Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1327-1328
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izr? BRAJA BRAKER

rudolphinas ; historiant. cœlestem ; hyperafpidemadverius Scip. Claramontii Anti-Tychonem ; lib. de

nova stella 1572, so auch ins Englische übersetzetworden; Or. de disciplini's mathematicis , welche inCour. Aslaci decade orationum stehet; epistolam deelixire suo peiUlentiali ad Rudolphum II imperato-rem; epiltolas astronomicas , VLN denen aber Mirdas erste Buch heraus ist; elegiam de exilio suo.Von seinen observationibus astronomicis lieget eingeschrieben Exemplar in der kayserlichen Bibliotheckzu Wien; das andere aber, welches ehedessen in derköniglichen Bibliotheck zu Coppenhagen befindlich ge-wesen/ und von Erasmo Bartholino hat ans Lichtgcsielletwerden sollen, ist nach Franckreich überlassenworden. Er erfand auch ein iystema astronomicum,nach welchem sich die Sonne um die Erde, alle übri-gen Planeten aber um die Sonne bewegen sollen, warzwar glücklich in prognosticis astrologicis, sonst abersehr zornig und hartnäckig in seinen Meinungen, ze-hr gerne andre auf, konte aber von andern nichtsvertragen, dabey war er gar abergläubisch , hatteauch ein geringes Bauer-Mädgen gcheyrathet. Sei-ne gesannen Wcrcke, von denen Joh. Grcavcs ei-nige ins Arabische übersetzt, sind i6n zu Prag,und1648 zu Franckfurt in 4 ans Licht getreten. So hatauch Joh. Jessenins, 1601 eine Rede de vlca 8c obituTych. de Brahe zu Hamburg in 4 drucken lassen,wel-che hernach in den I Tomurrt observât, miscell. ge-setzt worden. Am schönsten aber hat dessen LebenGassendus beschrieben. Teiss. PB. W, m. Ba.Mol.

de BRAJA (Nicolaus), eilt Frantzose ans dem IZSeculo, hat des Königs Ludwig VIII in Franck-rcich Thaten in heroischen Versen beschrieben, die erdem pariser Bischoss Guilielmo Arverno dcdicirt,N!idin du Chejhe T. V rerum francic. stehe». Fa.

aBRAIDA (Dom.), ein Dominicaner aus Piémont,florirtc noch 1570, und schrieb la v/ta délia B. enté-rina de Raconigi del terzo ordine di fan Domenico ;ob er aber gedruckt worden, oder wo im h!8. befind-lich sey, ist unbekannt. Ech.

deBRAlS (Stephamis), ein Professor Theologiä zuSaumur, lebte gegen das Ende des 17 Seculi, und

schrieb analylln paraphrasticam epistolx Pauli ad Ro-manos ; exercitationes inaugurales , welche Schriss-

ten rcncitt« 1735 zu Lieuwarden mit einanderauflegen lassen.

von BRAITENBERG( Georg Barthold Pontanus),siehe Pontanus.

BRAKELÜNDE (Jocelinus), siehe Braclcelonde.

BRAKER (Henr.), etit Flensburger aus Holstein,wardum 1690 unterster Schul-Collegc in seiner Geburts-Stadt, danckte aber nach 2 Jahren wieder ab, undkam nach Berlin, wo er bey D. Gpenern Tisch undWohnung hatte, und von demselben in der practischenTheologie mehrere Anweisung genoß. Man beschul-digte ihn nach seiner 1694 erfolgten Zurückkunfft ver-schiedener neuerlichen Lehren; er rechtfertigte sich aber

BRAMANTE BRAMER izr8

deswegen, und that 169^ und 1696vor dem rens-burger Synodo seine Erklärung öffentlich, ließ auchbald hernach alle den chiliasinum und pietismumbefördernde Meinungen völlig fahren. Darauf warder i699Prediger an dcrNicolai-KirchezuFlensburg,1703 Diaconus und 1707 Pastor daselbst. Erschrickresponsa ad quarstiones de controverfiis modéroischiliastico -pietisticis ; 5 deutsche geistliche (Pöertund andere Gedichte, ließ auch Fried. Damii abge-drungene Relation mit den von Flensburg entwiche-nen Enthusiasten, ingleichen décades IV epistolarumde fyncretiiino hodierno damnabili 8c noxio und Kö-nigs Fricdcrici III in Dännemarck Edict wider dieheimliche Znsammenkünffte und gottlosen Irrlehrender Pietisten wieder aufiegen. Im Manuskript lie-gen von ihm noch sylloge poematum vernaculorum ;

Gegen-Anmerckungen wider einiger so genannten Die-ner des Works Anmerckungen D. Mnhlens diilia-ssnum betreffend ; documenta theologiea; annota-tiones in s. icripturam ; observationes in Aristopha-nem & Suidam Kusteri, Philostratos Olearii, Hora-tium Bentleji aliosque autores veteres;fupplemen-ta ad Lamb. Bos mysterium ellipseos grcecie ; tr, debaptisino infantum , der aber nicht völlig ausgear-beitet; Carmina gracca, lat. & germ. ; suppleinen-tum lexicorum gnccorum e scriptoribus ecclesiasti-

cis, das aber auch nicht völlig zu Stande gebrachtist. Mol.'

BRAMANTE de Urbino, ein gelehrter Baumeisterzu Rom, war 1444 zu CastebDurante im Hertzog-thum Urbino gebohren, wovon er auch seinen Rah-men bekommen. Nachdem er die Mathematic stu-dirt hatte, lernte er zeichnen und mahlen; und legtesich nachmahls auf die Baukunst, worinue er sich sehrberühmt macisse; wie solches die vielen zu Rom hin-terlassenen Wercke bezeugen. Er starb zu Rom 1514,nachdem er sein Alter auf 70 Jahr gebracht hatte.HE.

BRAMBACH (Johannes), ein Medicus und glück-licher Practicus zu Dreßden, lebte um die Mitte des16 Seculi, und hinterließ Consilia medica, so des Wit-tiebii Sammlung mit beygefüget worden.

BRAMBRIGGE (Christoph.),siehe Ursuvicius.

BRAMER (Benjamin), ein Architectus zu Marpurg,florirte zu Anfange des 17 Seculi, und schrieb Apol-loniutn cattum oder geometrischen Wegweiser ; tr.de fectione cylindri ; manuductionem ad Jufli Burgiiinstrumentum geometricum trianguläre; problema,quomodo ex dato iinu unius gradus omnes reliquesinus tacillime inveniri, 8c canon iinuum perficipostit ; tr. de semicirculo ad triangula necestärio ;descriptionem instrumenti ad ichnographiam 8c di-visionem lineanim circularium ; explicationes qua-rundam quaffiionum geometricarum difficiliorum ;tr.de vacuo ; geometrisches triangulär Instrument;additantentum operis Coleri œconomici j informa-tionem 8c usum linealis proportionalis ; Bereitung

eines Schreg-Instruments. Ilend.

" ' BRAMER