Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1339-1340
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BRASCH

1335) BRASAVOLUS BRASCH

9 Jahr die Physic, und endlich die Medicin mit gros-sein Beyfall, schrieb cornmentaria & annotationes inaphörifmos Hippocratis, wie auch til libros de rario-ne victus in morbis acutis , gab ein Buch da mor-bo gailico, und einen Tract, da usu r.idicis Chin*heraus, weiche beyde Schrifften der zu Venedig 1 >66in fol. gedruckten Sammlung da morbo galiiœ miteinverleibet sind, stellte viele zur Pharmacie gehörigeSchrifften, ingleichen Commentar. in Arißotclcm , A-vcrroeiu, Porpbyrhmi, Paul. Venetum ; de medicamen-tis catharcticis £ purgantibus; examen omnium ele-ctuariorum, pulverum, & confectionum catharcti-carum; examen syruporum ; examen catapotiorums. pilularum ; examen medicamencorum iimplicium,worzu stilois. Mundella Anmerckuugen gemacht; deberonicaLc veronica ; welche in 8 zusammen gedrucktworden, an das Licht, und starb zu Ferrara 1535.Man hat ihm zu Ehren An. 1703 eine prächtige In-scription daselbst aufgerichtet, über welche 1704 GV-

rolamo Barujsaldi commentario istörico erudito all’inscrittione eretta nel almo studio di Ferrara 1704,

, in memoria del farnoso Ant. Musa Brasavola zu Fer-rara in 4 heraus gekommen. Sonst hat Brasavo-lus in seiner Jugend auf verschiedenen Academien gTage nach einander dieses de quolibets scibili ver-theidigt, und den Galenum vor nnbetrüglich auszu-geben gesucht. Als er eiüsmahls publice las, wardihm gesagt, sein Haus stehe im Brande, woraufauchdie Sturm Glocke bald gienge. Allein er erschrackDrüber nicht, und sagte: last es brennen ; ich werdeDoch nicht eher weggehen, bis meine Lecrion )UEnde ist. Ast. 11 . Ke.

BRASAVOLUS, oder Brasavola, (Hieronymus), einSohn des vorhergehenden Ant. Musst, war zu Fer-rara gebühren, florirte in der letzten Hclffke des 16Seculi, schrieb expoiitionem in primum aphoriimo-rum Hippocratis librum, gab auch einen Tractak deoKciis mediei heraus, der zu Ferrara 1590, 4 ge-druckt worden. Aus Baruffaldi oben angezogenemComment, siehet nistn, daß er bey dem Hertzoge vonFerrara und Mantua als Leib-Ärtzt in Bedienung ge-standen, und ze-iletzt in seiner Geburtsstadt 1594 im-8 Jahre seines Alters mit Tode abgegangen; nach-dem er zuvor auch in allerhand Staats-Geschàfftenals Gesandter verschickt worden. Ke.

BRASBRIDGE (Thom.), ei» Engelländer, florirteum i;86, trieb zugleich die Theologie und Medicin,schrieb im Englischen von der Pesiilentz, und im Latei-nischen quœstiones in officia ,Ciceroiiis. Wo. <

BRASCH (Georg.), gcbohren zuLüneburg 1599,stlbdirte zu Leipzig und Wittenberg, erhielt auch die Ma-gister-Würde, ward 1624 Conrector zu Bordesholm,nicht lange darnach Pfarrer zu Brügge, 1627 aberDiaconus in seiner Vaterstadt, und r 6 zr Pastor ander Johannis-Kirche daselbst, schrieb Erklärung derSonntags - und Lcst-Evangclicn und Episteln m 3Theilen sLeich-Predtgten, gab auch das luneburgi-

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sche Handbuch, darinne erwchnte Erklärung mit be-findlich, nebst einer Vorrede heraus, und starb 31Aug. i66r, ,'nr 63 Jahr. Mol.

BRASCH, oder Brasck, (Johann), ein schwedischerTheologus, ward 1513 Bischoff zu Lincöpi.g, nach-dem er einige Jahre Probst daselbst gewesen. In demstockholmischcn Blut-Bade 1 > 20 gieug es ihm nahe beydem Kopfe her, weil man ihn beschuldigte, daß er denErtzbischoff Trollen hätte absetzen hclffen; er wardaber absvlvwet, da man unter seinem Siegel einenZettel fand, worauf diese Worte stunden: Invitaslubscripii. Nachgehcubs setzte er sich aus allen K raff-ten wider die Voll Gustave I Vorgenommene Reli-gions-Acndcrung. °Mls man aber dem ohngcachtctAn, 1527 eine grosse Réduction der geistlichen Gütervornahm, ward Lrask genöthigek, den König mitEinsetzung etlicher Bürgen seiner Treue zu versichern,und den Reichs-Abschied zu unterschreiben. Jedoch,da er einst die Ehre hatte, den König zu bewirthen,bat er sich bey demselben aus, daß ihm die gestellteBürgschafft erlassen, und zugleich erlaubet ward, eineVisitation der Kloster-Güter in Gothland vorzuneh-men. Er trat hierauf die Reise au, und nahm seinebeste Sachen mit; gieug aber von dar nach Dantzigund endlich in das Kloster Oliva. Er hat Au. 1530genealogias vetuili/s nobil. Suecia: geschrieben, Undist An. 1538 zu Lenda in Pohlen,als er nach Tridentzu reisen im Begriffwar, mit Tode abgegangen. Lebe.Seele.

BRASCH (Joannes) , ein Medicus, gebohrcu den 3Aug. 1671 zu Lübeck, stubirte daselbst, 1692 zu Jenaund 1695 zu Leipzig, ward 1697 zu Jena Doctor,that hierauf eine Reise durch Deutschland, Hol!- undEngelland bis 1698, und practicirte in seiner Vater-Stadt, bis erden roJan. 1720 starb. Er schrieb »14aphorismorum nippocreatorum librum ; D11T de Me-dici officio.; de inilammacione renum. Lcporini Le-ben der Gelehrten. See!.

BRASCH (Martin), ein Philosophas, gebohrcn 1565zu Grubenhagen im Mecklenburgischen, allwo seinVater, Marti», Prediger war,;ohe 1580 auf die Aca-démie nach Rostock, ward allda 1586 Magister, dar-auf Rcctor der Schule zu Malchiu, 1593 aber Pro-fessor Logices zu Rostock, und starb i6or inr April.Seine ^Lchrisiten sind: Oratio de laboreLc otio ennaelegiis ad Dav. Chytrxum & so. Frederum ; Schola-rum 8 c recta: instimtionis aslertio ; carmina in inne-re germanico 8 c ex eo nuper nata, hodœporicon,elegia;, odee, epigrammata; Clafficum ad Germanoscontra Tiircas Musulmannos ; ad Joachimum Fride-ricum postulatum administratorem archiepiicopa-tus magdeburg. Melos ; oratio de eloquentiae 8 c ora-torios facultatis vi 8 c praestantia; Difp. de vi 8 inatura Logices ; oratio panegyriea ad Ulricum du-ce rn megapolitanum ; orat. de pnecipuis studiormnpestibus live impedimentis ; orat. de vita & morteTheodorici Maltzani, welche auch ins Deutsche über-