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1641,9 Febr., gicng imzehenden Jahr auf die Um*versität nach Saumur, und ward daselbst im 16 JahrMagister. Er soltc zu Paris befördert werden, wolteaber die Religion nicht andern, sondern gicng nachHolland, und erhielt zu Amsterdam das Privilegiumüber die frantzösischen Zeitungen, woran er fast 30Jahr gearbeitet. Bey der Staats-Veränderung inEngelland gab er einige Briefe unter dem Titel.» let-tres fur ks matteres du tetns heraus, die Bogen-weifeverkausst, und von 1688 bis 1690 fortgesetzt worden.Sonst schrieb er Entrée du Roi de la grande Bretagneà Ja Haye en 1691; relation de Ja Campagne de Flandresfj de Ja Siege de Namur en 1695; dialogues fur lesmatières da tems concernant la religion; remarques furla lettre paß orale de Mr. !'Archevêque de Paris attx nou-veaux rMtils de son diocèse, und starb 7 Oct. 1721.Jour.
BREVINUS (Guîlelm.) , ein Engclländer, hielt sicheine lange Zeit zu Rom auf, und schrieb um 1470de septem principalibus Ecclefiis tirbis Roms. O.Fa. N
BREVIUS (Francisais) , ein JLnis von Venedig, stu-dirte zn Padua, practicirte darauf zu Rom, WurdeAuditor Rotä und Bischoss zu Cencda, schrieb Volu-men pastoralium concionum in prcccipua vitia ; XU*gleichen ein Volumen quxstionum moralium ex jurecanonico, tuib ftdrb 1614, Pap.
BREUKELAND (Jac.), gebohren zuNacrden 1666,wurde zu Tergocs in Secllrnd erzogen, studirte znUtrecht uird Groningen, wurde 1689 Prediger beySt. Anna nahe bey Ecluse in den', holländischen Flan-dern, >696 zu Westersonburg auf der Insel Walchern,endlich von 1704 zu Middelbnrg, allwo er 1724 starb,und verschiedene Tractate über die Lehre vorüber Gc-nade und dem Glauben rc. in holländischer Sprache,ingleichen chronologiam sacram hinterließ, welchesletztere Merck nach feinem Tode lateinisch heraus ge-kommen. HE-
áu BREUL, oder Brevil, (Jac.), einfrantzosischerBe-nedictiner-Mönch in der Abtey St. Germain des Prez,im Anfange des 17 Seculi, gab Aimoini gesta Fran-corum, und dessen 2 Bücher de invenrione & trans-latione corporis S. Vincentii Levit® ; ferner AbbonisLutetiam a Normannis obieiEam; Leonis Marßcanichronicon caíîìneníe ; le theatre des antiquités de Pa-ris; Ifidori origines cum notis &c. heraus, N»d starb16,2 in hohem Alter. Lr. Hend.
8REULAEU8 (Henricus), ein JGrus, storirte amEnde des 16 Seculi, und schrieb: Tr. de duplici mi-litia, togata & armata ; Tr. de renunciationibus, wel-chen Po. Gchikter nebst andern Traktaten gleicherMaterie 1701 zu Straßburg in 4 zusammen drucken
ließ; gab au«) chiliadem apophthegmatum Jafonis
heraus.
■BREüNIG (Joh. Georg.), ein Medicus, gebohren^6Z8deu2i Octob. zu Budißin in der Ober-Lausitz,studirte zu Jena «nd Leipzig, würde 1666 zu Jena
BREUNING BREYER 1374Doctor, practicirte darauf in feiner Vaterstadt, schrieb
de ictero flaVo ; de salibus volatilibus Lc fixis ; dç ar-
thritide, und starb 1691 am Schlage. Leb.
BREUNING (Joh. Heinr.), von Stttttgard gebür-tig, studirte zu Tübingen, und ward allda 1672 Ma-gister, 1675 Rcpetcns des fürstlichen Stipendié da-selbst, fokgends 1680 Diaconus zu Stnttgard, und1634 Professor gräcä Lingnä und Rector Eonkubermiizu Tübingen, schrieb einige Dispp. , z. E. de affecti-bus &c. und starb frühzeitig 1686.
BREUNINGER (Frid. Wilhelm), ein würtember-gischer Prediger, gebohren zu Nürtingen 1690, studirtezu Tübingen, und ward allda 1710 Magister, 1720zu Mönchweiler, und 1725 zu Zell bey AichelbcrgPfarrer, schrieb Gottgeheiligte Paßions - Schule;fontem Danubii primum & nacundem, oder Uvqvcücdes Donau-Stroms im Heryogthum Wurtemberg,und nicht zu Doneschingen im Fürstenbergischcn:wolte allch eine Hissoriarn naruralem von Würtcm-berg schreiben, so aber nicht zu Stande gekommen,wurde i7zz den 8 Jul. zwischen Kirchheim uud Zellauf freyem Felde todt gefunden. Mofer Bibliothec.Scriptor. de rtbus suev.
BREWER von PufendorfF, (Heinrich), von Jülich,ein Liccntiatus Theologiä und Rector dcsJungfranen-Klostcrs zu grossen Nazareth in Eöln, lebte gegen dasEnde des 17 Seculi, und continuirte Brachem und
Tbttldeui historiam universalem rerum notabilium bis
1672, welche 1672 zu Eöln in 6 Tomis in 8, und her-nach 167z eben daselbst deutsch in 12 heraus gekom-men !C. Gend.
BREYER (Philipp Jacob), ein lutherischer Prediger,gebohren 1668 den 25 Scpt. zu Obcrbron in der Nie-der-Grafschasst Elsaß, zohe 1686 auf die Académienach Altorff, ward allda Magister, gieng 1691 nachJena, und von da nach Dreßden, kriegte allda eineInformation, gieng sodann nach Schwaben, und 1696in dem Gefolge der württmbergischeu Gesandtschafftzuden Friedens-Tractatcn nach Holland. Als er zuFranckfurt an, Mayn die päbstliche Dom-Kirche besä-he, und aus Versehen des Eustodis gegen Abend dar-
. inne eingesperret ward, wolte er, nach vergeblichen Ru-fen, über ein altes mit eisernen Zacken verwahrtes Git-ter hinaus steigen; da aber dasselbe brach, Versehrte ernicht nur Leib und Kleider, sondern blieb auch daranhangen, bis aufsein Rufen der Eusios herzu kam,mrdihn befreyctc. In Holland vicarirtc er ein gantzcsJahr zu Gouda fur den dasigen lutherischen Prediger,und gieng sodann mit dem chur-sächsischen gcheimdenRath und Gesandten, Christoph Dietv. von Böse,als dessen Gefandtschaffts-Prediger, nach Engelland.Nach seiner Zurückkunfft ward er Prediger bey demGcneral-Stabe der damahls in Polen stehenden chur-sächsischen Armee. Aber zu Warschau wurden ihmdie Actus ministeriales untersagt, weil der Ort, wo ersie verrichtete, einer päbstlichen Küche zxt nahe lag.Er gieng also nach Dreßden, und von da zu den Sei-nen.