BRENTA BRENTZ
13 6j BRENNER: BRENNWALD
. ijiFeuJis, ward hierauf »och in selbigem Jahre Hof-Gerichts-Advocar, 1708 Professor extraord. bey dcmCoüegio iüustrizu Tübiugcu, i-Oy wircklichcr hohen-zollerisch- hechurgssetzer Hofrath, 1716 vormundjchafft-licker Räch zu Estgruaringe», 1721 würtrmbergischerRegirruugs.Zcah. 172; hoheiizollcrifcher gehcnuderNach, :72b Professor ordin. bcy obgcmeldtem Colle-gio, 1729 würtembergifcher Laudichassis - Cousuleiit,und dann 17)2 inehrgemcldkrii Collegii Assessor) wur-de von Wurtemberg "und Hohenzollern in wichtigenAugcicaenheiccn chsters ausser Land nach Wien, Zu-spruch Nürnberg rc. und besonders zu dem Cammer-Eericht nach Wetziar geschickt; schrieb: de jure Irn-
peraroria Lc Imparti in Corruratum commachianum,
und starb 1737 den 2Z April. NZ. Tükstng. ge-lehrte Neuigk.
BRENNER (Wolther), ein Buchdrucker aus Schleß-wig, gab das dasige Ltadc Recht, nachdem er es mitetlichen MSs’t. fleißig zusammen gehalten, auf Anre-gen feiner Mitbürger 1534 in niedersächfifcherSpra-che unt r dem Titel: 2er Stavr Slcswick SraOl-Zi echt angesettet mm befestiget vorch öe» grst-m .richtigsten Zerren Swen, 2Z.6nning to Dennemarckherauss welches 160z daselbst wieder aufgelegt wor-den. leioi.
BRENNERIN (Soph. Elis.), flehe Brenner (Elias).
BRENNEYSEN (Enno Rudolph), einjtltus,gcboh-rcn zu Essen in Frießlaud >670 den 27Sept. siudirtezu Norden, und auf dcm Gymnasio zu Bremen, woer auch de pcenirentia in conrractibus innominatisdisputirct, zog 1693 auf die Universität nach Halle,und promovirte daselbst 169; in I. U.L. ward, als ersich noch einige Zeit in Halle aufgehalten, in Ostfrieß-land geheimer Rath und Cantzler des Fürsten vonOstfricßland, auch Präses über allc Collcgia und starbden 22 Scpt. 1734, i>u 65 Jahre zu Anrieh. SeineEchrifften sind Dill'. inaugnralis de jure principiscirca adiaphora ; de inurilibus pakkorurn juris roma-ni diviüonibns in fbro germanico ; DiiEde jurepcin-cipum evangelicorum in controversiis theologicis ;
Antwort auf SL. Io. Gottl. Stolzen« Anmerckungcnüber einige im Tract, vorn Recht evangelischer Für-sten in theologischen Streitigkeiten enthaltene Lehr-Sätze) abgenötstigte Ehren-Rettungwider die Be-schuldigung des pietifmi) (Ustfrieflsche Historie undLandesMerfaflüng ohne Nahmen; ließ Ubb. Emmiilibrum de statu reip. & eccleiice in Frisia orientali
unter feiner Aufsicht ins Deutsche übersetzen) hat auchsein Leben selbst schrifftlich hinterlassen, welches abernoch nicht gebracht worden. Bertrami parerga osl-frilic.
BRENNOPOLITANUS (Anast. Prob.), sieheFromme (Joachim).
BRENNWALD (Heinrich), ein Schwerer, gkboh-ren 1478 zu Zürch, erhielt 1517 die Probstey zu Em-brach, und starb An. 155^, nachdem er sie dcm Rathzu Zürch überlassen. Er war ein guter Historiens,
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und in den Alterthümern der Schweiß wohl bewan-dert, hinterließ auch eine Chronick in 2 Tomis,wel-che noch auf der Bibliothek daselbst aufbehalten wird,und deren sich sein Tochter-Mann, Ich.' Stumpff,in seinen Echrifften offt bedienet. Hotkmger heivet.Kirchen-Geschichte.
BRENTA (Andr.), siehe Brensius.
BRENTIUS, siehe Brentz.
BRENTIUS, oder Brenta, (Andreas), ein italiänischerMeistens und Philologus, der zu Padi.a und Reinmit Beyfall gclehrrt, hak des ^îppocratí» Bücher deinfomniis & de narura homini.; las Lakkilstjche Über-setzt, auch nebst einem Syntagmatc- riietorices, oratia-nes und poëmata hinterlassen und ist An. 1484 zttRom in einem hohen Alter gestorben. Pap.
BRENTIUS (Nicolaus), ein JCtus, Poet und Phislofophus von Douay, lebte um die Mitte des i6Se-
culi, und schrieb harmonium de udhtate artium libe-ralium cum jurisprudentia; de ratione adipiicendaevirtutis & parandarum literarum ; de methodo klei-dend» juri ; de bello in Turcas /ufcipiendo (l,[, Ver-sen ; poemara, darunter auch eines de laudibus Elan- ^nonite. Sw.
B REN TZ, oherBrentius, (joh ) ein lutherischer Theo-logiis, gebohrcn 1499 den 24 Junii in der Reichs-Stadt Weil in Schwaben, aiiwo sein Vater bey24 Jahren Stadt-Schultheiß gewest, zohc 1512 inseinem iz Jahre auf die Académie nach Heydelberg,ward allda 1514 Baccalanreus und 1517 MagisterPhilosophiä, und 1519 Rector Contnbernii, oder wieman damahls redete, Regent der Bursa realium. Erkriegte aus Lutheri Echrifften grosses Licht, fieng anüber das Evangelium Matthäi zu lesen, und kriegtesolchen Zulauf, daß er in seinem Eontndernio nichtRaum genug hatte, sondern das philosophische Audi-torium erwehlen mnstc. Weil aber die hcidelbergi-schen Gottesgelchrten damit übel zufrieden waren,trat er in den geistlichen Stand, erhielt 1520 an derCathedral-Kirche zum Heil. Geist eine Stelle, ließ sichzu Speyer zum Priester weihen, hielt in feiner Varer-Stadt Weil die erste Messe, und predigte hernach öss-ters zu Heydelberg. 1522 kam er als Prediger nachHall in Schwaben, allwo er die Messe abschaffte undLurheri Lehre einführte. Er wohnte 1530 demRcichs-Tage zu Augspurg, und denReligions-Gcspra-chcn zu Marpurg, Hagcnau, Worms, Rcgenspurg undElsaß-Zubern bey, ward auch von dem Hertzoge vonWürtenberg nebst Marbachen und andern auf dasConcilium nach Trident gefchicket. Als der KaysrrCarl V Halle einnahm, muste er davon gehen, weilihn die Spanier suchten: und als er darauf gegen dasInterim geschrieben, und ihm deswegen von dcn Kay-serlichcn nachgestellet wurde, entwich er abermahh undwurde von dem Hertzog Ulrich von Wurtemberg aufdeni Schlosse Wittlingen verborgen, auch hernach aufbasSchloß Hornburg unter dcmTitcl eines Amtmannsgeschickt) da er sich denn Huldreich Engster, auchNr rr 2 Huld«-