Band 
Erster Theil A - C.
Seite
1359-1360
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i 3 ?9 BREITE 1 AUPT BREITINGER

BREITHAUPT (Joh.Fridrich), ein Deutscher, ge-bohren zu Eisenach, that 1624 unterschiedene Reisen,und gak 1632 zu Franckfurt eine Beschreibung der-Heiven-Insel Malta heraus.

BREITHAUPT (Joli. Fridrich), ein JCtus, ge-bohren 1639,8 Sept. zu Gotha, ein Sohn JohannLreithauprs, drey und viertzig -jährigen Cammcr-Raths zu Gotha, studirte zu Jena, Leipzig, Giessenund Heydelbcrg, that darauf eine Reise mit den go-thaischen Printzen durch Deutschland und die Nieder-lande, wurde 1674 Hof-und Justitien-Rath zu Co-bürg, entschloß sich aber daraus zu Gocha im Privat-Stande zu leben; erhielt dabey, nachdem erdemKay-ser den JosephumGorionidem dcdiciret hatte, den Ti-tel eines kayserlichen Raths, gab vise äs Parlamen-tis Galligej dissert. inauguralem de collegiis & cor-poribas ; Mornaum von der Wahrheit der christ-lichen Religion mit Anmerckungen heraus, legte sichaber sonderlich auf das Rabbinische, ließ Jofiphum

Ben GOrion , ungleichen R. Salotnonis Jarcbi Commen-

tarios Über die 25 iM mit seinen Uebersetzungen undAnmerckungen drucken; hinterließ im Manuscript

novam novellarum Juriiseani imperatoris constitu-tionum versionem patriam cum notis,iml> starb 1713,

5 Junii zu Gotha. Sein Leben, welches der AbtBreithaupt beschrieben, hat D. Leporin 1725 her-aus gegeben.

BREITHAUPT (Joli. Jacob), eilt lutherischerTheo-logus, gebohren zuDransfeldim Göttingischen 1660,studirte zu Jena und Erfurt, wurde 1691 der erstePrediger bey der wieder angerichteten lutherischenGemeine zu Steinau, 1694 anderer Stadt-Pfarrerund Consistorialis zu Hanau, 1705 Hof-Prediger,und 1716 Kirchen-Rath und Superintendens derevangelischen Kirchen in der Grafschaft Hanau-Mün-zenberg. Er schrieb den grossen hanauischen La-techismum ; den kleinen hanauischen Latechismum;Leichcn-Predigten, hinterließ im Manuscript Catechi-smus - Predigten, und starb 1720,27 Sept. SeinLeben,welches der AbtBrcichaupt beschrieben,hatD.Leporin 1725 herausgegeben.

BREITINGER (Joh. Jacob), ein schweitzerischerTheologus, gebohren 157; zu Zürch, gieng 1593nach Herborn, 1594 nach Marpurg, Bremen undFranecker in Frießland, 1596 aber nach Heidelbergund Basel auf die Académie». 1597 ward er Pfar-rer zu Zumickhen, 1600 Präceptor im Gymnasio zuZürch, 160; Professor Logices im Collegio Huma-nitatis, 1611 Diaconus zu St. Peter. Es wurdeihm darauf die Profeßio theologica angetragen; al-lein er hat sie abgeschlagen. 1613 ward er Pfarrerzum grossen Münster, und An. 1618 auf denSyno-dum nach Dordrecht geschickt. Er starb An. 1646 den26 Mart. und ließ verschiedene Schrifften, worun-ter feint synodal-sermonen und asta Sc décréta syn-odi jdordracenx zu merckkN. Hottinger schol. tigur.

6 helvet. Kirclien-hist.

BREITSCHWERDT BREMER 1360

BREITSCHWERDT (Vitus), einwürtenbergischerJCtus int Anfange des 17 Seculi, war erstlich derStadt Augspurg, hernach der Reichs-Ritterschafftin Schwaben Cortsulent, endlich aber würtenbergi-scher Rath, und schrieb dilcursus & responsa in pun-£to diversorum gravaminum nobilitatis suevicae im-médiat® contra diverses ; Consilium de jure immé-diat! ordinis equestris S. R. I. circa exercitium re-ligiöses, Welches in Lebmanno kuppleto stehet. Mo-seri bibl. jur. publ.

B R E L E R (Melch.),cin Medicns von Fulda im Buchau,welcher von einigen unrecht Breder, oder Brceler zu -,desgleichen Martin oder lVlichael, auch Daniel vorge-nahmet wird, studirte zu Helmstädt und Altorf, undthat nach Annehmung der Doctor-Würde eine Reise inFranckreich, Italien und Deutschland, ward hernachHertzog 2 iugusts des jüngern zu Braunschweig Leid-Medicus,gab einen hefftigen Vertheidiger vonArnVt«Schrifften ab, mit dem er in vertraulichster Freund-schaft lebte, redete sonst wider den geistlichen Orden, jaauch wider die lutherische Kirche hesstig, deswegen erbey verschiedenen in die Rolle der Fanaticorum gekom-men. Erstarb zu Hamburg 1627, alser noch vor demGenuß des heiligen Abendmahls, eine ernste Reue we-gen derLäster-und Schmähungen wider das Predigt-Amt bezeigt. Man hat von ihm mysterium isequi-tatis pseudo - evangelic® und vindicias pro hoc my-sterio, beydes unter den Initial-Buchstaben M. B. F.ß ;Einige legen ihm auch vindicias in caufa Rathmannicontra Jo. Corvinum bey ; und nach anderer Meinung,soll er auch Arnvts Bücher vom wahren Christenthum

Und Petr. Cottonii Interieure occupation d'une ante de-vote ins Lateinische übersetzet haben. Er war übri-gens ein gar gelehrter Mann, und in den Kirchen-Dätern, Luthcri Schrifften und der mystischen Theo-logie sehr bewandert. Es hat ihn zwar MwlentazuKönigsberg einer dissoluten Lebens-Art, die er zuHelmstädt geführet haben, und deswegen von dare-legirct worden seyn soll, beschuldiget; die HelmstädterUniversität aber hat dessen Ehre durch ein und ande-res öffentliches Zeugniß selbst gerettet. Mol.

BREME ATI (Pinamons Peregrinus ), eilt Domi-nicaner von Bergamo, verstand die Rechte wohl,war40 Jahr lang Prior in seinem Profeß-Hause zu Ber-gamo, stifftete das Cvllcgium f ratersetatis S. Mari®,starb daselbst 1266, und hinterließ gesta & viras SS.Alexandri, Grat®, Firmi & Rustici ; ingleichen ordi-nationes & régulas consortii mifericordis Pergami.Ech.

BREMER (Christian.), eilt Pastor an der Kirche St.Petri zu Coppenhagen, gebohren zu Lübeck 163; den7 Novembr. wurde seines Vaters im 9ten Jahre be-raubt, daher ihn sein älterer Bruder, der folgendeJohanne«, in Flensburg erzogen, auch mit nach Cop-penhagen genommen. Er studirte zu Rostock, Wit-tenberg, Jena und Leipzig, that eine Reise in Hollandund Norwegen, ward an der Peters-Kirche zu Cop-penhagen 1662 Diaconus, nahm *663 die Magister-