antiqultate &magnisicentia urbis Cestrias, und starb X513* Bai.Pit. Fa. Wo.

BRADWARDIN (Thom.), (Ui)( Thomas.

BRAEM (Antonius), ein niederländischer Jesuit vonRyssel, gcbohren 1612 , führte ein ftommcs Leben,lehrte nJahr die Humaniora, starb zn Valencicnnesden i6st)ct. i6;o, und hinterließ thefaururn varlarurnexercitanonum Fpidtualium iri gratiam fbdaüum B.

M. V. welcher zum öfftcrn aufgelegt worden. AI.

LR AFAlFR, siehe Bremer.

de BRADA (Antonius), ein portugiesischer Franci-seaner-Mönch im i6 Seculo, war Custos von Bra-silien , und schrieb flores de S. Antonio colbidas de feus

- fermons. Ant.

de BRADA (Bernardus), ein portugiesischer Bencbl-ceincr-Mönch im i6Scculo,war Chrondgraphusseines Ordens , und schrieb de pracedentia inter le-gatos regnorunr Portugaliice & Neapolis; memoria-le Sanstorum ordinis S. Benedicti, maxime lulita-

nomm , hinterließ auch noch andere Werckc imAk8.Ant.

de BRADANTIIS (Barthol.), stehe BattholomLus.

deßRADANZA (Cathsrina), siehe Latliarina.

de BRADANZA (Franc.), ein Poktugieft vonGvi-maranes, studirte zu Coimbra, bekam verschiedenegeistliche Würden, wurde endlich bom König in Spa-nien zum Patriarchen von Ost.Jndien lind Pvrtugallernennet, darwider sich aber die Bischöffe von Por-rugall setzten., schrieb modo de rezar devotamente ashuras canonkas , und starb zu Coimbra den Z l Jan.1634. jMemoires de Portugal.

BRAOOS.US, obcrde Biacole, (Wilhel.), ein Fran-zose, gebürtig aus der Diöces von Mcnde in Givau-dan , lehrte zu Toulouse die Rcchts-Gelahrheit, wur-de Bischvss zu Vabres, 1331 Cardinal, und hernachEroß-Pvnitcutiarius der Kirche, schrieb unterschie-dene Wer.ckgen, welche verlohren gangen, und starb1367, n Nov. zuRom. Au. 8a.

BRah.e (Tycho), ein Mathenmticns, gcbohren zuKmrdswrp, einem seiner Familie erblich eigenen Dor-fe in Schonen, den 19 Apr. 1546. Sein Vater DttoWar Dänischer Reichs-Rath und Amtmann zu Hcl-singburg. SeinesVaters Bruder, George, nahmihn, weil er keine Kinder hatte, in dem andern Jah-

. re seines Alters aus seiner Eltern Hanse heimlich weg,und erzog ihn sehr sorgfältig, gab ihm auch, als er1562 auf die Universität Leipzig zog, einen wackern

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Hofmeister mit. Er solde allda die Rechte stndircn,legte sich aber auf die Astronomie, und setzte seinenFleiß darinne sowohl zu Witkcnberg als auch zu Ro-stock, wo er in einem Duell mit (einem Landsmannum den vordern Theil der Nase kam, daß er sichnachgehends einer silbernen Nase bedienen muste, mitsolchem Eifer fort, daß er seine Lehrmeister selber zuübertreffen anfieng. Hierauf that er 1569 eine Reisedurch Deutschland und Italien, machte nach seiner15 71 geschehenen Retour zu Coppcnhagcu asirono-niische Observationes, dachte viel mathematische In-strumente aus, laborirte auch in der Chymie, undlehrte hernach zu Coppenhagen auf Befehl KönigFriedrichs II öteTheoriam planetarum. !575 thater nochmahlen eine Reift nach Deutschland und Ita-lien, hielte sich zn Casscl, Basel, Venedig und Regen-spurg etwas auf, und kam zwar zu Ende enneldtcnJahres uach Coppenhagen zurück, aber mit dem Vor-satz, seine Sachen ins reine zu bringen, und nachBasel, wo es ihm sonderlich Wohlgefallen, hinzuzie-hen. Allein König Friedrich U überschüttete ihn mitso grossen Genabenbczeigungen , da er, ihn nicht nurdie Astronomie besser zu epcoliren, Mit einem Land-gute auf der JnstlHuen, auf welchem er das SchloßUranienburg bauete, ingleichen mit einem Cancnica-te zu Rotschild deschenckte, sondern auch die aufioo<x>o Thaler sich hoch belausicnde Unkosten desSchloßbaues zu Uranienburg gut that. Nach dessenTode verfügte er sich, weil ihm die Medici und die Mi-nistri am Hofe, vornehmlich aber der HofmeisterValckenvorff, mit dem er ehedessen einen Hunds-Zanck gehabt, sehr gehäßig waren, und durch derenAnsiifften ihm nicht nur sein Schloß,sondern auch dasCanonicat wieder abgenommen worden, nachCoppen-hagen , und als crmeldter Valckendorff ihm ausdem dasigen Stadt -Thurme seine astronomische Ob-ftrvationes fortzusetzen verwehrte, von dar nach Ro-stock, und zu Ende desJahrs 1597 nachHollsteinzndem Herrn von Ranyav , und brachte auf dessenSchlosse zu Wandesburg ohnweit Hamburg, schierdas gantze folgende Jahr zu , würde auch länger dageblieben seyn, wenn ihn nicht der Kayser RuvolphII zu seinem Rath und Mathcmatico nach Prag be-flissen hatte, wo er aber erst 1599, als er sich derallda graßirendeu Pest wegen, eine geraume Zeit zuWittenberg aufgehalten, anlangte, und vomKayftcüberausgenüdig aufgenommen, auch reichlich beschen-ket wurde. Er ließ sich 1600 seine grossen Instru-mente aus Dänncmarck bringen, und setzte nebstRcplero und andern Mathemakicis in den kayftrli-, chen Hofgälkcn seine Observationes sehr fleißig fort,ward auch von dem Kayser, der ihn eines vertrautenUmgangs würdigte, j p volitischen Dingen zuRathe gezogen.^ Er starb ,weii crausSchamhafftig-keit bey der Tafel des Herrn von Rosenbera zu Pragnicht aufstehen wollen, das Wasser zu lassen, 1601,24 Oetobr. zu Prag; schrieb progynmasmara astro-nomii* iníhurands ; epistolas astronomicas ; tabulas

rudol-